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Volksabstimmung BW

Volksabstimmung am 27.11.2011: Gut 7,6 Millionen Stimmberechtigte

Am 27. November 2011 findet in Baden-Württemberg die Volksabstimmung über die Gesetzesvorlage »Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)« statt.

Nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes dürfte die Zahl der Stimmberechtigten bei der Volksabstimmung am 27. November 2011 in etwa der Zahl der Wahlberechtigten zur Landtagswahl vom 27. März 2011 entsprechen. Damit ist mit voraussichtlich rund 7,6 Mill Stimmberechtigen zu rechnen. Das für eine Zustimmung zur Gesetzesvorlage erforderliche Quorum, das einem Drittel der Stimmberechtigten im Land entspricht, läge damit bei gut 2,5 Mill. Stimmberechtigten.

Rund 70 000 junge Baden-Württemberger erstmals stimmberechtigt

Unter den Stimmberechtigten sind voraussichtlich etwa 70 000 junge Männer und Frauen, die noch nie an einer landesweiten Parlamentswahl oder Abstimmung teilnehmen durften1). Diese erstmals Stimmberechtigten haben die Volljährigkeit seit der Landtagswahl am 27. März 2011 bereits erreicht bzw. werden bis zum Termin der Volksabstimmung am 27. November 2011 das 18. Lebensjahr vollendet haben und erstmals ihr Kreuz bei einer Wahl bzw. Abstimmung in Baden-Württemberg setzen dürfen.

Frauen und Senioren mit besonders hohem politischen Einflusspotential

Die für die Volksabstimmung zu erwartenden rund 7,6 Millionen Stimmberechtigten werden sich voraussichtlich aus gut 3,9 Millionen Frauen (knapp 52 Prozent) und rund 3,7 Millionen Männern (gut 48 Prozent) zusammensetzen2). Damit besitzen Frauen rein quantitativ betrachtet ein höheres politisches Einflusspotential als Männer. Ebenso verfügen Seniorinnen und Senioren über einen besonders großen Einfluss auf das Abstimmungsergebnis: So wird nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes am 27. November 2011 insgesamt etwa jeder dritte stimmberechtigte Baden-Württemberger 60 Jahre oder älter sein und etwa jeder fünfte Stimmberechtige (rund 20 Prozent) bereits das 70. Lebensjahr vollendet haben. Dagegen werden die jüngeren Baden-Württtembergerinnen und Baden-Württemberger im Alter von unter 30 Jahren lediglich einen Anteil von 16 Prozent der Stimmberechtigen stellen, die im Alter von 18 bis 24 Jahren voraussichtlich nicht einmal 10 Prozent der Stimmberechtigten ausmachen. Bei Parlamentswahlen war in der Vergangenheit die Wahlbeteiligung der älteren Wahlberechtigten stets höher als die der jüngeren. Sollte sich dieser Trend auch bei der Volksabstimmung am 27. November 2011 manifestieren, dann würde dies den Einfluss der jüngeren Menschen noch weiter reduzieren.

Zahl der Stimmberechtigten seit der Volksabstimmung 1951 um etwa 76 Prozent gestiegen

Gegenüber der Volksabstimmung vom 9. Dezember 1951, als gut 4,3 Millionen Stimmberechtigte in den damaligen Ländern Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern zur Abstimmung über die Neugliederung des Südwestdeutschen Raumes aufgerufen waren, wird die Zahl der Stimmberechtigten zur Volksabstimmung 2011 um etwa 76 Prozent gestiegen sein. Zur Volksabstimmung 1951 lag das Wahl- bzw. Abstimmungsalter allerdings noch bei 21 Jahren.

Nimmt man die Volksabstimmung von 1971 über die Auflösung des Landtags von Baden-Württtemberg – damals war das Abstimmungsalter bereits von 21 auf 18 Jahre gesenkt worden – zum Vergleich, werden gut 28 Prozent mehr Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger zur Abstimmung berechtigt sein, als vor 40 Jahren.

(Statistisches Landesamt BW)


 


 

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