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Aktuelle Bertelsmann-Studie

„Bemerkenswerte“ finanzielle Zustände in Karlsruhe

Viele Städte in Deutschland sind hoch verschuldet – eine Entwicklung, die in den letzten Jahren rapide zugenommen hat. Die aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung kann auch für die Zukunft keine Verbesserung des Trends erkennen: Die Rede ist hier sogar von einer dramatischen Zuspitzung der Finanzsituation in Städten und Gemeinden.

Als positive Beispiele bundesweit gelten hingegen die neun kreisfreien Städte in Baden-Württemberg, darunter auch Karlsruhe. Bis zum Stichtag der Studie waren alle neun Städte frei von Kassenkrediten.

Kassenkredite fördern den Abwärtstrend

Für die hohe Verschuldung auf kommunaler Ebene gibt es drei entscheidende Faktoren, die sich gegenseitig bedingen und verstärken. Diese drei Faktoren sind der Wegbruch von Industriezweigen, eine erhöhte Arbeitslosigkeit und die dadurch erhöhten Belastungen für die Kommunen durch Sozialleistungen. Immer mehr Kommunen sind also auf Kassenkredite angewiesen, die ihnen zwar kurzfristigen Handlungsspielraum liefern, aber keine gewinnbringenden Investitionen ermöglichen. Steigende Kassenkredite sind daher ein großes Problem für die um Ausgleich bemühten Kommunen und Gemeinden und führen oftmals zu weiteren Schulden.

Als „bemerkenswert“ bezeichnet Finanzexperte der Bertelsmann Studie René Geißler die Haushaltslage in Karlsruhe, die sich trotz vergangener Steuereinbrüche weiterhin „sehr stabil“ präsentiert. Die sehr gute Finanzlage aus dem Rekordjahr 2008 sei zwar noch nicht wieder erreicht, dennoch prognostiziert der Experte Karlsruhe weiterhin wachsende Einnahmen.

(Florian Weis)


 


 

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