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  • 17.12.2012, 15:11 Uhr
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Retail City Guide

Hannover als Einzelhandelsstandort stark

Die Investitionen in der Innenstadt und die unverändert hohe Nachfrage haben die Mieten in guter Lage auf hohem Niveau stabilisiert. Bis zu bis zu 185 Euro/m² müssen in den drei besten Lagen gezahlt werden.

Die Publikation „Retail City Guide Hannover und Braunschweig 2012/13“ des Immobilienmakler- und -Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle beleuchtet die wichtigsten Einkaufsstraßen der beiden größten Städte Niedersachsens.

Für Hannover liefert der Report erstmals das Flächenangebot aller wesentlichen 1A-Lagen mit abgestuften Mietpreisangaben. Die Spitzenmiete in den drei besten Lagen, Georgstraße, Große Packhofstraße und Bahnhofstraße, erreicht derzeit bis zu 185 Euro/m². Hannover zählt damit nach Aussage der Autoren zu den zehn stärksten und teuersten Handelsstandorten in Deutschland. Das Einzugsgebiet reiche bis nach Nordrhein-Westfalen. 

Mit acht innerstädtischen 1A-Lagen biete Hannover insgesamt rund 230.000 m² Einzelhandelsfläche, die sich auf etwa 250 Ladenlokale verteile, so Jones Lang LaSalle. Nach einem starken Vermietungsjahr 2011 halte die gute Flächennachfrage auch in 2012 an.

Georgstraße hat das größte Angebot

Die Georgstraße bilde die 1A-Lage mit dem größten Angebot: Sie stehe mit insgesamt über 60.000 m² Verkaufsfläche und fast 80 Ladenlokalen für etwa ein Viertel des Hannoveraner Flächenangebots in 1a-Lagen. Rund 40 Prozent davon entfielen davon auf die Textilbranche. 

Die Große Packhofstraße biete den insgesamt knapp 30 Mietern auf einer Gesamtlänge von 170 Metern rund 32.000 m² Verkaufsfläche. Eine Stärke der Lage sei das exzellente Angebot an großflächigen Ladenlokalen ab 500 m². Die durchschnittliche Verkaufsfläche je Ladenlokal liege hier bei 1.175 m². Kennzeichen der Geschäftsstraße sei ein hundertprozentiger Filialisierungsgrad und der mit über 70 Prozent höchste Anteil international tätiger Einzelhändler in Hannovers 1a-Lagen. Beide Merkmale verschafften der Lage auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt eine Alleinstellung. 

Die Bahnhofstraße bilde als Verbindungsachse zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke das Entree zur Einkaufsstadt Hannover. Die Anbindung an den Nah- und Fernverkehr sorge mit nahezu 9.000 Passanten pro Stunde für die höchsten Besucherzahlen unter Hannovers 1a-Lagen. Ausschlaggebend hierfür sei auch das nahe gelegene Shopping Center „Ernst-August-Galerie“. Insgesamt biete die überwiegend konsumorientierte Lage knapp 50.000 m² Verkaufsfläche, die zur Hälfte auf den Ankermieter Galeria Kaufhof entfalle. Weitere 60 kleinere Ladenlokale mit einer Gesamtfläche von etwa 9.000 m² biete die unterirdisch verlaufende Niki-de-Saint-Phalle-Promenade. Die Luisenstraße ist die traditionsreiche Luxus-Lage Hannovers. Hier finden sich neben ortsansässigen Traditionshäusern seit vielen Jahrzehnten internationale Luxusanbieter. Insgesamt stehen den rund 15 Mietern etwa 9.000 m² Einzelhandelsfläche zur Verfügung. 

Die Wertentwicklung von Handelsimmobilien-Investments in Hannovers 1a-Lagen zwischen 2000 und 2010 sei mit einem Plus von 29 Prozent überdurchschnittlich positiv verlaufen. Das Investoreninteresse sei unverändert außerordentlich hoch, könne aber mangels Angebot nicht bedient werden. Die Nettoanfangsrenditen für erstklassige Geschäftshäuser würden gegenwärtig bei rund 4,75 Prozent gesehen. Die Kaufpreise für erstklassige Immobilien erreichten daher in Spitzenlagen das circa 21-fache der Jahresmiete. Hannover zähle damit auch als Handelsinvestmentstandort zu den führenden deutschen Städten.

Der komplette Retail City Guide Hannover - Braunschweig - 2012/2013

Quelle: IHK Hannover /Jones Lang LaSalle

(Redaktion)


 


 

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IHK Hannover
Jones Lang LaSalle

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