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Statement BVMW

Europawahl: „Niedersachsens Mittelstand setzt auf Europa“

Dies gibt Karl-Wilhelm Veigt, Leiter der Wirtschaftsregion Hannover des Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und Landesbeauftragter für Politik in Niedersachsen, den frisch gewählten Abgeordneten des Europäischen Parlaments mit auf den Weg in die neue Legislaturperiode.

„Denn niedersächsische Unternehmen profitieren bereits heute nicht nur von den offenen Grenzen und der gemeinsamen Währung in Europa. Durch zahlreiche EU-Förderungen sind die Vorzüge auch vor Ort konkret spürbar.“

Niedersachsen erhielt in der aktuellen Programmperiode 2007-2013 rund 2,7 Mrd. Euro an EU-Fördermitteln. Die niedersächsischen EU-Strukturfondsprogramme sind unter anderem auf die Schaffung von Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sowie auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Für die Zukunft erhofft sich der Mittelstand allerdings von der Europäischen Union mehr als nur Geld und freie Märkte: „Als Unternehmer im Energieland Niedersachsen erwarten wir von der EU eine gemeinsame Strategie zum Ausbau und zur Förderung erneuerbarer Energien“, erklärt Veigt. „Im globalen Wettbewerb werden die Energiekosten zu einem bedeutenden Standortfaktor. Nur eine Integration des Marktes und der Netze sowie eine besseren Abstimmung über die Energieversorgung macht uns gegen Staaten wie die USA, wo deutlich niedrigere Stromkosten zu zahlen sind, konkurrenzfähig. Darum braucht Europa eine gemeinsame Energiepolitik. Europaweite Stromautobahnen sind jedoch unrealistisch. Die Energieproduktion muss so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig gestaltet werden. Als Stimme des Mittelstands fordern wir daher die Förderung dezentraler Erzeugung erneuerbarer Energien zu steigern. Um die Fluktuationen im Netz auszugleichen ist zudem die Erforschung von Energiespeichern unbedingt notwendig. Und nicht zuletzt muss der Ausbau des europäischen Binnenmarkts für Strom und Gas, der sich bisher eher schwer gestaltet, für eine effizientere Energieversorgung zügig voran getrieben werden.“

Die neuen EU-Abgeordneten müssen sich also großen Aufgaben widmen. „Wie die Vergangenheit zeigt, lassen sich Probleme einzelner Staaten in der Union deutlich besser bewältigen“, meint Karl-Wilhelm Veigt. „Wir sind daher zuversichtlich, dass dies auch auf dem Energiesektor bald zu neuen fruchtbaren Allianzen führen wird.“

Quelle: Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW)

(Redaktion)


 


 

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