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  • 03.04.2020, 10:01 Uhr
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  • Deutschland
News-Ticker

Corona Virus: Updates und News zur Coronakrise

Überblick zur aktuellen Corona Situation in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

  1. Corona-Pandemie: Viele Bürger schränken Sozialkontakte nicht ein
  2. COVID-19-Pandemie: Daimler AG beschließt weitere Maßnahmen
  3. Volkswagen Nutzfahrzeuge setzt Produktion in Deutschland und Polen ab Donnerstag aus
  4. Südtirol, Desinfektionsmittel, Quarantäne: Danach suchen die Deutschen während der Corona-Krise
  5. IHK Köln fordert sofortige Geldzuschüsse wie in Bayern
  6. Der Digital Workplace als Rezept für produktives Home-Office
  7. Coronakrise: Sofortige Liquiditätshilfen für Selbständige und KMU – mittelfristig Mega-Investitionen in grüne Märkte
  8. SumUp unterstützt kleine Händler in Coronakrise mit kostenloser Distanzzahlung
  9. Corona-Pandemie: Viele Bürger schränken Sozialkontakte nicht ein
  10. Wie und mit welchen Produkten sollte man Oberflächen reinigen?
  11. Corona-Virus: Kunden setzten als Schutz vor Ansteckung verstärkt auf Lebensmittellieferungen
  12. Corona-Krise - Startup-Verband legt Schutzschirm für deutsche Startups vor
  13. Corona-Schutzschirm für Beschäftigte im Kölner Gastgewerbe gefordert
  14. Nur 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler können digitalen Unterricht nutzen!
  15. Corona-Pandemie gefährdet Existenz vieler Unternehmen
  16. Corona-Krise: Sondergenehmigung für Techniker zur Sicherstellung des Betriebs der Telekommunikationsnetze vorsehen
  17. Risiko von Cyberangriffen im Homeoffice reduzieren
  18. Online-Einkaufsfinanzierung für das Gesundheitswesen: So können Arztpraxen, Labore und Klinken jetzt Material kaufen und später zahlen!

Corona-Pandemie: Viele Bürger schränken Sozialkontakte nicht ein

Trotz einhelliger Appelle aus Politik und Wissenschaft sind viele Menschen in Deutschland nicht dazu bereit, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Nur jeder Zweite vermeidet es, unnötig auf die Straße zu gehen (54 Prozent). 46 Prozent meiden öffentliche Verkehrsmittel. Lediglich vier von zehn (40 Prozent) treffen sich seltener mit Freunden oder Verwandten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach haben auch nur 56 Prozent ihr Freizeitverhalten eingeschränkt und meiden etwa Restaurants, Kinos, Theater oder Sportveranstaltungen, die bei Beendigung der Umfrage am 15. März größtenteils noch geöffnet waren. Jeder vierte Bundesbürger (25 Prozent) spricht mit Blick auf das Coronavirus sogar von einer Panik, die völlig übertrieben sei. „In vielen Städten sind Cafés und Parks gut gefüllt. Es ist weiterhin vielen völlig gleichgültig, dass sie mit ihrem eigenen spaßbetonten Verhalten Schwächere gefährden. Auch sind längst nicht alle Büroarbeitsplätze auf Homeoffice umgestellt. Dabei stehen wir im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Unternehmen, öffentliche Hand und jeder einzelne Bürger sind gefordert, sofort Konsequenzen zu ziehen. Das Gebot der Stunde heißt: Erstens Verzicht und zweitens möglichst viel in den digitalen Raum verlegen. Man kann nur hoffen, dass die Appelle der Kanzlerin von den Menschen gehört werden und auch bei den schwer Belehrbaren ein Bewusstseinswandel eintritt.“

Einkäufe auf Vorrat, mehr Hygiene

Auf individueller Ebene haben die meisten sehr wohl Vorkehrungen gegen eine mögliche Coronavirus-Infektion getroffen. 62 Prozent haben sich einen Vorrat an Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs angelegt. Nahezu jeder (95 Prozent) wäscht sich häufiger beziehungsweise gründlicher die Hände. 44 Prozent reinigen häufiger beziehungsweise gründlicher Geräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop. Jeder Vierte (26 Prozent) macht seine Wohnung gründlicher beziehungsweise häufiger sauber. Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Zwischen dem 11. und 15. März 2020 wurden dabei 1.002 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Inwieweit stimmen Sie den nachfolgenden Aussagen zum Coronavirus zu bzw. nicht zu?“ und „Mit welchen der folgenden Maßnahmen haben Sie persönlich auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert?“

Quelle: Bitkom e.V.

Lesen Sie auch: Coronavirus: Die Welt testet am Markt befindliche Präparate

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COVID-19-Pandemie: Daimler AG beschließt weitere Maßnahmen

Aufgrund der sich zuspitzenden COVID-19-Pandemie hat Daimler heute entschieden, den Großteil seiner Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen zu unterbrechen. Der Konzern orientiert sich dabei an den Empfehlungen der internationalen, nationalen und lokalen Behörden. Die Unterbrechung betrifft europäische Pkw-, Transporter- und Nutzfahrzeug-Werke des Unternehmens und beginnt in dieser Woche. Damit verbunden ist die Überprüfung der globalen Lieferketten, die derzeit nicht in vollem Umfang aufrechterhalten werden können. Eine Verlängerung dieser Maßnahmen hängt von der weiteren Entwicklung ab. Überall dort, wo der Betrieb aufrechterhalten werden muss, wird das Unternehmen entsprechende Vorkehrungen zum Infektionsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen.

Mit diesen Maßnahmen leistet das Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen, Infektionsketten zu unterbrechen und die Ausbreitung dieser Pandemie einzudämmen. Gleichzeitig trägt diese Entscheidung dazu bei, Daimler auf eine Phase vorübergehend niedrigerer Nachfrage vorzubereiten und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern.

Mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung von COVID-19 lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Daimler derzeit weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern.

Das Daimler-Management beobachtet die Lage stetig und wird, wenn notwendig, weitere Maßnahmen einleiten. Sollte sich die Lage entspannen, wird der Betrieb wieder vollständig aufgenommen.

Quelle: Daimler AG

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Volkswagen Nutzfahrzeuge setzt Produktion in Deutschland und Polen ab Donnerstag aus

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) reagiert auf die Corona-Pandemie und wird die Fahrzeugproduktion aussetzen. Die Regelung gilt ab Donnerstag (19. März 2020) für voraussichtlich zehn Werktage. Betroffen sind die Produktionsstandorte in Hannover (T6.1, Amarok und eCrafter), Poznań (Polen; Caddy und T6.1) sowie Września (Polen; Crafter). Gründe für das Anhalten der Produktion sind das unsichere Absatzumfeld für leichte Nutzfahrzeuge, die volatilen Lieferketten der Zulieferer sowie der Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten.

