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Ausbildung

Ausbildung bietet glänzende Perspektiven

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar schließt ihr Ausbildungsjahr 2013 mit leicht rückläufigen Zahlen.

Gleichzeitig blieben rund 1400 Lehrstellen unbesetzt. „Das ist für uns ein Beleg dafür, dass die Information über die exzellenten Chancen des Karrierewegs berufliche Bildung unzureichend sind,“ sagte Axel Nitschke, Hauptgeschäftsführer der IHK Rhein-Neckar.

Doch zunächst zur Bilanz des Ausbildungsjahres 2013. In das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse bei der IHK waren am 30. September 155 neue Ausbildungsverhältnisse weniger eingetragen (- 3,5%) als im Vorjahr (4304 statt 4459). Der Rückgang bei den neuen gewerblich-technischen Ausbildungsverhältnissen (- 101 oder - 7,1%) war stärker als bei den kaufmännischen (- 54 oder -1,8%).

Betrachtet man die Branchen im gesamten Kammerbezirk, verzeichnet der Handel mit einem Zuwachs von 60 Ausbildungsverträgen den stärksten absoluten Anstieg bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen. Danach folgt das Hotel- und Gaststättengewerbe in dessen Betrieben 21 Auszubildende mehr eingestellt werden konnten als im Vorjahr. Den stärksten Rückgang weist die Metalltechnik auf, in der 45 Ausbildungsverhältnisse weniger abgeschlossen werden konnten, als im Vorjahr.

„Die Gründe für den Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse sind schnell gefunden: es sind weniger Jugendliche da, ein größerer Teil richtet sein Interesse auf eine Hochschulausbildung und schließlich fehlt die Ausbildungsreife. Am 1. September 2013 also zum empfohlenen Ausbildungsbeginn für dieses Jahr, war bei den Arbeitsagenturen noch die erschreckend hohe Anzahl von 1389 unbesetzten Ausbildungsplätzen gemeldet. Die Ausbildungsbereitschaft der Ausbildungsbetriebe in unserem Bezirk ist also auch in diesem Jahr enorm hoch. Aber diese Zahlen zeigen leider, dass es den Betrieben erneut nicht gelingen wird, ihren Bedarf an beruflich qualifizierten Nachwuchskräften zu decken“, sagte Nitschke.

„1389 unbesetzte Ausbildungsplätze Ende August bedeuten 1389 fehlende zukünftige Fachkräfte und damit fehlende Wertschöpfung für unsere Betriebe. Sie bedeuten aber auch 1389 ungenutzte Chancen von jungen Menschen, den Karriereweg der beruflichen Bildung zu beschreiten“, bilanziert Nitschke. Nach dem IHK-Fachkräftemonitor werden bis 2030 alleine hier in der Region ca. 46.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte fehlen. Bereits heute setzen 60% aller ausgeschriebenen offenen Stellen eine Berufsausbildung voraus. Und es gibt noch einen Indikator, wohin die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geht: Die Arbeitslosenquote der beruflich qualifizierten Fachkräfte hat sich seit dem Jahr 2005 halbiert. Beruflich Qualifizierte werden also dringend gesucht

(Redaktion)


 


 

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