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Strom und Gas

Wenig Wettbewerb in Niedersachsen

Die Landeskartellbehörde hat für das Jahr 2008 die Strom- und Gaspreise sowie den Stand des Wettbewerbs auf den niedersächsischen Energieversorgungsmärkten untersucht. Niedersachsen Wirtschaftsminister Jörg Bode: Wettbewerb kommt nur langsam in Gang.

"Damit der Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten weiter voran geht und die Preise sinken, appelliere ich an die Verbraucher, öfter von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, den Anbieter zu wechseln."
Wirtschaftsminister Jörg Bode erklärte weiter, welche Einsparpotentiale allein bei einem Anbieterwechsel drin sind: "Stromverbraucher müssen, je nach Wohnort in Niedersachsen, etwa für eine typische Jahresverbrauchsmenge eines 4-Personen-Haushalts (4.500 kWh/Jahr) bis zu 162,85 EUR mehr im Jahr zahlen - Gasverbraucher für ein Einfamilienhaus mit einer Jahresverbrauchsmenge von 35.000 kWh/Jahr sogar bis zu 483,97 EUR. Mit einem Anbieterwechsel kann hier echtes Geld gespart werden."

Die für das Jahr 2008 festgestellten erheblichen Preisunterschiede der lokalen Energieversorger lassen bei der Landeskartellbehörde Zweifel am Zustandekommen des Wettbewerbs auf dem niedersächsischen Strom- und Gasmarkt aufkommen. Bode kündigte in diesem Zusammenhang an, dass die Landeskartellbehörde Ermittlungen gegen die Unternehmen mit den höchsten Preisen einleiten wird: "Die Preisschere in Niedersachsen ist teilweise sehr groß. Da wird die Landeskartellbehörde noch einmal genauer hinschauen und überprüfen, wie diese Preise zustande kommen."

In den untersuchten Netzgebieten konnten die Kunden im Schnitt zwischen 35 verschiedenen Stromversorgern und 4 verschiedenen Gasversorgern wählen. Sowohl auf dem Strom- als auch auf dem Gasmarkt bestätigt die Anzahl der Wechselvorgänge das grundsätzliche Funktionieren des Lieferantenwechsels.

Die lokalen Stromversorger verfügen nach wie vor unangefochten mit über 90 % über die größten Marktanteile. Bei den Stromliefermengen für 2008 weisen die Wettbewerber nur einen Anteil von 7,5 % des Gesamtliefervolumens auf. Dies bedeutet gegenüber 2007 dennoch eine Steigerung um 2,94 Prozentpunkte. Noch drastischer sieht es auf dem Gasmarkt aus: Dort liegt der Anteil der Wettbewerber zu den regionalen Anbietern in 2008 bei lediglich ca. 2 %.

(Redaktion)


 


 

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