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Niedriglöhne: Es trifft jeden Fünften in Deutschland

Mehr als 20 Prozent der Beschäftigten arbeiten in Deutschland für einen Niedriglohn. Statistiker warnen bereits vor einem langfristigen Negativtrend, bei dem immer mehr Deutsche weniger als 10 Euro brutto die Stunde verdienen.

Im Jahr 2006 waren es 18,7 Prozent der Arbeitnehmer, die mit einem geringen Lohn bezahlt wurden. Heute liegt der Prozentsatz bei 20,6. Mit steigender Anzahl der Geringverdiener öffnet sich immer weiter die Schere zwischen dem höchsten und dem geringsten Einkommen in Deutschland. Im Schnitt verdienen die Beschäftigten im Niedriglohnsektor 10,36 Euro brutto und weniger. Doch niedrige Löhne bedeuten ebenso niedrige Renten im Alter.

Bundesratsinitiative gegen Niedriglöhne

Vor allem Minijobs und Zeitarbeit sind schlechter bezahlt. In Gaststätten, Wäschereien oder Kinos bekommen drei von vier Beschäftigte einen Niedriglohn. Als Niedriglohn zählt dabei ein Gehalt, das geringer als zwei Drittel des Durchschnittseinkommens aller Beschäftigten ist. Die Niedriglohngrenze für 2010 liegt bei 10,36 Euro.

In Thüringen soll es deshalb jetzt eine Bundesratsinitiative geben, die einen bundesweiten Mindestlohn über alle Branchen hinweg festlegt. Die Bundesregierung, vor allem die CDU und CSU, plant bisher nur einen Mindestlohn für tariffreie Zonen.

(Christian Weis)


 


 

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