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Handwerk

Handwerkskonjunktur im Frühjahr 2011: Aufbruchstimmung

Im hannoverschen Handwerk herrscht Aufbruchstimmung. Das stellte Hauptgeschäftsführer Jans-Paul Ernsting bei der Vorlage des aktuellen Konjunkturberichts fest. Nach einem insgesamt zufriedenstellenden Jahr 2010 ging es im ersten Quartal 2011 in den Handwerksbetrieben im Bezirk der Handwerkskammer Hannover konjunkturell nochmals deutlich bergauf.

Die aktuelle Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Hannover zeige eine beeindruckend gute Geschäftslagebeurteilung im Gesamthandwerk bei einer insgesamt positiven Auftrags- und Umsatzentwicklung, so Ernsting. Die Kapazitätsauslastung sei mehr als zufrieden stellend. Auch der Preisüberwälzungsgrad und die Investitionstätigkeit hätten sich verbessert. Positive Effekte habe es auch bei der Beschäftigungsentwicklung gegeben. In per saldo 6 Prozent der Betriebe ist nach Auskunft des Kammerhauptgeschäftsführers die Beschäftigtenzahl erhöht worden.

Bauhandwerk: Überdurchschnittlich zufrieden

Trotz des langen Winters ist das Bauhandwerk mit seiner wirtschaftlichen Entwicklung mehr als zufrieden. Der Geschäftsklimaindex* stieg trotz Eis und Schnee um 35,5 Punkte auf 71 Punkte: ein Indexniveau, das, seit die Handwerkskammer Hannover Konjunkturberichte erstellt, lediglich Anfang der 90iger, zu Zeiten der Wiedervereinigung Deutschlands, erreicht wurde.

Insbesondere das Konjunkturpaket II dürfte die Stimmung beflügelt haben. Das Bauhandwerk erhofft sich weiterhin Wachstumsimpulse durch die Förderung der energetischen Gebäudesanierung und die steuerliche Abzugsfähigkeit von Handwerkerleistungen im Bereich Renovierung, Erhaltung und Modernisierung. Auch die übrigen Konjunkturindikatoren in dieser Branche zeigen steil nach oben Die Erwartungen für das kommende Quartal sind durch und durch von Zuversicht geprägt. 

Die Geschäftslagebeurteilung im Ausbauhandwerk ist nicht ganz so euphorisch, liegt vor dem Hintergrund leichter Auftrags- und Umsatzzuwächse aber auch bei 59,5 Indexpunkten und damit um 4 Punkte über dem Wert des Vorjahresquartals.

Zuliefererhandwerk: Glänzende Konjunkturaussichten

Sehr gute Konjunkturaussichten kennzeichnen die wirtschaftliche Lage im Zulieferhandwerk. Mit einem Indexwert von 61,5 Punkten bei der Beurteilung der eigenen Geschäftslage ist das Stimmungsbarometer wieder auf den Wert von 2007, dem Vorkrisenjahr, gestiegen. Ursächlich für die gute Geschäftslagebeurteilung dürfte die hervorragende Betriebsauslastung sein. Die Auftrags- und Umsatzentwicklung verlief deutlich besser als im Gesamthandwerk. Die Zunahme der Beschäftigten liegt leicht über der Zunahme im Gesamthandwerk.
Der Erfolg des Handwerks für den gewerblichen Bedarf korreliert eng mit der Höhe der deutschen Exporte, insbesondere im Maschinen- und Fahrzeugbau. Angesichts der guten Entwicklung in dieser Branche blicken die handwerklichen Zulieferer optimistisch in die Zukunft

Kraftfahrzeughandwerk: Kaum Wolken am Konjunkturhimmel

Auch der Konjunkturhimmel des Kraftfahrzeughandwerks im Kammerbezirk ist nahezu wolkenlos. Mit einem Geschäftsklimaindex von 58,5 Punkten geht es in dieser Branche deutlich bergauf. Es wird endlich wieder an die 90er Jahre angeknüpft, als es nach der Wiedervereinigung im Kfz-Bereich so richtig boomte. Die Auftragseingänge und die Umsatzentwicklung blieben trotz des lausigen Winterwetters unverändert. Hinzu kommt eine ausgeprägte Investitionsfreude. Per saldo stockten 36 Prozent der Betriebe ihr Budget auf. Vor diesem Hintergrund schauen die Kfz-Werkstätten recht erwartungsfroh in die Zukunft.


 


 

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