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BVMW: „Die Verkehrspolitik geht an den Bedürfnissen der Wirtschaft vorbei“

Zu dieser Feststellung gelangt Karl-Wilhelm Veigt, Leiter des Bundesverbands mittelständischen Wirtschaft (BVMW) in der Wirtschaftsregion Hannover, bei der Betrachtung des Zustands niedersächsischer Verkehrswege.

„Immer mehr Unternehmer werden bei der Entwicklung ihrer Betriebe von maroden Straßen, baufälligen Knotenpunkte an den Wasserstraßen oder schlechten Schienenverbindungen behindert“, erklärt Veigt.

„Werden überfällige Sanierungen und Ausbauten jetzt nicht realisiert, wird die ohnehin schon angegriffene Substanz unserer Infrastruktur aufgebraucht sein.“

Das Problem der mangelhaften Infrastruktur sieht der BVMW-Leiter der Wirtschaftsregion Hannover zwar bundesweit, Niedersachsen sei wegen seiner Position als Transitland der zahlreichen exportorientierten Unternehmen und der boomenden Logistikbranche aber besonders von den Defiziten der Verkehrsplanung betroffen. Zu den wichtigsten Gründen für die Mankos beim Erhalt und Ausbau der Verkehrswege zählt Veigt die viel zu gering bemessenen Finanzmittel und entschieden zu langen Planungsverfahren. „Obwohl der Staat durch den Straßenverkehr über 50 Milliarden Euro Einnahmen verbuchen kann, investiert er nur etwa 10 Milliarden in den Straßenbau,“ so Veigt. „Welchen Hemmschuh darüber hinaus derzeitige Planungsverfahren für die Infrastruktur darstellen können, zeigt sich überdeutlich am Beispiel der Küstenautobahn A20. Die ersten Gesprächen über dieses Projekt fanden bereits vor mehr als 40 Jahren statt, seine Fertigstellung ist derzeit noch immer nicht absehbar.“

Werden diese Fehlentwicklungen nicht korrigiert, fürchten Mittelständler schon bald wegen mangelhafter Verkehrswege erste Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen. „Als Stimme des Mittelstands fordert der BVMW deshalb die Landes- und Bundespolitik dringend auf, sich einer bedarfsorientierten Verkehrspolitik intensiv zu widmen,“ appelliert Karl-Wilhelm Veigt. „Finanzmittel müssen dabei deutlich erhöht und erheblich Planungsverfahren beschleunigt werden. Nur so lässt sich das gemeinsamen Ziel von Politik und Unternehmern – eine gesunde Wirtschaftsentwicklung – auch in Zukunft verwirklichen.“

Quelle: BVMW Niedersachsen

(Redaktion)


 


 

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