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NetzWerk psychische Gesundheit in Niedersachsen

Nach dem Prinzip "ambulant statt stationär" erhalten Betroffene in einer Krise rund um die Uhr Hilfe.

Viele Menschen leiden an Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. So können Arbeitslosigkeit, Partnerschaftsprobleme, Stress im Beruf oder der Tod eines Angehörigen dazu führen, dass Menschen in eine Krise geraten. Oftmals werden Patienten nur wegen ihrer körperlichen Beschwerden behandelt und die eigentlichen psychischen Ursachen übersehen. Arzneimittel stehen dann häufig allein im Vordergrund, so dass die Behandlung teilweise nicht ausreicht oder nicht gut koordiniert ist.

Die Techniker Krankenkasse die AGEMA GmbH (Ambulantes Gesundheitsmanagement GmbH) und die IVPNetworks GmbH gehen deshalb neue Wege. Sie bauen in Niedersachsen ein Netzwerk auf, bei dem psychisch kranke Menschen umfangreiche Hilfe erhalten.

Prinzip "ambulant statt stationär"

Nach dem Prinzip "ambulant statt stationär" erhalten Betroffene in einer akuten Krise eine kurzfristige Bleibe in speziellen Rückzugsräumen. Wohnortnah werden sie ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend medizinisch und sozialtherapeutisch versorgt. Durch kontinuierliche professionelle Nähe fühlen sie sich sicher. Gleichzeitig verlieren sie ihr soziales und häusliches Umfeld nicht aus den Augen. Sollte doch einmal ein stationärer Aufenthalt nötig sein, geht es darum, Betroffene im Anschluss mit entsprechender Hilfe und sozialtherapeutischen Angeboten zur Seite zu stehen. Dabei ist es wichtig, sie professionell in ihren persönlichen Lebenssituationen medizinisch zu unterstützen und zu stärken, um dadurch nachhaltige Erfolge zu erzielen.

"Das Interesse am Therapiekonzept ist groß", bestätigt Dr. Norbert Paas, IVP-Geschäftsführer. "90 Prozent derjenigen, die mit unseren Netzwerkpartnern ein Erstgespräch führen, schreiben sich danach auch ein. Etwa 50 Prozent von ihnen leiden an Depressionen, rund 30 Prozent an Schizophrenien oder schizoaffektiven Störungen". Bis jetzt haben sich in Niedersachsen fast 700 TK-Versicherte in das Behandlungskonzept eingeschrieben, monatlich kommen etwa 70 Personen hinzu.

Quelle: Techniker Krankenkasse Niedersachsen

(Redaktion)


 


 

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