Thomas Sedran, Vorstandsvorsitzender der Marke VWN, sagt: „Natürlich hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf unser gesamtes Geschäft: auf Lieferketten, auf unsere Produktion, auf den Absatz, auf unsere Vertriebs- und Service-Partner. Aus diesem Grund haben wir bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in enger Abstimmung mit unseren Betriebsräten und im Konzern-Verbund entschieden, die Produktion an allen drei Standorten herunterzufahren. Diese Entscheidung ist die einzig Richtige, auch um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinem unnötigen gesundheitlichen Risiko auszusetzen.“

Bertina Murkovic, Vorsitzende des Betriebsrats VWN: „„Der Betriebsrat steht hinter der Entscheidung des Managements, die Produktion in Hannover herunterfahren. Für uns Betriebsräte hat die Gesundheit und die Absicherung der Beschäftigten und ihrer Familien absolute Priorität. Alle Maßnahmen dienen dem Zweck, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Um das zu erreichen hält die Belegschaft bei Volkswagen fest zusammen.“

Bisher getroffene Maßnahmen zum Schutz der Belegschaft bleiben bis auf Weiteres gültig, immer mit dem Ziel persönliche Kontakte möglichst zu verhindern und damit die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Dazu gehören u.a.:

  • flexiblere Handhabung von mobiler Arbeit
  • besonderer Schutz von Mitarbeitern*innen, die zu den Risikogruppen von Covid-19 gehören
  • Besprechungen werden per Skype oder Telefon durchgeführt
  • Betriebsrestaurants und Selbstbedienung-Shops sind seit heute geschlossen, es wird kein Catering mehr angeboten
  • Beschäftigte, die seit dem 14. März aus dem Ausland zurückkehren, wird ab sofort für die Dauer der Inkubationszeit von 14

Wochentagen untersagt, das Betriebsgelände sowie weitere Liegenschaften der Volkswagen AG zu betreten Von der Maßnahme sind rund 24.000 Mitarbeiter*innen in Deutschland und Polen betroffen.

Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge

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Südtirol, Desinfektionsmittel, Quarantäne: Danach suchen die Deutschen während der Corona-Krise

Die deutschen Internetnutzer suchten im Januar 2020 vermehrt nach Begriffen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Das geht aus einer Analyse der Online-Visibility-Management-Plattform SEMrush hervor. Demnach interessierten sich die deutschen Onliner in jenem Monat 201.000 Mal für das Schlagwort „Südtirol“, was deutlich über dem Monatsdurchschnitt der letzten zwei Jahre (82.500) liegt.

Mindestens genauso hoch im Kurs wie Südtirol standen im Januar 2020 die Begriffe „Quarantäne“ mit 60.500 Anfragen (Monatsdurchschnitt über zwei Jahre: 22.604) und „Desinfektionsmittel“ (40.500; Durchschnitt: 20.638) sowie „Atemschutzmaske“ (90.500; Durchschnitt: 11.383) und „Tröpfcheninfektion“ (14.800; Durchschnitt: 2.925).

Ebenfalls zugenommen, wenn auch nicht in dieser Größenordnung, hat die Onlinerecherche nach lange haltbaren Lebensmitteln (1.300 Suchen im Januar 2020), Notfallchecklisten (140) und Hygienemaßnahmen (880). Die Suchanfragen nach Reisestornierungen, Hamsterkäufen und Selbstständigkeit sind zwar angestiegen, waren zu bestimmten Zeitpunkten in den vergangenen zwei Jahren aber mindestens genauso gefragt.

„Es ist interessant zu beobachten, dass sich die Deutschen Onliner schon im Januar, also weit bevor die Situation bei ihnen akut wurde, offensichtlich für das Coronavirus interessierten. Dabei standen vor allem Schutzmaßnahmen wie Atemschutzmasken, Quarantäne oder Desinfektionsmittel, aber im Fall von Südtirol auch Risikogebiete im Fokus“, erklärt Olga Andrienko, Head of Global Marketing bei SEMrush. „Wir werden die Lage weiter beobachten und sind gespannt auf die Analysen von Februar und März.“

Methodik SEMrush analysierte im Zweijahreszeitraum von Februar 2018 bis Januar 2020, wie häufig die Bundesbürger nach bestimmten Hygiene-, Gesundheits- und anderen Begriffen rund um die Corona-Krise bei Google suchten.

Quelle. SEMrush

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IHK Köln fordert sofortige Geldzuschüsse wie in Bayern

"Bayern macht es vor: Unternehmen, die vor Liquiditätsengpässen wegen der Corona-Krise stehen, bekommen innerhalb weniger Tage unbürokratisch Soforthilfen zwischen 5.000 und 30.000 Euro, je nach Betriebsgrößen. Das brauchen wir im größten und am stärksten betroffenen Bundesland dringend auch!" sagt Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der IHK Köln. "In Köln sind neben Gastronomie jetzt auch der Einzelhandel betroffen, von Branchen wie Events und Tourismus ganz zu schweigen. Jetzt gilt es, durch direkte Hilfen die nächsten Wochen zu überbrücken", so Grünewald.

Neben anderen Maßnahmen, wie weitere Steuererleichterungen oder Lohnkostenzuschüssen, würde eine Soforthilfe kleine Unternehmen bis 250 Mitarbeitern vor der Insolvenz schützen. "Es geht jetzt erst einmal darum, Pleiten zu verhindern. Unsere regionale Wirtschaft hat die Kraft, nach der Krise schnell wieder auf die Füße zu kommen. Dazu müssen wir die Unternehmen aber erst einmal bis zu diesem Punkt unterstützen." IHK-Hauptgeschäftsführer Ulf Reichardt ergänzt: "Wir appellieren daher an die Landesregierung, sich ein Beispiel am Bundesland Bayern zu nehmen und die dortige Regelung im Sinne der regionalen Wirtschaft sofort umzusetzen. Die Frage nach finanziellen Hilfen ist ganz klar die Nummer eins bei den derzeitigen massenhaften Anrufen bei der IHK-Hotline. Die Existenzsorgen sind in vielen Branchen sehr real."

Quelle: IHK Köln

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Der Digital Workplace als Rezept für produktives Home-Office

Mit dem Digital Workplace bietet die Digitalagentur sunzinet Unternehmen Rüstzeug in Zeiten der Corona-Krise. Im Angesicht von Maßnahmen wie Home-Office-Pflicht und Reisebeschränkungen, zu denen sich immer mehr Unternehmen gezwungen sehen, lässt sich durch den „digitalen Arbeitsplatz“ die Produktivität der Belegschaft langfristig sicherstellen.

Als Herzstück eines jeden durchdigitalisierten Unternehmens bündelt der Digital Workplace alle wichtigen Arbeits- und Unternehmensdaten. Zudem macht er die Daten Mitarbeitern von überall aus zugänglich – auch aus dem Home-Office. Dank verschiedener Tool-Sets ermöglicht er allen Unternehmensgewerken, dauerhaft handlungs-, entscheidungs- und kommunikationsfähig zu bleiben. Der digitale Arbeitsplatz vereint dabei unter anderem Kollaborations-Tools, Systeme zum Dokumenten-Management, zur Kundendatenverwaltung oder zum Produktinformations-Management.

Jetzt handeln und digital gut aufstellen

Viele Unternehmen stehen derzeit vor dem Problem, ihre Infrastruktur noch nicht an die neuen Gegebenheiten angepasst zu haben. Die Herausforderung besteht nun darin, Prozesse langfristig im Sinne eines Digital Workplace umzugestalten, um langfristig produktiv zu bleiben. Um die Zeit bis zum Launch so gering wie möglich zu halten und Unternehmen schnell wettbewerbsfähig zu machen, setzt sunzinet auf agile Arbeitsweisen und kurze Projektlaufzeiten. Die Leadagentur für digitale Transformation übernimmt strategische Beratung und Konzeption, Design sowie die ganzheitliche Realisierung des Digital Workplace.

