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  • 15.10.2012, 10:42 Uhr
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Landwirtschaft

Weniger Fläche - mehr Ernte

Die land­wirt­schaft­lich ge­nutzten Flächen in Deutschland sind rück­läufig. Trotzdem steigen die Erträge kontinuierlich an, das meldet das statistische Bundesamt anlässlich des Welternährungstages am 16.10.12.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland ist auch im Jahr 2012 weiter zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welternährungstag am 16. Oktober 2012 mitteilt, umfasst die landwirtschaftlich genutzte Fläche derzeit 16,7 Millionen Hektar. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 37 000 Hektar – mehr als die Fläche der Stadt Bremen. 1995 wurden noch rund 17,3 Millionen Hektar ermittelt – die Fläche ist seitdem also um knapp 700 000 Hektar (– 4 %) gesunken.

Den größten Anteil hat nach wie vor das Ackerland. Im Jahr 2012 beträgt die Ackerfläche rund 11,9 Millionen Hektar. Sie blieb im Zeitverlauf relativ konstant. Die Anbaufläche für Getreide entspricht mit gut 6,5 Millionen Hektar im Jahr 2012 ebenfalls weitgehend der Fläche des Jahres 1995. Die Getreideernte wird 2012 mit voraussichtlich rund 45 Millionen Tonnen gut ausfallen. Sie liegt damit um rund 5 Millionen Tonnen höher als im Vergleichsjahr 1995. Kartoffeln wurden 2012 auf einer Fläche von rund 238 000 Hektar angebaut. Dies entspricht einem Flächenrückgang von 77 000 Hektar gegenüber 1995. 

Was wird angebaut?

Dennoch ist die Erntemenge von 9,9 Millionen Tonnen im Jahr 1995 auf 10,6 Millionen Tonnen im Jahr 2012 angestiegen. Wichtige Gründe für die steigenden Erträge sind unter anderem Fortschritte in der Züchtung und optimierte Produktionsverfahren. Bei den Pflanzen zur Grünernte auf dem Ackerland, zu denen vor allem Silomais, Leguminosen und Feldgras zählen, ist seit 2003 eine kontinuierliche Ausweitung der Flächen zu beobachten. So umfasst die Fläche der Pflanzen zur Grünernte insgesamt mit gut 2,8 Millionen Hektar inzwischen rund 1 Million Hektar mehr als noch im Jahr 1995. Vor allem die Anbaufläche von Silomais ist dabei gestiegen, und zwar von knapp 1,3 Millionen Hektar (1995) auf über 2 Millionen Hektar im Jahr 2012. Grund hierfür ist unter anderem die steigende Nutzung als Energiepflanze für die Versorgung der Biogasanlagen.

 Die Grundfläche für den Anbau von Gemüse und Erdbeeren hat seit dem Jahr 1995 um fast ein Drittel zugenommen und erreicht im Jahr 2012 mit rund 132 000 Hektar einen ähnlich hohen Wert wie im Vorjahr.  

Quelle: Statistisches Bundesamt

(Redaktion)


 


 

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