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Unternehmen müssen umdenken: Recruiting-Videos als Teil der Personalmarketing-Strategie

Das Recruiting von gut ausgebildeten Fachkräften und die damit einhergehende Suche von Stellenangeboten haben sich im Web 2.0 stark verschoben. Nutzten Bewerber früher den Stellenmarkt in Zeitungen, Stellenbörsen im Internet oder die Karriere-Webseiten der Unternehmen, bedienen sie sich heute vielfältiger Tools im Social Web: Bewertungsportal über den zukünftigen Arbeitgeber, Karriere-Portale von Unternehmen, soziale Netzwerke, Blogs und Microblogging-Dienste. Hinzu kommen multimediale Angebote wie Microsites und Videos.

Für die Stärkung der eigenen Marke im Internet sind derartige Angebote von großer Bedeutung. Da das Web 2.0 in Teilen unkontrollierbar ist – schließlich kann jeder Nutzer selbst zum Produzenten werden und Inhalte ins Netz stellen – müssen Unternehmen gegensteuern. Sie müssen ihre Marke positiv darstellen und Anreize für Bewerber bieten. Eine Möglichkeit, dies zu tun, sind Recruiting-Videos. 

Werden Recruiting-Videos im Netz genutzt? 

Studien und Umfragen, unter anderem vom Hightech-Verband BITKOM e.V., belegen, dass sich jeder zweite Internetnutzer Clips im Web anschaut. Dabei schauen sich Männer häufiger diese Videos an (58 Prozent) als Frauen. Ebenfalls ist das Alter entscheidend: Mehr als drei Viertel der unter 30-Jährigen nutzt die Clips, wohingegen nur jeder sechste über 65 Jahren Interesse daran zeigt (Daten aus Februar 2011). Fast jeder Teenager zwischen 14 und 19 Jahren und mehr als die Hälfte der 20- bis 29-Jährigen schaut sich mindestens einmal pro Woche Videos im Internet an (media perspektiven 7-8/2010).

Weitere Erhebungen (BITKOM e.V., Mai und Juni 2011) zeigen, dass die Internetnutzung auf Platz zwei der populärsten Aktivitäten von Jugendlichen liegt. Also genau die Zielgruppe, an die sich Ausbildungen oder duale Studiengänge richten. 

Diese Ergebnisse zeigen, dass es sinnvoll ist, Recruiting-Videos einzusetzen. Carsten Schüler, Geschäftsführer der BEST COMPANY VIDEO GmbH, einer Film- und Fernsehproduktion aus Hannover, weiß: „Recruiting-Videos sind emotional, zeitgemäß und zielgruppengerecht. Sie sind Image bildend und unterstreichen die Innovationsstärke von Unternehmen. Man muss mit den Trends gehen, die das Web 2.0 bietet, um qualifiziertes Personal zu erreichen.“

Recruiting-Videos: Was geht und was geht nicht?

Recruiting-Videos werden in erster Linie erstellt, um sie im Internet zu zeigen und zu verbreiten. Deswegen spricht man in diesem Fall von einem Podcast. Nicht nur auf der eigenen Homepage, sondern in Stellenbörsen, auf Videoportalen und in Social Networks finden sie ihren Einsatz. Wer den Schluss zieht, dass Podcast günstig produzierte Medieninhalte sind, liegt falsch. Qualität zählt auch im Netz – und Qualität kostet. Langfristig gesehen, kann man sicherlich sagen, dass sich Online-Videos mehr rechnen als eine Print-Anzeige. Doch was muss man bei der Produktion beachten, damit das Recruiting-Video wirkt und sich der Preis lohnt?


 


 

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2 Kommentare

von Gunnar Lübbe
28.06.11 16:31 Uhr
"Case Study" zu einem Recruitingvideo

Hallo Frau Golombek,

die HypoVereinsbank - Member of UniCredit hat Ende März ein Recruitingvideo eingesetzt, um eine Volontärin bzw. einen Volontär für die HR Kommunikation zu finden. Auf meinem Blog gibt es einen kleinen Überblick (und ein Interview) zu der Struktur der Aufrufe und den Schlussfolgerungen, die daraus gezogen wurden:

http://employerbrandingandrecruiting.wordpress.com/2011/06/27/volontarssuche-per-video-zeit-bilanz-zu-ziehen/

Der Blogeintrag verweist auch auf das ursprüngliche Interview aus dem März, welches das Projekt und die damit verbundenen Hoffnungen genauer beleuchtet.

Viele Grüße aus Turin,

Gunnar Lübbe

von Claudia Golombek
28.06.11 16:38 Uhr

Hallo Herr Lübbe,

vielen Dank für den interessanten Link. Die Zahlen auf Ihrem Blog sprechen ja für sich...

Sommerliche Grüße,
Claudia Golombek

 

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