Weitere Artikel
  • 04.09.2012, 15:45 Uhr
  • |
  • Niedersachsen-Ost/Lehrte
  • |
  • 0 Kommentare
Rotstift

Merck kürzt 1100 Jobs - Chemische Fabrik Lehrte soll geschlossen werden

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck streicht in Deutschland jede zehnte Stelle.

Im Zuge des weltweiten Sparprogramms werden in Deutschland bis Ende 2015 1100 von fast 11.000 Arbeitsplätzen gekürzt. Die Arbeitsplätze sollen, laut Konzern, sozialverträglich abgebaut werden -  hauptsächlich über Freiwilligen- und Altersteilzeitprogramme in allen Sparten und Funktionen.

Die Produktion von Industriesalzen in Lehrte sowie die Abfüllaktivitäten in Hohenbrunn sollen aufgegeben werden. An den beiden Standorten arbeiten insgesamt rund 140 Mitarbeiter. Betriebsrat und Unternehmen werden in den kommenden Monaten unterschiedliche Szenarien für die beiden Standorte prüfen. Einen weiteren Beitrag zur Kostensenkung wird die Reduktion der Personalkosten durch eine Neugestaltung von Vergütungsstrukturen liefern.

"Für den Betriebsrat ist besonders wichtig, dass in Darmstadt und Gernsheim bis Ende 2017 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet wird", erklärte Betriebsratschef Heiner Wilhelm. Auch seien Auslagerungen und Outsourcing weitgehend verhindert worden. Vereinzelt prüft Merck aber auch Standortschließungen und Betriebsübergänge. Der Sparkurs in Deutschland umfasst mehr als 100 Einzelmaßnahmen quer durch alle Bereiche. So will Merck die Logistik umbauen, Auslagerungen soll es nach einer Prüfung aber nicht geben. Ausnahmen seien Aktivitäten, die bereits von fremden Dienstleistern erledigt würden. Dazu gehörten Routinearbeiten in der Produktion. Betroffen seien davon rund 100 Stellen.

Quelle: Merck Deutschland

(Redaktion)


 


 

Deutschland
Arbeitsplatz
Kündigungen
Merck
Betriebsrat
Sparten
Auslagerungen

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Deutschland" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: