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Hamelns Dächer haben Klimaschutz-Potenzial

Das Solarkataster der Stadt Hameln geht heute an den Start. Auf einer speziell angelegten Internetseite können sich jetzt Hauseigentümer informieren, ob sich ihr Dach für eine Solarstromanlage (Photovoltaik) eignet. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, den Umweltgedanken zu stärken und die Erzeugung erneuerbarer Energie zu steigern“, sagt Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann.

Rot, orange und gelb leuchten die Dachflächen, die sehr gut, gut oder bedingt geeignet sind. Wer im Internet (www.hameln.de – dann in der linken Spalte dem Button „Solarkataster“ folgen) eine Straße eingibt, kommt sofort zum gewünschten Gebäude. Wenn es rot markiert ist, erzielt das ausgewählte Dach mindestens 95 Prozent der maximal möglichen Solarstrahlung und ist sehr gut geeignet. Ist es orange gekennzeichnet, erreicht das Dach immerhin noch zwischen 80 bis 95 Prozent der Einstrahlungsenergie. „Gelb“ steht für die nur bedingt geeigneten Dachflächen. Bei der Bewertung werden die Ausrichtung zur Himmelsrichtung, die Neigung zur Sonne sowie die Verschattung durch Bäume, Gebäude oder Dachaufbauten mit berücksichtigt.

Wer die jeweilige Dachfläche anklickt, erhält weitere Informationen. Wie groß ist die maximal mögliche Modulfläche? Welcher Stromertrag ist pro Jahr zu erzielen? Wie hoch ist die jährliche CO2-Einsparung? Alles Fragen, auf die es per Mausklick eine Antwort gibt. „Damit geben wir den Hauseigentümern umfassende Informationen an die Hand, die ihnen die Entscheidung für den Bau einer Photovoltaikanlage erleichtern“, sagt die städtische Klimaschutzbeauftragte Christine Tegtmeier.

Die Firma Aerowest aus Dortmund hatte im vergangenen Jahr das gesamte Stadtgebiet Hamelns überflogen und Luftaufnahmen gemacht. Die so gewonnenen Daten wurden fotogrammetrisch ausgewertet. Entstanden ist daraus eine umfangreiche Datenbank, deren Ergebnisse nun in das Geoinformationssystem der Stadt Hameln eingefügt wurden.

„Hamelns Dächer haben enormes Klimaschutz-Potenzial“, fasst Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann die Ergebnisse zusammen. Rund 38 Prozent aller Dachflächen in Hameln eignen sich für die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Mit einer möglichen Modulfläche von ca. 987.000 Quadratmetern bieten die Dächer der Eignungsklassen „gut“ und „sehr gut“ ein Potenzial für einen Stromertrag von insgesamt 120.000 Megawattstunden pro Jahr. Damit ließen sich jährlich 75.000 Tonnen CO2 einsparen.

Anders gesagt:

Würde das gesamte Potenzial aller geeigneten Dachflächen in Hameln genutzt, könnten rund 40 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Hameln emissionsfrei produziert und die CO2-Emissionen jedes einzelnen Bürgers um ca. 1,3 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

„Das Solarkataster macht es künftig noch einfacher, die Energie der Sonne in Hameln zu nutzen“, betont die Rathaus-Chefin. Und das sei auch politisch gewollt, denn aufgrund des Ausstiegs aus der Kernenergie sei es notwendiger denn je, auf Alternativen zu setzen. Susanne Lippmann verweist auch auf das Klimaschutzkonzept der Stadt, das als wichtigen Baustein die Erarbeitung eines Solarkatasters beinhaltet.

Quelle: Stadt Hameln

(Redaktion)


 


 

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