Beitrag in Zeiten der Krise leisten

„Wir möchten Unternehmen in die Lage versetzen, diese Krise so zu managen, dass ihnen möglichst wenig wirtschaftlicher Schaden entsteht. Uns ist wichtig, nicht untätig die Hände in den Schoß zu legen, sondern die Herausforderung proaktiv anzugehen und dadurch einen Beitrag in Zeiten der Krise zu leisten“, sagt Alex Gruhler, Geschäftsführer der sunzinet AG.

Quelle: sunzinet AG

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Coronakrise: Sofortige Liquiditätshilfen für Selbständige und KMU – mittelfristig Mega-Investitionen in grüne Märkte

Die Selbständigen in Deutschland und zahlreiche der kleinen und mittleren Unternehmen leiden stark unter der Corona-Wirtschaftskrise. UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, fordert sofortige Liquiditätshilfen für Selbständige und KMU und mittelfristig Mega-Investitionen in grüne Märkte.

„Kleine und mittlere Unternehmen benötigen wegen der Corona-Krise sehr kurzfristig und unbürokratisch möglichst schnell Liquiditätshilfen über örtliche und regionale Banken. Wenn es Bund und Ländern nicht gelingt, sofort Liquiditätshilfen zur Verfügung zu stellen, muss mit Zehntausenden von Pleiten gerechnet werden. Viele kleine und mittlere Unternehmen verfügen nur über wenige Wochen an Liquidität – daher ist Zeit hier der entscheidende Faktor“, erklärt UnternehmensGrün-Vorstand Mathias Kollmann, Geschäftsführer Bohlsener Mühle GmbH & Co. KG.

Kredite vs. Transfer-Leistungen

Für viele Selbständige und kleine Unternehmen reichen in der jetzigen Lage Kredite oder Instrumente wie Kurzarbeitergeld nicht aus. „Dort, wo es auf die Arbeitskraft der Chefin und des Chefs ganz wesentlich ankommt, Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitenden, Solo-Selbstständige, z. B. auch Kunstschaffende, helfen meist kein Kurzarbeitergeld, sondern nur direkte Finanzhilfen“, betont UnternehmensGrün-Vorstand Jan-Karsten Meier, Interimsgeschäftsführer.

Helikoptergeld / Grundeinkommen

„Schnell und unbürokratisch würde jetzt ein Grundeinkommen helfen. Wir können das zeitlich begrenzen, auf 6 Monate zum Beispiel – und so die schlimmsten ökonomischen Auswirkungen der Krise abfedern“, ist UnternehmensGrün-Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter überzeugt. Zuletzt hatten Akteure wie der Deutsche Musikrat eine solche Forderung erhoben. Experten wie DIW-Leiter Fratzscher weisen darauf hin, dass über weitergehende Instrumente wie die negative Einkommenssteuer nachgedacht werden müsse. Dazu Reuter: „Ob Grundeinkommen, negative Einkommenssteuer oder Helikoptergeld – wir brauchen jetzt Maßnahmen, die sofort wirken und in dieser Sondersituation Notleidende spezifisch erreichen.“

Mega-Investitionen in grüne Märkte

Um die Wirtschaft nach der Krise nachhaltig anzukurbeln, empfiehlt UnternehmensGrün, der Bundesverband der grünen Wirtschaft, Milliardeninvestitionen in grüne Märkte. „Wir brauchen Investitionen in einen dezentralen Nahrungsmittelmarkt, der die Grundversorgung auf Dauer gewährleistet“, erläutert UnternehmensGrün-Vorstand Klaus Stähle, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Ebenso sorgen Investitionen in den öffentlichen Nah-, Regional- und Fernverkehr, in die Ausweitung des grünen Energiemarkts und in den grünen Umbau der Industrie für eine zukunftsgerichtete Prosperität unserer Wirtschaft“, so Stähle weiter.

Quelle: UnternehmensGrün

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SumUp unterstützt kleine Händler in Coronakrise mit kostenloser Distanzzahlung

Die Coronakrise in Deutschland und ganz Europa verändert derzeit den Lebensstil und die Kaufgewohnheiten von uns allen. Lösungen müssen ganz schnell her. Vor allem Klein- und Kleinstunternehmer leiden massiv unter den wegfallenden Einnahmen und müssen sogar um Ihre Existenz bangen.

SumUp, einer der weltweit führenden Finanztechnologie-Anbieter im Bereich digitaler Zahlungen, setzt daher auf alternative und innovative Zahlungslösungen für seine Kunden. Zur Unterstützung der Händler und zur Förderung innovativer Lösungen wird SumUp bis zum 30. April die Gebühr für Mobiles Bezahlen (Distanzzahlung) für bestehende und qualifizierte Händler auf Null setzen.

Damit soll vor allem den ganz kleinen Unternehmen, Freiberuflern und Selbständigen in dieser schwierigen Zeit ermöglicht werden, das Geschäft auch weiterhin sicher zu betreiben, sowie auch neue Geschäftswege zu gehen. Auch Händler, die Versorgungsdienstleistungen erbringen oder aber aktive Auslieferungsdienste anbieten, können so auf eine bessere Zahlungsoption zurückgreifen. Neben den gängigen kontaktlosen Zahlungen über NFC-Technologie via Kredit- und Debitkarten, Apple Pay oder Google Pay, können so auch Zahlungen akzeptiert werden, die gar keinen persönlichen Kontakt verlangen.

Distanzzahlungen sind direkt über die Option “Mobiles Bezahlen” (https://help.sumup.com/hc/de/articles/115010336368-Zahlungen-erhalten-mit-Mobilem-Bezahlen) verfügbar: Händler können über die SumUp App Zahlungen einfach durch gemeinsame Nutzung eines Links mit dem Kunden per E-Mail, WhatsApp, SMS oder Soziale Netzwerke anfordern. Der Kunde muss dann die Zahlungsdaten auf seinem Smartphone eingeben und die Transaktion bestätigen.

„Weltweit zählt SumUp mehr als 2 Millionen kleine Händler zu seinen Kunden. Viele davon sind Versorgungsunternehmen, die auch weiterhin ihre Dienstleistungen garantieren müssen. Darüber hinaus gibt es auch jene, die neue Wege erfinden müssen, um Ihre Angebote aufrecht zu erhalten“, erklärt Marc-Alexander Christ, Co-Founder von SumUp. „Deshalb wollen wir in einer Zeit, in der ganz Deutschland und Europa seine Gewohnheiten auf die Probe stellt und an die neue Situation anpasst, innovative und sichere Zahlungslösungen fördern, bei denen Sicherheit, Gesundheit und Kontinuität der wesentlichen Dienstleistungen an erster Stelle stehen.“

Quelle: SumUp

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COVID-19 Virus: Wirtschaftsförderung Leverkusen bietet wichtige Informationen für Leverkusener Unternehmen und Freiberufler

Die Wirtschaftsförderung Leverkusen veröffentlicht ab heute wichtige Informationen für Leverkusener Unternehmen und Freiberufler zur Unterstützung der wirtschaftlichen Herausforderungen im Umgang mit dem neuartigen COVID-19 Virus.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen, sondern auch noch nicht absehbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Deshalb hat die Wirtschaftsförderung Leverkusen die wichtigsten Informationen für Leverkusener Unternehmen, Selbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus auf ihrer Homepage www.wfl-leverkusen.de zusammengestellt.

