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Plakatwerbung

Wie sie früher einmal war

Die Sammlung des Oldenburger Stadtbaurates Adolf Rauchheld zeigt Plakate um 1900. Anhand der ausgestellten Werke lässt sich die allgemeine Entwicklung des Plakates als Werbeträger zwischen 1880 und 1920 nachvollziehen.

Der Oldenburger Stadtbaurat Adolf Rauchheld (1868-1932) zählte zu den einflussreichsten und bemerkenswertesten Architekten des Oldenburger Großherzogtums bzw. Freistaates. Stilistisch vollzog er in den mehr als 35 Jahren seiner Berufstätigkeit den Wandel vom Historismus über den Jugendstil Darmstädter Prägung bis hin zum dekorativen architektonischen Expressionismus, wofür noch heute in der Oldenburger Innenstadt zahlreiche Bauten zeugen.

Rauchheld war ein außerordentlich begabter und vielseitiger Mensch, den nicht nur zeitgenössische Architektur faszinierte, sondern der mit seiner Hauptneigung auch so scheinbar anders gelagerte Interessen wie Heimat- und Denkmalpflege oder etwa eine umfangreiche Privatsammlung angewandter Druckgrafik aus der Zeit um 1900 zu verbinden wusste. Letzteres Konvolut schenkte er dem Landesmuseum Oldenburg 1924 - gerade erst drei Jahre nach der Gründung des Hauses - und legte damit den Grundstock für eine Sammlung, die heute mehrere tausend Blätter umfasst. Ein repräsentativer Querschnitt (ca. 50 Blätter) durch Rauchhelds Schenkung soll nun erstmals seit 20 Jahren wieder der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das moderne Plakat

Das moderne Plakat wie wir es heute kennen setzte den um 1800 von Aloys Senefelder (1771-1834) erfundenen Steindruck (Lithographie) voraus. Werbeplakate für Veranstaltungen und Produkte wurden zunächst noch schwarzweiß, später aber, nach Erfindung der Chromolithographie, vorzugsweise farbig gedruckt. Für die Plakatkunst der Jahrhundertwende war insbesondere der japanische Farbholzschnitt stilbildend. Ein besonderes Augenmerk wird in der Oldenburger Ausstellung dem farbigen Künstlerplakat gewidmet; Werke von Alphons Mucha, Peter Behrens, Franz von Stuck, Thomas Theodor Heine, Ludwig Hohlwein u. a., die zu den "Klassikern" des Genres zählen, gehören zu den unverzichtbaren "Highlights".

Die Ausstellung findet statt vom 31. Januar bis 7. März 2010 im Landesmuseum Oldenburg.

(Redaktion)


 


 

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