18.01.2012  14:58 Uhr

Ausgezeichnet
Deutscher Innovationspreis für Celitement®

Karlsruhe. Am KIT entwickelter umweltfreundlicher Zement gewinnt in der Kategorie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen

Der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte umweltfreundliche Zement Celitement® ist Gewinner des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt (IKU) 2011. Die Celitement GmbH, gegründet vom KIT, den vier Erfindern und der SCHWENK Zement KG, erhielt heute in Berlin den Preis in der Kategorie Produkt- und Dienstleistungsinnovationen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. zeichneten damit herausragende Innovationen für den Klima- und Umweltschutz aus. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert.

„Die Auszeichnung für den Deutschen Innovationspreis zeigt erneut, welch großes Potenzial diese Entwicklung aus dem KIT hat. Mit Celitement® wollen wir einen Beitrag zum Klimaschutz im Bausektor leisten“, so Dr. Peter Fritz, KIT-Vizepräsident für Forschung und Innovation.

„Zukunftsfähig bleiben wir dann, wenn wir lernen wirtschaftliches Wachstum mit Umweltschutz und Ressourcenschonung zu verbinden. Die ausgezeichneten Ideen der Preisträger sind Beweis für die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie“, sagte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen in Berlin.

Zement hält sämtliche Bauwerke aus Beton zusammen. Jedes Jahr stellen die Zementwerke fast drei Milliarden Tonnen des Bindemittels her. Dabei emittieren sie jährlich etwa ebenso drei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid – dies sind drei- bis viermal so viel wie der gesamte Flugverkehr und damit etwa fünf bis sieben Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen. Verglichen mit herkömmlichen Verfahren der Zementherstellung verspricht Celitement® enorme Energieeinsparungen sowie voraussichtlich eine Halbierung der Kohlendioxid-Emissionen. Der neue Zement ist zudem ressourcenschonend, da im Vergleich zu herkömmlichem Portlandzement nur ein Drittel der Menge an Kalkstein nötig ist und auf den Zumahlstoff Gips völlig verzichtet werden kann. „Möglich wird dies durch ein neuartiges Herstellungsverfahren, bei dem im Hauptprozess lediglich Temperaturen um etwa 200 Grad Celsius im Vergleich zu 1450 Grad Celsius für konventionellen Zementklinker benötigt werden“, so Dr. Hanns-Günther Mayer und Dr. Peter Stemmermann, die den Preis für die Celitement GmbH entgegennahmen.

Die Jury unter Vorsitz von Professor Klaus Töpfer wählte in diesem Jahr unter 76 Bewerbungen die vier Preisträger für den IKU 2011 aus. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) vergaben die Auszeichnung zum dritten Mal.


 

(KIT / Redaktion)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Markus Breig / KIT



 


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