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Personalmarketing

Unternehmen müssen umdenken: Recruiting-Videos als Teil der Personalmarketing-Strategie

1. Optimale Bild- und Tonqualität

Da die Recruiting-Videos neben dem Einsatz im Internet auch auf Messen, Veranstaltungen oder in Präsentationen gezeigt werden, muss die Bild- und produktionstechnische Qualität überzeugen. Eine wackelige Kameraführung, zahlreiche Nebengeräusche oder sinnlose Bildausschnitte repräsentieren nicht das positive Image, das Unternehmen im Netz verbreiten sollten. Derartige Produktionen führen schnell dazu, dass User abschalten. Oder schlimmer: Sie reden schlecht im Web über das Video und verbreiten ein negatives Image. Eine Kettenreaktion, die nur mit großer Mühe aufzuhalten ist. 

2. Wahre Aussagen und knackige Botschaften

Werbliches Geschwafel, PR-Botschaften aus Hochglanzbroschüren, übertriebene Lobpreisungen: Das möchte Niemand sehen und hören. Kurze, realistische Aussagen von Mitarbeitern und Einblicke in den Joballtag vermitteln ein authentisches Bild. Welcher Kleidungsstil wird im Unternehmen bevorzugt? Wie sieht es in den Büros aus? Welche Voraussetzungen muss ich für den Job mitbringen und welche Aufgaben warten auf mich? Informationen verknüpft mit positiven Emotionen machen ein Recruiting-Video zum perfekten Marketinginstrument für die Generation 2.0.

Sofern ein Storyboard geschrieben wird, sollten die Mitarbeiter, die durch das Recruiting-Video führen, die Texte nicht eins zu eins auswendig lernen. Es geht immer um die persönliche Note, um individuelle Sprachmuster. Ein „hm“ hier, eine Denkpause dort: Das ist authentischer als ein heruntergeleierter Sprechertext.

Zu beachten ist die Fülle an Informationen: Es können nicht alle Inhalte, die den Job beschreiben, in einem Recruiting-Video untergebracht werden. Personalabteilung und Marketing müssen Hand in Hand arbeiten, um final die drei bis fünf wichtigsten Botschaften herauszuarbeiten. Dabei steht immer die Frage im Raum: Was ist das Besondere an dem beschriebenen Job? 

Wer sich detaillierter über die ausgeschriebene Stelle informieren möchte, kann auf der Unternehmenswebseite recherchieren oder die Kontaktperson anrufen. Wichtig ist, dass das Video den potentiellen Bewerber motiviert, sich weitere Informationen zu beschaffen.

3. Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen

Wer die Recruiting-Videos nur auf seiner eigenen Unternehmenswebseite veröffentlicht, verschenkt zahlreiche Nutzer und potentielle Bewerber. Das Web 2.0 lebt von Aktion und Interaktion; hier wird diskutiert, empfohlen und bewertet. Doch dies können nur Unternehmen, die sich auf Kanälen wie YouTube, Facebook, Xing, Twitter o.Ä. präsentieren und positionieren. Unternehmen müssen sich jedoch bewusst sein, dass die Teilnahme im Social Web zeitaufwändig ist. Sofern Nutzer über die Videos diskutieren, sollten sich auch die Unternehmen nicht davor scheuen, die Reaktionen zu kommentieren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Recruiting-Video ein gutes Marketinginstrument ist, um junge und qualifizierte Fachkräfte anzusprechen. „Da das Internet für die Digital Natives ein fester Bestandteil ist, müssen Unternehmen endlich umdenken. Motivierte und gut ausgebildete junge Menschen findet man nicht mehr auf der Straße – sondern im Netz“, erklärt Carsten Schüler, Geschäftsführer von der BEST COMPANY VIDEO GmbH.

Beispiele und Informationen über Recruiting-Videos gibt es bei der BEST COMPANY VIDEO GmbH.

(Claudia Golombek)


 


 

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2 Kommentare

von Gunnar Lübbe
28.06.11 16:31 Uhr
"Case Study" zu einem Recruitingvideo

Hallo Frau Golombek,

die HypoVereinsbank - Member of UniCredit hat Ende März ein Recruitingvideo eingesetzt, um eine Volontärin bzw. einen Volontär für die HR Kommunikation zu finden. Auf meinem Blog gibt es einen kleinen Überblick (und ein Interview) zu der Struktur der Aufrufe und den Schlussfolgerungen, die daraus gezogen wurden:

http://employerbrandingandrecruiting.wordpress.com/2011/06/27/volontarssuche-per-video-zeit-bilanz-zu-ziehen/

Der Blogeintrag verweist auch auf das ursprüngliche Interview aus dem März, welches das Projekt und die damit verbundenen Hoffnungen genauer beleuchtet.

Viele Grüße aus Turin,

Gunnar Lübbe

von Claudia Golombek
28.06.11 16:38 Uhr

Hallo Herr Lübbe,

vielen Dank für den interessanten Link. Die Zahlen auf Ihrem Blog sprechen ja für sich...

Sommerliche Grüße,
Claudia Golombek

 

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