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Dekadenwechsel

Statement von Ulrike Fieback (Pressesprecherin), Techniker Krankenkasse

Was erwarten Sie in der anstehenden Dekade?

Die neue Bundesregierung sollte sich nicht zu viel Zeit mit ihren gesundheitspolitischen Entscheidungen lassen. Alle Fakten sind bekannt. Wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzproblem.

Wie auch vom neuen Bundesgesundheitsminister gefordert, ist mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen wünschenswert und notwendig.
Die Leistungsfähigkeit einer Kasse, die Produktivität und Sparsamkeit ihrer Verwaltung, sollte sich auch im Preis widerspiegeln. Für unsere hohe Produktivität, die wir uns über Jahre erarbeitet haben, werden wir jedoch nicht belohnt, da in der aktuellen Ausgleichssystematik des Fonds die Verwaltungskosten eingeschlossen sind. Das Bemühen der einzelnen Krankenkassen um mehr Wirtschaftlichkeit darf auch künftig nicht nachlassen. Hier werden über den Fonds die Anreize falsch gesetzt. Wie eingangs des Jahres 2009 erkennbar wurde, setzt auch ein morbiditätsorientiertes Vergütungssystem falsche Anreize. Hier sei an die Diskussionen zum Themenkomplex Up-/ Rightcoding erinnert.

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung wird auch im kommenden Jahrzehnt von Konzepten vernetzter Versorgungsformen getrieben sein. Es werden jene Kassen die Nase vorn haben, denen es gelingt, ihre Versicherten fachlich qualifiziert zu beraten und durch das Gesundheitssystem zu lotsen.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise war bestimmendes Thema in den vergangenen Monaten. Welche Auswirkungen hatte die Krise auf Ihre Branche? Wie schätzen Sie die Lage für die kommenden Monate innerhalb ihrer Branche ein?

Steigen, bedingt durch die Finanzkrise, die Arbeitslosenzahlen, sinken die Beitragseinnahmen. Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, diese Einnahmeausfälle mit einem höheren Bundeszuschuss in den Gesundheitsfonds auszugleichen. Zurzeit ist keine gesicherte Prognose möglich, wie sich die Krise auf einzelne Krankenkassen auswirken wird. In einigen Monaten werden wir diesbezüglich klüger sein.

Vielen Dank, Frau Fieback.

(Redaktion)


 


 

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