Dort finden Interessierte einen Überblick über die bisher bekannten landes- und bundesweiten Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus, wie zum Beispiel Informationen zum Kurzarbeitergeld oder zur finanziellen Überbrückung und Liquiditätssicherung. Diese werden fortlaufend aktualisiert.

Zudem steht Unternehmerinnen und Unternehmern ab sofort ein WfL-Ansprechpartner zu allen Fragen rund um das Thema COVID-19 zur Verfügung. Diese kontaktieren gerne Rainer Bertelsmeier (Tel. 0214 8331-0 E-Mail: [email protected])

Die Stadt Leverkusen prüft darüber hinaus, inwiefern sie den örtlichen Unternehmen Hilfestellungen und finanzielle Entlastungen im Rahmen ihrer gesetzlichen Möglichkeiten geben kann.

Quelle: WFL Leverkusen

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Wie und mit welchen Produkten sollte man Oberflächen reinigen?

Bildquelle: ProntoPro

Zum einfachen Abwischen von Oberflächen eignen sich vor allem Einwegprodukte wie Papier, denn durch die anschließende Entsorgung lässt sich eine Übertragung der Keime verhindern. Um sicherzugehen, dass keine Krankheitserreger zurückbleiben, kann man außerdem zu Dampf-Geräten greifen, denn der dadurch erzeugte Thermoschock - die schnelle, schockartige Veränderung der Temperatur - sorgt für eine vollständige Beseitigung von Bakterien und Erregern. Auch chemische Produkte sind geeignet, wobei die Wahl des richtigen Reinigungsmittels von der Art des Schmutzes abhängt. Um Kalkablagerungen zu entfernen, müssen Produkte auf Salzsäurebasis verwendet werden, für Fettrückstände empfiehlt sich ein Produkt mit Bleichmittel. Die beiden Produktkategorien sollten aber auf keinen Fall miteinander vermischt werden, denn dadurch werden giftige Gase freigesetzt.

Wenn man bei der Reinigung weniger drastische und umweltschädliche Mitteln nutzen möchte, kann man auf altbewährte Tipps zurückgreifen, die von geringerer Umweltbelastung sind, aber dennoch effizient wirken. Zu ihnen gehören Substanzen wie Alkoholessig, Zitronensäure oder Bikarbonat zur Schmutzbeseitigung. Auch heißes Wasser mit einer Temperatur von über 70° C kann sicherstellen, dass alle Krankheitserreger beseitigt werden. Dabei am besten mit fester Kleidung und Handschuhen arbeiten, um sich vor Verbrennungen zu schützen.

Um die Desinfektion der Oberflächen abzuschließen, empfiehlt es sich zu einem Desinfektionsmittel mit Alkohol (mindestens 75 %) zu greifen und es 60 Sekunden lang auf der Oberfläche einwirken zu lassen. Abschließend sollte die Oberfläche vorsichtig und gründlich mit Wasser abgespült werden, um das Risiko einer chemischen Kontamination durch Kontakt oder Einatmen des Desinfektionsmittels zu vermeiden.

Wie desinfiziert man seine Kleidung?

Bei abtrennbaren und waschbaren Stoffen empfehlen die ProntoPro-Experten eine Maschinenwäsche bei einer Mindesttemperatur von 70° C. Der dadurch erzeugte Thermoschock gewährleistet die Beseitigung von Viren. Wenn es nicht möglich ist, alles bei hohen Temperaturen zu waschen, gibt es die Option, zusätzlich zum normalen Waschmittel Bleichmittel oder Wasserstoffperoxid hinzuzufügen. Für Stoffe und Polster, die nicht in der Maschine gewaschen werden können, empfiehlt ProntoPro die Verwendung von Dampfgeräten und Staubsaugern, die mit einem HEPA-Filter und einem Auffangfach ausgestattet sind. Diese sind in der Lage, selbst kleinste Partikel herauszufiltern und die Entstehung unangenehmer Gerüche zu verhindern.

Wie häufig sollte gereinigt werden?

ProntoPro-Experten empfehlen, die genannten Vorgänge täglich durchzuführen, und zwar immer dann, wenn eine Fläche benutzt wird. Außerdem sollte dabei, wie von der WHO vorgeschlagen, Ethanol (Alkohol) mit einer Konzentration von mindestens 75 % oder Chlorprodukte (das übliche Bleichmittel) mit 1 % verwendet werden.

Für den Fall, dass man sich nicht in der Lage fühlt diese Sicherheitsvorkehrungen selbst durchzuführen, kann man sich bei Fachleuten entsprechende Hilfe suchen. Diese verfügen über alle gesetzlichen Anforderungen und haben die notwendige Ausrüstung.

Quelle: ProntoPro

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Corona-Virus: Kunden setzten als Schutz vor Ansteckung verstärkt auf Lebensmittellieferungen

Corona hat Deutschland fest im Griff: Das öffentliche Leben steht still, Schulen sind geschlossen. Um die Ansteckungsgefahr zu mindern, raten Politiker den Bürgern, zuhause zu bleiben. Genau dahin liefert eismann ihnen die notwendigen Lebensmittel - und erlebt einen regelrechten Boom mit stark erhöhter Nachfrage und einer Umsatzverdopplung bei Online-Bestellungen. Einzelne Personen bestellen Tiefkühlkost für mehr als 400 Euro. Priorität haben für Eismann aber die vielen kleinen Bestellungen. Die Mitarbeiter des Tiefkühl-Lieferdienstes nehmen viel auf sich, um Deutschland zu versorgen, natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften und der Tiefkühlkette.

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Lebensmittellieferungen gewinnen massiv an Bedeutung

Schon vor der Corona-Krise hat das Interesse für Lebensmittellieferungen zugenommen. Jeder fünfte Bundesbürger hat sich bereits einmal Lebensmittel nach Hause liefern lassen, ein Drittel will das in Zukunft ausprobieren. 42 Prozent der Lieferdienst-Kunden haben in den vergangenen zwei Jahren häufiger bestellt als zuvor. Das sind Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von eismann. Seit Ausbruch der Pandemie hat dieser Trend noch einmal stark an Fahrt aufgenommen. Aus Angst vor Ansteckungen im öffentlichen Raum und in Supermärkten oder weil sie sich in Quarantäne befinden, bestellen die Deutschen so viel bei eismann, wie nie zuvor. Einige Kunden füllen für mehr als 400 Euro ihre heimischen Eistruhen bis zum Anschlag, um auf längere Ausgangssperren vorbereitet zu sein.

"Vorrangiges Ziel ist es, den Vertrieb in dieser schwierigen Phase weiter bestmöglich zu unterstützen. Großbestellungen bedienen wir nachrangig. Wir sind bemüht, alle Kunden auch mit kleinen Bestellungen zu beliefern und nicht vor leeren Schränken stehen zu lassen", erklärt Westermeyer. "Die Lieferfähigkeit der Ware ist ausreichend, allerdings kann es aufgrund der zahlreichen Bestellungen vereinzelt zu Verzögerungen kommen. Um die hohe Nachfrage zu stemmen, suchen wir weitere Verkaufsfahrer."

