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Qualifizierungsoffensive Niedersachsen

Viele Aktivitäten für bessere Bildungschancen

Vor einem Jahr hat die Landesregierung gemeinsam mit Kammern, Verbänden und der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit die Qualifizierungsoffensive gestartet, um die Bildungschancen in Niedersachsen zu verbessern und den dringend benötigten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Ein Rückblick.

„Die Partner der Qualifizierungsoffensive Niedersachsen haben dazu beigetragen, dass der Fachkräftemangel nicht zur Konjunkturbremse in Niedersachsen wird. Da die Konjunktur wieder anzieht, sollten die Betriebe und Beschäftigten ihre Chance zur Qualifizierung nutzen“, betont der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode. Die gemeinsamen Anstrengungen in der Qualifizierungsoffensive Niedersachsen hätten dazu im ersten Jahr wichtige Impulse gegeben, so Minister Jörg Bode weiter.

Ziel der Qualifizierungsoffensive ist es, Kinder und Jugendliche  stärker für einen gewerblich technischen Ausbildungsberuf oder ein MINT-Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern.

Zahlreiche Aktivitäten der Partner wie beispielsweise die 2009 mit großem Erfolg durchgeführte „Ideen-Expo“, die IHK-Internetplattform „Tecnopedia“ oder das Projekt „Physik für helle Köpfe“ sowie Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Unternehmen haben im letzten Jahr viele Kinder und Jugendliche erreicht.

Die Landesregierung hat die Berufsorientierung weiter ausgebaut. Die engere Verzahnung von Hauptschulen und berufsbildenden Schulen wie beispielsweise im erfolgreichen „Neustädter Modell“ wird ab dem Schuljahr 2010/11 landesweit eingeführt.

Entwicklung zur Wissensgesellschaft

Wir entwickeln uns immer stärker zu einer Wissensgesellschaft. Bedingt durch den demografischen Wandel scheiden allerdings auch zahlreiche Fachkräfte in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben aus. Deshalb soll in Niedersachsen die Zahl der Studierenden und vor allem der erfolgreichen Absolventinnen sowie Absolventen in den MINT-Fächern gesteigert werden. In den Jahren 2007 bis 2010 sind als Teil des Hochschulpaktes 2020 an den niedersächsischen Hochschulen insgesamt mehr als 11.200 zusätzliche Studienanfängerplätze geschaffen worden, eine große Zahl davon in den MINT-Fächern. Auch in der zweiten Phase des Hochschulpaktes in den Jahren 2011 bis 2015 wird dies ein Schwerpunkt sein. Deshalb werden in Niedersachsen rund 35.550 zusätzliche Studienanfängerplätze bereitgestellt, um mit Blick auf den doppelten Abiturjahrgang und die hohe Zahl von Bewerbern diesen gleichbleibende Chancen zur Aufnahme eines Studiums zu sichern.

Bei einer Tagung der Stiftung NiedersachsenMetall und des niedersächsischen Wissenschaftsministeriums zum Thema „Studienerfolg für MINT“ wurden bereits erfolgreiche Ansätze zur Senkung der Studienabbrecherquoten mit neuen Impulsen versehen. Die Universitäten Hannover, Oldenburg und Clausthal bieten spezielle Studienangebote für hochqualifizierte Zuwanderinnen und Zuwanderer an. Zudem ist Niedersachsen als eines der ersten Länder dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen beigetreten.

Modellkonzept "Offene Hochschule"

Mit der Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes hat das Land den rechtlichen Rahmen für das niedersächsische Konzept der „Offenen Hochschule“ geschaffen. Damit sind die bisherigen Möglichkeiten des Studiums ohne Abitur für beruflich Qualifizierte noch deutlich erweitert worden. 

Um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und Hochschulbildung zu verbessern, wurden in Lüneburg und Oldenburg zudem neue berufsbegleitende Studienangebote eingerichtet.

Um die berufliche Weiterbildung zu fördern, bieten die Förderprogramme der Bundesagentur für Arbeit und des Landes Unterstützung für Betriebe und Beschäftigte an. Die Qualifizierungsberatung für kleine und mittlere Unternehmen wurde ausgebaut. Die Partner haben 2009 eine erfolgreiche landesweite Woche der Weiterbildung durchgeführt, die in diesem Jahr vom 15.-24. September erneut stattfinden wird.

Mit der Veranstaltung „Moderne Unternehmenspolitik – Wege in die Zukunft“ wurden Ansätze aufgezeigt, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu fördern und die Arbeitswelt familienbewusster zu gestalten. Ein Preis für familienfreundliche Unternehmen wird ausgelobt. Das Land unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung einer familienbewussten Unternehmenskultur durch die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft sowie durch spezifische Projektförderung und bietet Unterstützung bei dem Erwerb des Zertifikats „audit berufundfamilie“ an.

Für berufliche Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen für arbeitslose Menschen sowie für die Förderung benachteiligter Jugendlicher haben die Arbeitsagenturen und ARGEn in Niedersachsen in den Jahren 2009 und 2010 über
615 Mio. € zur Verfügung gestellt. Das Land hat diese Angebote im Rahmen der Landesprogramme mit insgesamt rund 102 Mio. Euro.ergänzt.

Ein besonderer Fokus wurde auf die Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten gelegt. Dazu wurde als ein erster Schritt ein Orientierungsleitfaden zu Fragen der Anerkennung ausländischer Schul-, Berufs- und Hochschulabschlüsse in Niedersachsen herausgebracht. Außerdem wurden mehrere Veranstaltungen zur Arbeitsmarktpolitik für Migrantinnen und Migranten durchgeführt und Sonderschwerpunkte in den Förderprogrammen des Landes gesetzt.

Die Qualifizierungsoffensive wurde zunächst bis 2013 aufgelegt. Weitere Informationen unter www.qualifizierungsoffensive.niedersachsen.de

(Redaktion)


 


 

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