14.06.2010  15:45 Uhr

Geldanlage
Die 10 merkwürdigsten Börsengesetze

Niedersachsen-Ost. Die Welt der Aktien und Anleihen ist voller Ungereimtheiten. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich die vermeintlichen Kuriositäten jedoch als klare Gesetzmäßigkeiten, die jeder Anleger kennen sollte.

Merkwürdige Börsengesetze

Bei Garantiezertifikaten gibt es nicht das volle Geld zurück. Trotz guter Unternehmensnachrichten brechen Kurse ein. Und umgekehrt freuen sich Anhänger festverzinslicher Wertpapiere selten über Renditesteigerungen.

Für den Laien sind das Widersprüche. Trotzdem folgen Aktienkurse ganz bestimmten Regeln. Alles über die zehn wichtigsten Börsenzusammenhänge, die einem kaum ein Bankberater erklärt.

Von ZEHN.DE-Autor Florian Flicke

1. Anleihen mit festem Zins schwanken

Von Leitzins und Schuldnern abhängig

Festverzinsliche Wertpapiere gelten als sichere Alternative zur Aktie. Weit gefehlt. Auch Anleihen von Staaten und besonders von Unternehmen vollziehen in ihrer Wertentwicklung mitunter Zickzackkurven, die Anleger um den Schlaf bringen. Richtig ist: Festverzinsliche Wertpapiere bieten die Aussicht auf einen festen jährlichen Ertrag.

Und wer die Papiere bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit - in drei, fünf, zehn oder gar 30 Jahren - hält, muss sich um die zwischenzeitlichen Auf und Abs keine Sorgen machen. Er bekommt sein einst eingezahltes Kapital zurück. Kleine Einschränkung in Zeiten der Griechenlandkrise: Sofern der Schuldner dazu in der Lage ist. Wer Anleihen dagegen nicht bis zur sogenannten Endfälligkeit hält und vorher verkauft, der muss sich dagegen um die Ausschläge beim Anleihenkurs sehr wohl Gedanken machen.

Liegt der Kurs beim Verkauf oberhalb des Ausgabepreises von 100, hat der Anleger ein gutes Geschäft gemacht. Anders sieht es aus, wenn der Kurs unterhalb von 100 notiert. Mehrere Einflussfaktoren wirken auf den Kurs der Anleihe: Am wichtigsten neben dem Emittentenrisiko - also der Wahrscheinlichkeit, dass das Land oder das Unternehmen zur Zahlung der Zinsen oder der späteren Rückzahlung der Anleihe nicht in der Lage ist - ist das Zinsrisiko. Wenn allgemein, etwa aufgrund von Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, die Zinsen steigen, werden früher herausgegebene Anleihen mit geringeren Zinsen automatisch uninteressanter. Ihr Kurs sinkt.

Platz 6 bis 10 nur auf ZEHN.DE


 
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Bild Nr. 1 © Rainer Sturmpixelio.de



 


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