Vorsichtsmaßnahmen bei der Auslieferung

Um Kunden und Eismänner zu schützen, wird die Ware weitestgehend kontaktlos ausgeliefert. "Die Eismänner kümmern sich mit der nötigen Distanz weiterhin um alle Bedürfnisse der Kunden. Wir empfehlen, die Ware online vorzubestellen und bargeldlos zu bezahlen. So werden weitere Berührungspunkte bei der Auslieferung verringert. Häufig findet die Belieferung auch schon komplett kontaktlos statt, indem die Ware vor die Tür gestellt oder an einem vereinbarten Ort abgelegt wird.

Unternehmen Eismann schützt seine Angestellten

Um die eigenen Mitarbeiter vor Ansteckung zu schützen, sind derzeit die Kantinen und alle Meetingräume in den Niederlassungen von Eismann geschlossen, für Informationen werden digitale Optionen wie Intranet und Videobotschaften genutzt. Besucher und Gäste sind in der Zentrale derzeit nicht gestattet. Die Eismänner sind nur zum Verladen der Ware in den Niederlassungen. Eismann schult sie in Hygienerichtlinien wie dem nötigen Abstand zu Kollegen und Kunden, Nies-Etikette und häufiges waschen oder desinfizieren der Hände. Die Mitarbeiter der Zentrale dürfen im Home-Office arbeiten, vor allem Kollegen mit erhöhtem Risikofaktor oder Problemen mit der Kinderbetreuung.

Quelle: eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH

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Corona-Krise - Startup-Verband legt Schutzschirm für deutsche Startups vor

Der Bundesverband Deutsche Startups hat heute seinen 4-Stufen-Plan zum Schutz deutscher Startups in der Corona-Krise vorgelegt. Startups sind von der aktuellen Situation besonders betroffen, da durch Umsatzausfälle, den Rückzug von Neuinvestoren uvm. kurzfristig gravierende Liquiditätsengpässe zu befürchten sind. Schnelle, effiziente, umfassende und zielgenaue finanzielle Unterstützungsmaßnahmen sind daher dringend erforderlich. Das gilt umso mehr, da bisher vorgeschlagene Fördermaßnahmen an den Bedürfnissen von Startups vorbeigehen: Startups haben - insbesondere in einer frühen Phase - weder eine kreditgebende Hausbank noch erfüllen sie die herkömmlichen Kriterien, um einen Kredit zu erhalten.

Christian Miele, Präsident des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.: „Wir wissen, dass die kommenden Wochen und Monate unser Ökosystem um viele Jahre, vielleicht sogar um ein Jahrzehnt, zurückwerfen kann, wenn wir nicht schnell und substantiell handeln. Wir stehen deshalb in regelmäßigem, engem und direktem Kontakt mit den entscheidenden staatlichen Stellen. Oberste Priorität ist momentan die Liquidität der deutschen Startups - egal welcher Stage, welchen Alters und welcher Größe – zu erhalten. Wir sind davon überzeugt, dass der von uns erarbeitete 4-Stufen-Plan, unser Schutzschirm für Startups, das leisten kann. Es kommt jetzt darauf diesen in enger Abstimmung mit der Bundes- und den Landesregierungen zügig umzusetzen. Uns bleibt nicht viel Zeit.

Es ist wichtig, dass in einer Situation wie dieser Verantwortung übernommen wird. Das hat das deutsche Startup-Ökosystem vor der Krise, das tut es gerade und das wird es auch danach. Die geforderten Maßnahmen haben das Ziel die Arbeitsplätze, die deutsche Startups in den letzten Jahren geschaffen haben, zu erhalten. Wenn diese Maßnahmen Erfolg haben und diese Krise überstanden ist, haben wir die Chance gestärkt aus ihr hervorzugehen.“

Eine “One size fits all”-Lösung gibt es angesichts der vielfältigen Finanzierungsarten und Entwicklungsstadien von Startups nicht. Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. (Startup-Verband) schlägt daher einen Vier-Stufen-Plan als ganzheitlichen Schutzschirm für Startups vor:

Stufe 1: Maßnahmen für Startups in früher Phase bzw. ohne Wagniskapitalgeber
Stufe 2: Maßnahmen für Startups mit Wagniskapitalgeber - ein “Matching-Fonds”
Stufe 3: Maßnahmen für Scale-ups
Stufe 4: Maßnahmen für einen Secondary Market bei ausfallenden Investoren

Hier können sie den kompletten 4-Stufen-Plan herunterladen.

Quelle: Bundesverband Deutsche Startups e.V.

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Corona-Schutzschirm für Beschäftigte im Kölner Gastgewerbe gefordert

Leere Hotels, geschlossene Restaurants: Das neuartige Coronavirus trifft die knapp 2.600 Betriebe im Kölner Gastgewerbe besonders hart und damit auch die rund 33.000 Arbeitnehmer der Branche. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-
Gaststätten (NGG) hin – und fordert einen Corona-Schutzschirm.

„Die meisten Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellten müssen jetzt zuhause bleiben. Zwar können sie Kurzarbeitergeld bekommen. Das liegt aber nur bei 60 Prozent (Eltern: 67 Prozent) des ohnehin oft geringen Einkommens. Für viele Betroffene geht das an die Existenz“, sagt Manja Wiesner von der NGG-Region Köln. Die Gewerkschaft ruft deshalb den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergelds für die Branche auf den Weg zu bringen.

Bislang habe der Dehoga dies jedoch abgelehnt, kritisiert Wiesner. „Es kann nicht sein, dass Gastwirte und Hotelbesitzer nach Milliardenhilfen vom Staat rufen, aber auf der anderen Seite ihre Beschäftigten im Regen stehen lassen.“ Ziel müsse sein, die
Einbußen für Arbeitnehmer so gering wie möglich zu halten und Arbeitsplätze in der Krise zu sichern. Wie das gehen könne, hätten die Unternehmen in der Systemgastronomie (McDonald’s, Burger King, Nordsee) gezeigt. Zusammen mit der NGG hat sich die Branche am Dienstag auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent des Nettolohns geeinigt.

Das neue Kurzarbeitergeld wurde in der vergangenen Woche im Rekordtempo von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Danach übernimmt die Bundesagentur für Arbeit rückwirkend ab März die Sozialversicherungsbeiträge für Betriebe, in denen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind. Außerdem sagte die Bundesregierung betroffenen Firmen großzügige Kredite zu. „Gastronomen und Hoteliers sollten einen Teil der Hilfen für die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes einsetzen. Damit können auch Fachkräfte gehalten werden – die man nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder braucht“, so Wiesner

Quelle: NGG Region Köln

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Nur 19 Prozent der Schülerinnen und Schüler können digitalen Unterricht nutzen!

Seit letzter Woche ist es amtlich, ab sofort bleiben die allermeisten Schulen in Deutschland geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Das heißt, auf viele Eltern kommt unvorbereitet das Thema #homeschooling zu. Viele Schulen statten ihre Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben und Hausarbeiten aus, die in der unterrichtsfreien Zeit abgearbeitet werden sollen. Allerdings gibt es keinen bundesweiten Masterplan, wie eine aktuelle Umfrage von STARTUP TEENS zeigt. Fast 60 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler geben an, dass sie von ihrer Schule mit Aufgaben versorgt worden sind, um den Lernstoff auch ohne Unterricht zu vertiefen.

