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  • 20.05.2010, 10:25 Uhr
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  • Karlsruhe / Stuttgart
European Energy Award

Karlsruhe erhält European Energy Award

Erhebliche Potenziale bei der Nutzung der Energieeffizienz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien: 'Beim Klimaschutz brauchen wir solch engagierte Mitstreiter'

An die Stadt Karlsruhe überreichte gestern Ministerialdirektor Bernhard Bauer den baden-württembergischen European Energy Award. Der 'European Energy Award ®', ist ein europäisches Zertifizierungssystem an dem sich Städte und Gemeinden beteiligen können, die energieeffiziente Maßnahmen umsetzen und den Einsatz von erneuerbaren Energien ausbauen. "Die Stadt Karlsruhe hat beim kommunalen Klimaschutz viel geleistet. Ein gutes Beispiel für große Kommunen im Land", lobte Ministerialdirektor Bauer. So seien beispielsweise die jährlichen CO2-Emissionen der städtischen Gebäude seit Beginn des Zertifizierungsprozesses im Jahr 2001 um 20 Prozent reduziert worden. Bisher hätten sich mehr als 20 baden-württembergische Kommunen an dem europäischen Zertifizierungssystem beteiligt und somit ihr gestiegenes Energiebewusstsein zum Ausdruck gebracht. "Karlsruhe hat als 15. Kommune die Voraussetzungen für die Übergabe des European Energy Award erreicht", so Bauer.

Der 'European Energy Award ®' biete eine Plattform, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und voneinander im Wettbewerb um zukunftsweisende Energie- und Klimaschutzkonzepte zu lernen, betonte Bauer. Die Einführung des 'European Energy Award ®' sei vom Umweltministerium mit insgesamt rund 200.000 Euro gefördert worden und wird jetzt im Rahmen von KlimaschutzPlus mit 8.000 Euro für jede teilnehmende Kommune gefördert. Mit dieser Förderung solle der 'European Energy Award ®' in Baden-Württemberg in die Fläche gebracht und so die Energieeffizienz in Landkreisen, Städten und Gemeinden gesteigert werden. Europaweit würden sich inzwischen rund 580 Kommunen in zehn Staaten beteiligen. In Deutschland seien es 197 Kommunen und davon 65 Kommunen mittlerweile zertifiziert. Der überwiegende Teil der "eea-Kommunen" befinde sich in Österreich, der Schweiz und in Nordrhein-West-falen. "Dies unterstreicht die beispielhafte Rolle der Stadt fürs Land."

Die Potenziale zur Einsparung von Energie in den Städten und Gemeinden seien bei Weitem nicht ausgeschöpft, so der Ministerialdirektor. "Vor allem bei den zahlreichen älteren kommunalen Liegenschaften wird noch Energie vergeudet." So werde das wirtschaftliche Einsparpotenzial allein im Bereich der kommunalen Liegenschaften auf rund 30 Prozent beziffert. Bei dem Zertifizierungsverfahren werden die Bereiche kommunale Liegenschaften, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Entwicklungsplanung, interne Organisation und Kommunikation einer Bewertung unterzogen.

Beim Klimaschutz habe sich das Land ehrgeizige Ziele gesteckt, so Bauer. "Wir streben an, den Kohlendioxidausstoß bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu verringern. Dabei brauchen wir engagierte Mitstreiter. Dazu gehören die Städten und Gemeinden. Auf sie zählen wir." Zur Unterstützung der Kommunen werde das Landesnetzwerk regionaler Energieagenturen weiter ausgebaut, kündigte Gönner an. "Die Agenturen sind auf der örtlichen Ebene wichtige An-sprechpartner und Impulsgeber." Landesweit gibt es zwischenzeitlich 29 Energieagenturen, die 36 Stadt- und Landkreise abdecken, also fast flächendeckend. Außerdem fördere das Land mit dem KlimaschutzPlus-Programm Investitionen von Kommunen wie auch Kirchen und Unternehmen zur Verringerung des Kohlendioxidausstoßes. Für jede eingesparte Tonne Kohlendioxid gebe es einen Zuschuss von bis zu 50 Euro. "Vorrangiges Ziel ist es, den Kohlendioxidausstoß zu verringern. Daran orientiert sich die Förderung", so Bauer. Auf welche Weise die Minderung des Kohlendioxidausstoßes erreicht werde, sei dagegen zweitrangig. "Wir schreiben weder einen Anlagentyp noch eine Maßnahme vor. Das ermöglicht individuell maßgeschneiderte Sanierungskonzepte, die an den vorhandenen Möglichkeiten ausgerichtet sind."

(Land BW / Redaktion)


 

 

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