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Klimagipfel Kopenhagen

Entwicklungsländer wehren sich

Was kann man alles innerhalb von zwei Wochen machen? Entweder fliegt man in die Sonne, genießt den hierzulande liegenden Schnee – oder man macht, ironisch gesprochen, zwei Wochen All-Inklusive-Urlaub in Kopenhagen auf Uno-Kosten. Dies taten auch Vertreter aus 193 Ländern – eigentlich sollten Maßnahmen und Ziele zum Klimaschutz entwickelt werden. Aber sie hatten scheinbar besseres zu tun.

Nämlich diskutieren. Diskutieren bis zum Ende des Gipfels. Anstatt auf eine gemeinsame Lösung zu kommen, wurde lediglich ein Abschlusspapier vorgelegt, in dem festgehalten wurde, dass die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt und die Treibhausgase insgesamt reduziert werden sollen. Wie? Dafür reichten scheinbar die zwei Wochen in Kopenhagen nicht aus. 

Dieses Papier ist von 30 Vertretern lediglich „zur Kenntnis“ genommen worden, die übrigen Länder lehnten den Abschlussbericht komplett ab. Eine rechtliche Verbindlichkeit besteht demnach in keinerlei Hinsicht. 

Abgelehnt haben den Bericht auch viele Schwellen- und Entwicklungsländer, denn deren Wünsche nach konkreten Maßnahmen und Zielen, wie der CO2-Ausstoß reduziert werden kann, wurden nicht berücksichtigt. Warum soll man also ein so unbefriedigendes Ergebnis noch unterstützen? Mit diesem Schritt haben die Entwicklungsländer deutlich gemacht, dass sie sich nicht in allen Belangen von den Industrieländern etwas vorschreiben lassen.

Dann hoffen wir mal auf konkrete Ergebnisse beim nächsten Klimagipfel – oder beim nächsten Klima-Urlaub.

(Redaktion)


 


 

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