Digitale Bildungsangebote waren schon vor der Krise an den meisten Schulen Mangelware, so dass es schon an der digitalen Infrastruktur für digitale Angebote fehlt. „Selbstverständlich hat niemand die Corona-Krise, mit ihren weitreichenden Auswirkungen auf das öffentliche Leben, vorhergesehen“, sagt Hauke Schwiezer, Mitgründer und Geschäftsführer der reichweitenstärksten digitalen Bildungsplattform STARTUP TEENS. „Aber die aktuelle Krise offenbart die riesigen Defizite bei der digitalen Bildung an unseren Schulen. Dort, wo noch Kopien verteilt werden, braucht man über ein digitales Klassenzimmer noch gar nicht nachdenken. Hier muss sich ein Mindset-Change vor allem in den Köpfen der für Bildung Verantwortlichen und der Lehrkräfte vollziehen." Der Digitalpakt ist lobenswert, jedoch stockt er - von fünf Milliarden Euro wurden erst 20 Millionen Euro bewilligt. So ist es nicht verwunderlich, dass mit 81 Prozent eine große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler aktuell keinen Austausch über Videokonferenzen mit Lehrern oder Mitschülern aufrecht halten kann. Nur 19 Prozent der Befragten nutzen diese Möglichkeit der digitalen Interaktion in der aktuellen Lage. „Der Altersdurchschnitt unserer Lehrer ist über 50. Da sind wir schon froh, wenn die die intelligente Tafel in Gang bekommen. Ich glaube nicht, dass es bei uns funktionieren würde, dass wir uns per Skype oder so zusammenschließen können“, sagt Magda Riede. Die 16-jährige Schülerin aus Halle an der Saale nimmt mit ihrer unternehmerischen Idee am Mentoring-Programm von STARTUP TEENS teil. Sie wünscht sich für die Zukunft: „Dass nicht immer so viel Schulausfall ist, dass wir mehr Lehrer bekommen und dass die aus digitaler Sicht mal weitergebildet werden!“

Corona ist auch eine Chance für die digitale Bildung

Im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen war mit der Schule schon nach Karneval Schluss - wegen der gehäuften Corona-Fälle dort. Der Schüler Finn Bussberg steckt mitten in der Abiturvorbereitung. „Wir haben schon vor der Krise an der Schule mit Microsoft-Teams gearbeitet. Jetzt sind die Lehrkräfte angehalten, uns darüber Selbststudien und Aufgaben zu stellen“, erzählt er. "Ab und an ist es schwierig, weil manche Lehrer mit dem Tool nicht gut umgehen können, aber sonst ist es eine super Alternative.“ Finn findet, dass sich die Entwicklung auch als Chance für die digitale Bildung erweist: „Wir merken, dass wir so viel selbständiger arbeiten und unsere Zeit selbst einteilen können. Das ist unglaublich effizient. Schwierig ist aktuell die unklare Situation, wie es mit den Abi-Prüfungen weiterläuft. Unsere Vorabi-Klausuren sollten diese Woche unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geschrieben werden. Jetzt ist klar, dass das vor den Osterferien nix mehr wird.“ Den Schritt indes, die Schulen vorerst zu schließen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, finden Magda und Finn richtig. Ebenso wie 83 Prozent der Befragten, nur 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler halten ihn für überzogen. So ernst man das Virus und seine Eindämmung nehmen muss, Finn sieht auch Positives: „Hier in Deutschland arbeiten wir viel zu wenig remote - es ist eine riesen Chance, diese Techniken in Arbeitswelt und Schule einzuführen, um das Arbeiten effizienter und sinnvoller zu gestalten."

Kompetenzen erweitern statt Leerlauf

Leerlauf wird es bei den meisten Jugendlichen trotzdem nicht geben. Digitale Lernplattformen wie simpleclub bieten aktuell Online-Hilfspakete zum Lernen kostenfrei an. Auch STARTUP TEENS-Alumni Rubin Lind setzt mit seiner kostenfreien Lern-App skills4school auf digitale Bildung. Weitere digitale Plattformen und Angebote sind zum Beispiel Sharezone oder Sdui. Auch unternehmerische Bildung und Coding sorgen dafür, dass die künftigen Generationen sogenannte Future-Skills erlernen. Das sind Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Eigeninitiative, Problemlösungskompetenzen, Anpassungsfähigkeit und digitale Kompetenzen. Die brauchen nicht nur Gründer, sondern auch unternehmerisch denkende Angestellte - also jeder, der im Berufsleben erfolgreich sein möchte. „Wir sehen ein reges Interesse an unserem YouTube-Kanal und auch die Anfragen nach Mentoring sind besonders gestiegen“, so Schwiezer weiter. Das heißt, die Teenager nutzen die Zeit sinnvoll, um ihre eigenen Kompetenzfelder zu erweitern.

STARTUP TEENS hat bei der eigenen Instagram-Community ein Stimmungsbild eingefangen. Insgesamt folgen über 8.000 Follower der Non-Profit-Initiative. Die Umfrage wurde von über 1.600 Personen wahrgenommen.

Quelle: STARTUP TEENS

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Corona-Pandemie gefährdet Existenz vieler Unternehmen

Zu Beginn der Corona-Pandemie, die derzeit über die deutsche Wirtschaft hereinbricht, haben viele kleine Unternehmen denkbar ungünstige Ausgangsbedingungen. Sie starten schon mit einer schwachen Bonitätsbewertung in die Krise. Die Gastronomie, Kfz-Zulieferer, chemische Industrie und Baugewerbe sind die Branchen mit den höchsten Anteilen an kleinen Unternehmen mit schwacher Bonität. Das zeigen neueste Berechnungen des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und der Creditreform Wirtschaftsforschung aus Neuss. Grundlage der Untersuchung ist das Mannheimer Unternehmenspanel, das auf den Datenbanken von Creditreform basiert.

Die Bundesregierung hat großes Besteck ausgepackt: Kredite in unbegrenzter Höhe für Unternehmen, die durch die Krise in Liquiditätsengpässe geraten, eine deutliche Ausweitung des Kurzarbeitergeldes und die Ankündigung von erleichterten, umfangreichen Steuerstundungen. Außerdem soll die Insolvenzantragspflicht mindestens bis zum Herbst ausgesetzt werden. Vorstellbar ist aber auch eine Verlängerung bis zum 31. März kommenden Jahres. Alles Maßnahmen, die durch die Unterbrechung globaler Warenketten, durch das rapide Wegbrechen der Nachfrage und durch fehlende Arbeitskräfte wegen Erkrankung und Kinderbetreuung notwendig geworden sind. Sie zielen darauf ab, Unternehmen vor der Insolvenz zu retten, die in existenzbedrohende Liquiditätsprobleme geraten sind.

„Die Entschlossenheit der Bundesregierung scheint dringend nötig zu sein“, sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Pressesprecher und Leiter der Wirtschaftsforschung von Creditreform. „Viele Unternehmen starten trotz einer langen Phase der Hochkonjunktur mit schlechten Voraussetzungen in die vielleicht größte wirtschaftliche Krise der Nachkriegsgeschichte.“ Hantzsch weiter: „Mehr als 10 Prozent der Unternehmen der Privatwirtschaft, die älter als drei Jahre und damit den Kinderschuhen entwachsen sind, haben eine schwache oder noch schlechtere Bonitätsbewertung. Es geht hier um etwa 345.000 Unternehmen mit mehr als 1,5 Mio. Beschäftigten.“

Einige Branchen weisen überdurchschnittlich hohe Anteile an insolvenzgefährdeten Unternehmen auf. Besonders die Gastronomie sticht hier heraus: 16 Prozent der kleinen Gastronomieunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten (fast 24.000 Unternehmen) weisen eine schwache Bonitätsbewertung auf. Ebenfalls überdurchschnittlich hohe Anteile an kleinen Unternehmen mit schwacher Bonität finden sich bei den Automobilzulieferern (15 Prozent) und in der chemisch/pharmazeutischen Industrie (14 Prozent).

