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Hypothekenzinsen

Effektivzinsen der Sparkassen sorgen für Verwirrung

Aufgrund einer Neuregelung der EU-Richtlinien lassen sich die Konditionen der Sparkassen kaum noch mit denen anderer Banken vergleichen. Die Immobilienkredite sehen dadurch derzeit günstiger aus als sie sind.

In der Vergangenheit war der Effektivzins ein guter Maßstab, um Konditionen von Immobilienkrediten zu vergleichen. Doch seit einer Änderung der Preisangabenverordnung zur europaweiten Vereinheitlichung ist es mit dieser Vergleichbarkeit in Deutschland vorbei. Wurde der Effektivzins bisher nur für die Zeit der Zinsbindung berechnet, soll er jetzt für die gesamte Darlehenslaufzeit bestimmt werden. Bei den Sparkassen laufen Kredite nach Ablauf der Zinsbindung in vielen Fällen jedoch mit variablen Zinsen weiter. Wie hoch diese Zinsen in Zukunft sein werden, kann nicht vorhergesagt werden. Um dennoch den Effektivzins für die Gesamtlaufzeit zu bestimmen, sollen die Sparkassen nach der Neuregelung ihren aktuellen variablen Zinssatz zugrunde legen. Da dieser derzeit sehr niedrig ist, wird der ausgewiesene Effektivzins künstlich reduziert. Der Effektivzins erscheint dadurch niedriger als früher und Kreditnehmer könnten sich von den scheinbaren Angeboten täuschen lassen. Die Stiftung Warentest rät Kreditnehmern sich von der Bank den Effektivzins nennen zu lassen, der sich nur für die Zeit der Zinsbindung ergibt. Nur auf diese Weise können Effektivzinsen derzeit verglichen werden.

Ausführlichere Informationen über den Finanztest Hypothekenzinsen gibt es in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest online über www.test.de.

Stiftung Warentest

(Redaktion)


 


 

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