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Fußgängersimulation für Bahnhofsplaner und -betreiber

PTV launcht mit VISWALK eine Software speziell für Fußgängersimulation

Sie laufen kreuz und quer, biegen ohne Ankündigung ab oder bleiben abrupt stehen: Fußgänger gelten als das dynamischste Element städtischer Umgebung. Ob in Fußgängerzonen, Bahnhöfen, Shoppingcentern oder auch bei Veranstaltungen – ihre Wege zu planen, ist eine komplexe Aufgabe. Mit VISWALK bringt PTV jetzt eine speziell auf Fußgänger zugeschnittene Simulationssoftware auf den Markt, die Bahnhofsbetreibern, Stadtplanern, Architekten und Eventmanagern bei der Planung ihrer Projekte unterstützt. Das Karlsruher Unternehmen stellt VISWALK heute auf dem ETC Kongress in Glasgow vor.

Wie breit sollten Bahnsteige sein? Wie viele Lifte werden benötigt? Und wie lange sollte der Zug im Bahnhof verweilen, damit die Reisenden bequem aus- und umsteigen können? Mit Fragestellungen wie diesen beschäftigen sich Planer und Betreiber von Bahnhöfen und Metrostationen. PTV hat nun mit VISWALK ein Simulationstool entwickelt, mit dem sich Fußgängerströme in und außerhalb von Gebäuden optimieren lassen. So ermöglicht VISWALK, die Kapazitäten von Bahnhöfen und Metrostationen zu planen, die optimalen Gehrouten für die Reisenden auszuloten, ihr Verhalten beim Anstehen am Ticketschalter bewerten, Evakuierungsanalysen durchzuführen sowie die Lage von Bahnhofsgeschäften zu evaluieren. Ist ein Bahnhof noch in der Planung, lässt sich mit der Simulationssoftware darüber hinaus das Design nach diesen Aspekten optimieren. Auf Knopfdruck liefert die Software die Simulation auch in 3D.

Den Fußgänger im Blick

„Pedestrian Engineering“ heißt die Disziplin, die die meist genutzte Beförderungsart, das Gehen, im Fokus hat. Sie hat das Ziel, Fußgängerströme sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden sicherer und flüssiger zu machen. Mikrosimulationen unterstützen diesen Prozess. VISWALK bildet das Fußgängerverhalten realitätsgetreu ab wie keine andere Simulationssoftware. „Eine Besonderheit ist beispielsweise die dynamische Routenwahl“, erklärt Dr. Tobias Kretz, Produktmanager bei der PTV und Experte für Fußgängersimulationen. Wie Autofahrer versuchen auch Fußgänger ihr Ziel möglichst schnell zu erreichen. Häufig ist die schnellste Route zugleich auch die kürzeste. „Doch schon in Situationen, in denen beispielsweise eine große Gruppe von Fußgängern um eine Kurve läuft, wird diese ‚Regel‘ durchbrochen“, sagt Kretz. „VISWALK berücksichtigt in der Simulation daher beides: die kürzeste und die schnellste Route.“

Die Wissenschaft dahinter

In Fußgängermengen herrscht eine Art kollektive Intelligenz: Wie von selbst bilden sich in Korridoren Bahnen oder entstehen an Engstellen Wechselströme. Wissenschaftler bezeichnen diese Dynamik auch als Selbstorganisationsphänomen. Bei der Interaktion zwischen Fußgängern wirken sowohl physikalische als auch soziale Kräfte. Diese lassen sich mathematisch mit Hilfe des Social Force Modells (SFM) beschreiben, das von Prof. Dr. Dirk Helbing entwickelt wurde und in VISWALK zum Tragen kommt.

(PTV AG / Redaktion)


 


 

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