Bei den größeren Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten zeigt sich ein etwas anderes Bild. Hier sind die Anteile der insolvenzgefährdeten Unternehmen deutlich geringer. An der Spitze findet sich aber auch hier die Gastronomie, gefolgt vom Beherbergungsgewerbe und den Sport- und Freizeitdienstleistungen. In den beiden letztgenannten Branchen stand ein jeweils erklecklicher Anteil der großen Hotels und Freizeitunternehmen schon vor der Krise am Rande der Insolvenz.

„Diese Ergebnisse spiegeln die Strukturprobleme der privaten Wirtschaft in Deutschland vor der Corona-Krise wider“, erläutert Dr. Georg Licht, Forschungsbereichsleiter am ZEW, „sie zeigen die Verhältnisse zu Beginn der Krise. Die Branchen werden aber in ganz unterschiedlicher Weise durch einen monatelangen Stillstand des Wirtschaftslebens betroffen sein“. Größere Anschaffungen, vielleicht auch Urlaubsreisen, werden zum Teil nachgeholt werden. Dienstreisen, Kino- und Konzertbesuche aller Voraussicht nach dagegen nicht. Gerade die Freizeit-, Sport- und Kulturdienstleister werden in besonderem Maße unter dem zeitweiligen Nachfrageausfall leiden. Je nach Dauer des Lockdowns können ihre Jahresumsätze um 30 bis 40 Prozent geringer ausfallen. Solche Einbrüche katapultieren auch Unternehmen mit vorher guter Bonität in die Insolvenz, wenn sie keine Unterstützung erhalten. „Dass die Bundesregierung hierfür keine Grenzen definiert hat, ist richtig“, meint Dr. Georg Licht vom ZEW, „der Erhalt der Unternehmensstrukturen über eine begrenzte Durststrecke hinweg ist auf längere Sicht ökonomisch besser, als eine Insolvenz von im Grunde gesunden Unternehmen zuzulassen, die dann nach der Krise erst wieder gegründet und neu aufgebaut werden müssen.“

In den vorab dargelegten Untersuchungsergebnissen nicht enthalten sind die rund 440.000 jungen Unternehmen der Privatwirtschaft, die jünger als vier Jahre sind. Sie beschäftigen derzeit etwa 1,2 Mio. Mitarbeiter. Als Neueinsteiger auf den Märkten sind sie oft grundsätzlich in einer angespannten finanziellen Situation. Produkte oder Dienstleistungen müssen sich erst noch auf den Märkten etablieren. Für Unternehmen mit radikal neuen Angeboten ist dies ohnehin problematisch – auch ohne Krise. Deren potentielle Kunden müssen vom Nutzen überzeugt werden, die Marktdurchdringung dauert länger. Daher ist davon auszugehen, dass diese jungen Unternehmen weitaus stärker gefährdet sind als die älteren.

Quelle: Creditreform e.V.

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Corona-Krise: Sondergenehmigung für Techniker zur Sicherstellung des Betriebs der Telekommunikationsnetze vorsehen

Die äußerst schwierige Situation der Corona-Krise stellt Bürger, Unternehmen und Politik vor große Herausforderungen. Leistungsfähige Telekommunikationsnetze sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen jetzt miteinander kommunizieren, mobil arbeiten und sich informieren können. Die in den Verbänden ANGA, Bitkom, BREKO, BUGLAS und VATM organisierten Telekommunikationsnetzbetreiber arbeiten mit Hochdruck daran, die Leistungsfähigkeit ihrer Netze und Dienste unter den gegebenen Umständen sicherzustellen. Dabei ist der Zugang zu Telekommunikationsanlagen von großer Bedeutung.

Angesichts zunehmender Beschränkungen der Bewegungsfreiheit als Folge der COVID-19-Pandemie fordern die unterzeichnenden Verbände daher den Bund und die Länder auf, den Zugang von Servicetechnikern zu Anlagen der Sprach- und Datenkommunikation sowie der Fernseh- und Radioübertragung sicherzustellen. Dabei werden selbstverständlich die notwendigen und gebotenen Schutzmaßnahmen im Sinne des Gesundheitsschutzes von Kundinnen und Kunden sowie aller weiteren Personen, aber auch sich selbst eingehalten.

„Die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung und der Verwaltung, die Tätigkeit von Sicherheitsbehörden, die Verhinderung von Versorgungsengpässen, die wirtschaftliche Tätigkeit der Industrie und vieler Unternehmen, ebenso wie das mobile Arbeiten und die private Kommunikation hängen von einem einwandfreien Funktionieren der Telekommunikationsnetze ab. Unsere Unternehmen und ihre Dienstleister benötigen eine einfache und bundesweit einheitliche Sondergenehmigung, die ihnen auch im Fall noch weiterreichender Einschränkungen gestattet, für die Sicherstellung des Netzbetriebs zu sorgen“, betonen die Präsidenten der Verbände Thomas Braun (ANGA), Achim Berg (Bitkom), Norbert Westfal (BREKO), Theo Weirich (BUGLAS) und Martin Witt (VATM).

Die Verbände haben heute den Verantwortlichen in Bund und Ländern einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Dazu erklären die Präsidenten der unterzeichnenden Verbände: „Wir gehen davon aus, dass Krisenstab, Länder und Kommunen zeitnah die erforderlichen Grundlagen für entsprechende Ausnahmerechte schaffen.“

Quelle: Bitkom e.V.

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Risiko von Cyberangriffen im Homeoffice reduzieren

Der TÜV-Verband hat vor den Gefahren für die Cybersecurity im Zusammenhang mit dem mobilen Arbeiten im Homeoffice gewarnt. „Unternehmen müssen wegen der Corona-Pandemie die Risiken für ihre Organisation neu bewerten und ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen anpassen“, sagte Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV). „Viele Mitarbeiter haben mit bestimmten digitalen Prozessen noch keine Routine. An dieser Stelle muss der oft zitierte ‚Faktor Mensch‘ Teil der Risikobetrachtung werden. Die Beschäftigten brauchen klare Vorgaben für das Arbeiten im Homeoffice, um die Risiken für Cyberangriffe zu reduzieren.“ Bereits seit Wochen kursieren Phishing-Mails und Smartphone-Apps, die gefährliche Schadsoftware verbreiten.

