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Förderung des Ingenieurnachwuchses

INTERREG IV A Förderbescheid in Höhe von rund einer Million Euro für Hochschule Karlsruhe

„Ich freue mich sehr, dass die Hochschule Karlsruhe sich auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit engagiert und mit ihrem INTERREG IV A Projekt ‚Verbesserung des Wissenstransfers für nachhaltiges Bauen’ die Möglichkeiten nutzt, die dieses EU-Förderprogramm hier am Oberrhein bietet. Wir brauchen gute und innovative Projekte, um unsere Region als das zu positionieren, was sie ist: eine Modellregion mit vielfältigem Potential und gemeinsamer Identität, die Trinationale Metropolregion Oberrhein“. Das sagte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner am 19. Juli im Regierungspräsidium Karlsruhe.

Der Regierungspräsident überreichte einen Förderbescheid über die Gewährung von Fördermitteln aus dem EU-Förderprogramm INTERREG IV A Oberrhein für das Projekt „Verbesserung des Wissenstransfers für nachhaltiges Bauen“ in Höhe von rund einer Million Euro an Professor Dr. rer. nat. Karl-Heinz Meisel, Rektor der Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft.

Das von der Hochschule Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Universität Straßburg, dem INSA Straßburg (Institut National des Sciences Appliquées de Strasbourg) und der Fachhochschule Nordwestschweiz auf den Weg gebrachte Projekt sieht vor, den wissenschaftlichen Kenntnisstand im Bereich des nachhaltigen Bauens gemeinsam zu vertiefen. Im Anschluss soll das gewonnene Wissen sowohl an den Ingenieurnachwuchs als auch in Weiterbildungen an Fachleute der regionalen Bauwirtschaft weitergegeben werden. Auf diese Weise können die neuesten Kenntnisse sehr schnell in der Baupraxis umgesetzt werden.

Das Bauwesen zählt zu den Sektoren mit dem höchsten Verbrauch an Naturressourcen, fossilen Rohstoffen und an (Wärme)-Energie. In der Oberrheinregion beträgt die Raumheizwärme etwa 35 Prozent des gesamten Energieverbrauches und die CO2-Emissionen liegen bei 20 Prozent. Der Gebäudebestand besitzt eines der größten Einsparpotenziale im Hinblick auf Rohstoffe und Energie. Dieses soll stärker genutzt werden. 

Der aktuelle Kenntnisstand im Hinblick auf Strategien und Technologien zum „Nachhaltigen Bauen“ ist geprägt durch eine getrennte Betrachtung der werkstofforientierten Themen. Der Wissenstransfer erfolgt weitgehend durch einzelne Aktivitäten im Bereich von Forschung, Aus- und Weiterbildung. Es mangelt noch an themenübergreifenden Konzepten und Handlungsstrategien, die eine Anwendung neuer Technologien umfassen. Auch der Transfer von Forschungsergebnissen in die Baupraxis ist gering oder erfolgt mit großer zeitlicher Verzögerung. Schließlich sind die Ansätze zum „Nachhaltigen Bauen“ innerhalb der Oberrheinregion uneinheitlich. 

Inhalt des Projektes „Verbesserung des Wissenstransfers für nachhaltiges Bauen“ ist es, mit einer Vernetzung der jeweiligen Kompetenzen der Partner eine gemeinsame Erweiterung und Vertiefung des wissenschaftlichen Kenntnisstandes durch Kooperation und Austausch zu erreichen. Der Ingenieurnachwuchs wird auf diesem Gebiet grenzüberschreitend gefördert. Die angewandten Technologien werden durch ein erweitertes Lehrangebot an den beteiligten Hochschulen harmonisiert. Das Projekt trägt dazu bei, den aktuellen Wissensstand in der Forschung schneller zu verbreiten und gewonnene Erkenntnisse durch die Weiterbildung der Praktiker rasch in die Baupraxis umzusetzen. 

Ziel ist die Festigung der Oberrheinregion als Forschungs- und Wissenschaftsstandort, die Stärkung der Basis für zukünftige grenzüberschreitende Kooperationen durch ein breites und harmonisiertes Niveau von Fachkompetenzen der Hochschulabsolventen sowie die Erschließung neuer Marktpotenziale. Damit werden auch neue Arbeitsplatzangebote in der regionalen Bauwirtschaft geschaffen, die auf ein gut geschultes und mit dem Stand der Technik vertrautes Fachpersonal zurückgreifen kann. 

Hintergrund:
Die europäische Gemeinschaftsinitiative INTERREG trägt seit 1989 und nun bereits in der vierten Programmperiode als INTERREG IV A Oberrhein durch die Förderung vielfältiger Projekte dazu bei, die grenzüberschreitenden Potenziale der Region zu nutzen und die grenzbedingten Hemmnisse abzubauen, um den Oberrheinraum zu einer wirtschaftlich starken und sozial wie ökologisch nachhaltigen Region zu entwickeln. 

Regierungspräsident Dr. Kühner ist für das Regierungspräsidium Karlsruhe Mitglied im Begleitausschuss des INTERREG IV Programms Oberrhein, in dem Vertreter der regionalen Programmpartner aus der Pfalz, Baden, dem Elsass und der Schweiz in jährlich zwei Sitzungen über die Vergabe der Fördermittel entscheiden. Aktuell stehen noch rund 34 Millionen Euro für die Förderung weiterer Projekte zur Verfügung. Informationen zu weiteren bewilligten Projekten sowie zu Fördermöglichkeiten gibt es auf der Internetseite des Programms unter www.interreg-oberrhein.eu.

(Regierungspräsidium Karlsruhe)


 


 

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