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IHK bietet Mitgliedsunternehmen Demografierechner als Frühwarnsystem

Unternehmen können sich jetzt buchstäblich selbst „leicht ausrechnen“, wann ihnen der Fachkräftemangel droht. Die Industrie- und Handelskammer Bon/Rhein-Sieg und weitere zehn nordrhein-westfälische Kammern bieten ihnen seit heute (10. Juni) im Internet einen Demografierechner an.

Mit diesem Instrument können die Betriebe anhand der eigenen Mitarbeiterdaten ermitteln, wo und wie sich die Altersstruktur der Belegschaft künftig ändert und neue Mitarbeiter dringend benötigt werden. Der Demografierechner ergänzt damit den IHK-Fachkräftemonitor zu einem umfassenden betrieblichen Frühwarnsystem. Über beide Instrumente informiert Fachkräfteberater Dario Thomas kostenfrei die Mitgliedsunternehmen der IHK.

Klar ist, dass die Belegschaften durchschnittlich immer älter und in vielen Berufsgruppen verstärkt Fachkräfte knapp werden. Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur Großbetriebe. Auch kleine Unternehmen müssen sich dem Problem stellen. Hierzu stellt der IHK-Demografierechner die Zahlengrundlage zur Verfügung.

Der IHK-Demografierechner macht die Zukunft des eigenen Personals transparent, indem er die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Berufsgruppen und Qualifikationen abbildet und dabei auch die Erfahrungswerte für die jährlichen Zu- und Abgänge berücksichtigt. Angezeigt werden die jährlichen berufsspezifischen Ersatzbedarfe durch Renteneintritt und Fluktuation bis zum Jahr 2030. Dabei gibt es Vergleichsmöglichkeiten mit der Region und der Branche, in denen sich das Unternehmen befindet.

Viele Unternehmen unterschätzen weiterhin die Wucht, mit welcher der demografische Wandel sie treffen wird. Dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: Für den IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg fehlen zwischen 2012 und 2015 durchschnittlich 16.000 Fachkräfte. Bis 2030 wird dieser Mangel über 22.000 im Jahr 2025 auf 30.000 fehlende Fachkräfte bis 2030 ansteigen. „Die IHK möchte mit ihrem vielfältigen Instrumentenkasten von Ausbildung, Vermittlung von Jugendlichen in Beschäftigung, Förderung von Beschäftigungsmöglicheiten für behinderte Menschen sowie mit der gezielten weltweiten Anwerbung von Fachkräften den Unternehmen helfen, nicht in die demografische Falle hinein zu geraten,“ sagt Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Insbesondere die Investition von Unternehmen in die Weiterbildung von Mitarbeitern zahle sich hier aus.

Quelle: IHK Bonn

(Redaktion)


 


 

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