Bühler: „Die Corona-Pandemie ist ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle. Eine hohe Besorgnis der Bürger in Kombination mit einem hohen Informationsbedürfnis ist der ideale Nährboden, um die Nutzer in die Irre zu führen. Mit Hilfe von Phishing-Mails oder Smartphone-Apps können Geräte leicht mit Schad-Software infiziert werden.“ Die Folge kann neben unseriösen Angeboten zum Schutz vor den Auswirkungen der Pandemie auch der Diebstahl von Zahlungsdaten, das Abgreifen persönlicher Informationen oder das Lahmlegen der Geräte mit anschließender Erpressung sein. Zudem besteht im Homeoffice die Gefahr, dass sich Cyberkriminelle Zugang zu den Netzwerken der Arbeitgeber*innen verschaffen. Das kann leichter passieren, wenn Mitarbeiter*innen berufliche und private Tätigkeiten vermischen und die genutzten Endgeräte mit dem Unternehmen verbunden sind.

Mit dem massenhaften Umzug ins Homeoffice stand für die IT-Abteilungen zunächst im Vordergrund, die Beschäftigten möglichst schnell arbeitsfähig zu machen. Rechner mussten neu eingerichtet, der Zugang zu den Netzwerken zum Beispiel mit so genannten VPN-Verbindungen sichergestellt sowie ausreichend Rechenkapazitäten und Bandbreiten zur Verfügung gestellt werden. „IT-Abteilungen und IT-Dienstleister arbeiten derzeit am Limit, um die Arbeitsfähigkeit der Organisationen zu gewährleisten“, sagte Bühler. Im nächsten Schritt gelte es, die Risiken neu zu bewerten und die IT-Sicherheit der veränderten Situation anzupassen. „Mit der Adhoc-Digitalisierung vieler Prozesse können sich die Schutzziele der IT-Systeme verändern“, sagte Bühler. War das Webkonferenz-System zum Beispiel nur eine Nischenanwendung oder wurde gar nicht genutzt, kann es jetzt eine sicherheitskritische Anwendung sein. „In vielen Unternehmen muss die IT-Sicherheit mit einem Fokus auf das mobile Arbeiten neu justiert werden“, betonte Bühler.

Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich in der aktuellen Situation eine sogenannte „Schatten-IT“ entwickelt. Insbesondere, wenn die unternehmenseigenen Systeme überlastet oder wenig benutzerfreundlich sind, nutzen die Beschäftigten gerne frei verfügbare Anwendungen für Kommunikation, Datentransfers oder das Speichern und Bearbeiten von Dateien in der Cloud. Hier müssen die IT-Abteilungen schnell prüfen, welche dieser Anwendungen den IT-Sicherheitsanforderungen der Organisation genügen. Andernfalls entsteht ein Wildwuchs, der für die IT-Abteilungen nicht mehr administrierbar ist. Bühler: „Die IT-Verantwortlichen sollten die Mitarbeiter schnell mit sicheren, praktikablen Anwendungen versorgen und klare Vorgaben für die Nutzung externer Dienste machen. Die Nutzung privater Geräte ohne spezifische Sicherungsmaßnahmen sollte in jedem Fall vermieden werden.“

Für die digitale Sicherheit beim mobilen Arbeiten im Homeoffice gibt der TÜV-Verband folgende Hinweise:

  • Berufliches und Privates trennen: Wer mit dem Computer seines Arbeitgebers privat im Internet surft, kann sich auf diesem Weg gefährliche Schad-Software einfangen. Es kann daher sinnvoll sein, ein eigenes WLAN-Netzwerk für berufliche Zwecke einzurichten oder die Kommunikation der Geräte untereinander im Heimnetzwerk zu unterbinden.
  • Phishing-Mails löschen: Vorsicht ist derzeit bei allen E-Mails mit Bezug zum Corona-Virus geboten. Phishing-Mails enthalten Links zu gefährlichen Webseiten mit dem Ziel, Zugangsdaten des Benutzers abzufangen. Weiterhin werden gerade jetzt viele E-Mails mit Schad-Software verschickt, die nicht geöffnet werden dürfen. Nutzer*innen sollten genau hinschauen, ob E-Mails mit Corona-Bezug von seriösen Absendern stammen. Verdächtige E-Mails sollten gelöscht oder zunächst an den IT-Support des Arbeitgebers weitergeleitet werden.
  • Social Engineering als Gefahr: Besonders findige Cyberkriminelle greifen Organisationen gezielt an, indem sie Mitarbeiter*innen persönlich anschreiben und vermeintlich echte E-Mail-Adressen verwenden. Das sollten alle Beschäftigten im Hinterkopf behalten und prüfen, ob der Absender seriös ist.
  • Auf Screenshots verzichten: Derzeit machen in sozialen Netzwerken Selfies von Online-Meetings und Videokonferenzen die Runde. Ist dabei die Webadresse (URL) zu sehen, können ungebetene Gäste an den Meetings teilnehmen oder diese Informationen zur Vorbereitung von Angriffen nutzen.
  • An IT-Support wenden: Beschäftigte sollten gerade in der aktuellen Situation die Anweisungen des Arbeitgebers und des IT-Supports strikt befolgen. Auch, wenn im Internet zahlreiche vermeintlich bessere als die hauseigenen Lösungen existieren, sollten Mitarbeiter*innen den Kontakt zu ihrem IT-Support suchen und absprechen, was erlaubt ist und was nicht. Bei einem Sicherheitsvorfall sollten Beschäftigte nicht zögern und sofort die IT-Abteilung kontaktieren. Zeit ist bei Cyberangriffen ein kritischer Faktor.
  • Zusammenhalt dient auch der IT-Sicherheit: „In schwierigen Zeiten hilft es, auch virtuell zusammenzustehen und sich digital auszutauschen“, betonte Bühler. „In Organisationen, die auch in der Krise viel kommunizieren, haben es kriminelle Hacker schwerer, erfolgreich zu sein oder unbemerkt zu bleiben. Rücksichtnahme, Verständnis und ein persönlicher Dank an die IT-Abteilung tut sicher allen gut.“

Quelle: Der Verband der TÜV e.V. (VdTÜV)

Online-Einkaufsfinanzierung für das Gesundheitswesen: So können Arztpraxen, Labore und Klinken jetzt Material kaufen und später zahlen!

Die A.B.S. Global Factoring AG bietet mit ihrer Online-Einkaufsfinanzierung quickpaid in diesen herausfordernden Zeiten allen Ärzten, Kliniken und Apotheken zusätzliche Liquidität. Ab sofort können Bestellungen von Verbrauchsmaterial oder Sprechstundenbedarf ganz flexibel und vollkommen digital vorfinanziert werden. Somit kann die Banklinie entlastet, Skonto-Vorteile gezogen und die Liquidität für dringend benötigtes Material unabhängig von den eigenen Zahlungseingängen sichergestellt werden.

Den Rückzahlungszeitpunkt steuert der Anwender selbst: 60, 90 oder 120 Tage kann das Zahlungsziel aufgeschoben werden. Sie laden Ihre Rechnung auf dem quickpaid-Portal hoch und bekommen anschließend einen Finanzierungsrahmen angezeigt. Innerhalb dieses Rahmens werden Ihre Wareneinkäufe von A.B.S. Global Factoring finanziert. Damit können Wartezeiten zwischen der Bezahlung des Einkaufs und dem Ausgleich durch Krankenkassen oder Patienten problemlos überbrückt werden.

Die gesamte Abwicklung der Finanzierung von der Beantragung bis hin zur Auszahlung erfolgt digital auf der Plattform von www.quickpaid.com und kann rund um die Uhr erfolgen. Sie müssen dazu das Haus nicht verlassen.

Quelle: A.B.S. Global Factoring

(Redaktion)


 


 

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