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Pressekonferenz

Zum Tod von Robert Enke

Am Mittag hat in der AWD-Arena in Hannover die Pressekonferenz zum Tod von Nationaltorwart und Hannover 96-Keeper Robert Enke stattgefunden. Der Torhüter litt unter Depressionen – diese Krankheit kostete ihm das Leben. Seine Frau Teresa Enke und sein behandelnder Arzt Valentin Markser nahmen dazu Stellung.


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Robert Enke war ein Star. Er war ein großer Sympathieträger und ein großes Vorbild für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Martin Kind, Präsident von Hannover 96, beschrieb Robert Enke als „zuverlässig, liebenswürdig, bescheiden“. Beide hatten sehr großes Vertrauen zueinander, doch Martin Kind merkte an: „Scheinbar war das Vertrauensverhältnis nicht so tief, dass er den Mut hatte, sich zu öffnen.“

Martin Kind wusste, wie die gesamte Öffentlichkeit, nichts von Robert Enkes Krankheit . Der Torhüter litt unter Depressionen und war bereits 2003 in Behandlung bei Valentin Markser. Nachdem sich der Zustand von Robert Enke im Frühjahr 2004 stabilisierte, konnte er wieder spielen – und wieder leben.

Anfang Oktober diesen Jahres fiel Enke in ein erneutes Stimmungstief. Mit dem Training und dem Kontakt zu seinen Mannschaftskollegen bekam er jedoch zum einen Bestätigung, dass es ihm wieder besser gehe und zum anderen erlangte er Ablenkung von seiner Krankheit. Aus diesen Gründen lehnte er eine stationäre sowie eine weitere ambulante Behandlung „trotz intensiver Bemühungen“ ab – selbst am Tag seines Selbstmordes.

Robert Enke hatte seine Krankheit geheim halten wollen, um sein Privatleben zu schützen und seine sportliche Karriere nicht aufs Spiel zu setzen. „Ein Aussprechen wäre für Robert Enke keine Entlastung gewesen“, bekräftigte Valentin Markser. Für seine Täuschung, seiner Familie und seinem Team gegenüber, nichts von seinen Gedanken zum Selbstmord preiszugeben, entschuldigte sich Robert Enke in einem Abschiedsbrief. Robert Enke schrieb, dass ein Selbstmord sonst nicht möglich gewesen wäre, erklärte sein behandelnder Arzt Valentin Markser.

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Robert Enkes Frau, Teresa, sprach unter Tränen über die Krankheit ihres verstorbenen Mannes. „Wir dachten, wir schaffen alles. Wir dachten auch, mit Liebe geht das. Man schafft es aber doch nicht.“, sagte sie während der Pressekonferenz. Auch habe sie Enke oft angeboten, Hilfe von außen anzunehmen, doch Robert Enke lehnte es ab.

Noch immer bohren die Fragen: Warum? Welche Ängste hatte er? Was hat man selbst falsch gemacht? Eine Antwort darauf gibt es nicht…

(Redaktion)


 


 

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