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Karlsruher Immobilienmarkt steigert Geldumsätze

Der Immobilienmarkt in Karlsruhe präsentiert sich im Jahresvergleich 2012 zu 2013 positiv und kann mit gesteigertem Geldumsatz punkten. Dafür zeichnet besonders das Luxussegment verantwortlich. Dies geht aus den Ergebnissen der aktuellen Marktanalyse des Maklerunternehmens Dahler & Company hervor, die auf den Zahlen des Gutachterausschusses der Stadt Karlsruhe beruht.

  • Im Vergleich zum Vorjahr ist der gesamte Geldumsatz für Immobilien in Karlsruhe 2013 um 5,6 Prozent auf 539,9 Mio. Euro gestiegen.
  • Der Geldumsatz der Ein- und Zweifamilienhäuser stieg 2013 auf 126,6 Mio. Euro und somit um 1,8 Prozent.
  • Der höchste Geldumsatz ist im Segment des Wohnungseigentums zu verbuchen und liegt bei 281,7 Mio. Euro. Er stieg im Jahresvergleich 2012 zu 2013 um 7,4 Prozent an. Insbesondere in der Preiskategorie 750.000 bis 999.999 Euro wurden deutlich mehr Immobilien veräußert als im Vorjahr. Die hier erzielten Kaufpreise liegen im Schnitt 5 Prozent über denen von 2012.
  • Der Markt für Wohn- und Geschäftshäuser legte 2013 besonders in den preisintensiven Segmenten ab 1 Mio. Euro zu.

Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser

Die Zahl der Kauffälle im Segment freistehender Ein- und Zweifamilienhäuser in 2013 geht mit zwei Objekten um 0,6 Prozent zurück (2013: 315; 2012: 317). Dennoch konnte der gesamte Geldumsatz um 1,8 Prozent gesteigert werden und liegt somit bei 126,6 Mio. Euro (2012: 124,4 Mio. Euro). Das geht vor allem auf das gehobene Preissegment von 750.000 Euro bis 1 Mio. Euro zurück, welches das Jahr 2013 mit einer Steigerung verlässt. Acht Ein- und Zweifamilienhäuser wurden mehr verkauft, was ein Wachstum von 72,7 Prozent bedeutet (2013: 19 verkaufte Immobilien, 2012: 11). Der Geldumsatz stieg entsprechend um 64,2 Prozent an (2013: 15,6 Mio. Euro; 2012: 9,5 Mio. Euro). Auch die darunter liegende Preiskategorie präsentiert sich positiv: 49 Objekte wurden mit einem Verkaufspreis zwischen 500.000 Euro und 750.000 Euro veräußert, im Jahr 2012 waren es 43. Der Geldumsatz liegt mit einer Steigerung von 12,9 Prozent im Jahr 2013 bei 29 Mio. Euro und wuchs somit um 3,3 Mio. Euro (2012: 25,7 Mio. Euro). Das Luxussegment ab 1 Mio. Euro zeigt sich stabil. Im Jahresvergleich wurden mit sieben Objekten gleich viele Eigenheime verkauft, der Geldumsatz sank leicht um 3,2 Prozent auf 8,3 Mio. Euro (2012: 8,6 Mio. Euro).

In der unteren Preisklasse bis 250.000 Euro ging der Markt zurück. Acht Immobilien weniger wechselten den Besitzer. Der Geldumsatz sank in dem niedrigsten Segment um 15 Prozent mit einem Rückgang um 2 Mio. Euro auf 11,4 Mio. Euro. Ein Defizit des Geldumsatzes von 4,3 Prozent verzeichnet auch das Preissegment von 250.000 bis 500.000 Euro. In 2013 wurde ein Geldumsatz von 60,4 Mio. Euro erzielt, 2012 lag er bei 63,1 Mio. Euro. Dabei gingen die Kauffälle um sieben Objekte zurück. Damit trägt dieses Segment aber dennoch in der Gesamtübersicht der freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser die größte Summe bei.

Segment der Eigentumswohnungen

Im Segment der Eigentumswohnungen ist ebenfalls eine Steigerung der Geldumsätze bei sinkender Zahl der Kauffälle zu beobachten. 1.665 Wohnungen wurden in 2013 verkauft, 2012 waren es noch 1.688 Objekte. Dies bedeutet einen Rückgang von 23 Immobilien, also 1,4 Prozent. Der Geldumsatz hingegen stieg um 7,4 Prozent an und liegt in 2013 bei 281,7 Mio. Euro (2012: 262,3 Mio. Euro). Auffällige Veränderungen zeigte besonders das Preissegment von 750.000 bis 1 Mio. Euro. Im Jahr 2012 verkauften sich hier lediglich zwei Objekte mit einem Gesamtwert von 1,7 Mio. Euro. Im Folgejahr wurden zehn Immobilien verkauft, der Geldumsatz stieg auf 8,8 Mio. Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 425,7 Prozent.

Die Luxussegmente von 1 Mio. Euro bis 1,5 Mio. Euro und ab 1,5 Mio. Euro haben sich im Jahresvergleich leicht gesteigert. In 2012 wurden in beiden Segmenten keine Immobilien verkauft, in 2013 wechselte je ein Objekt den Besitzer. Der Geldumsatz liegt bei 1,4 Mio. Euro beziehungsweise 1,7 Mio. Euro.

Auch das Preissegment von 250.000 Euro bis 500.000 Euro ist gewachsen. Vor allem die absoluten Zahlen sprechen für sich: 30 Objekte wurden im Jahresvergleich mehr verkauft (2013: 303; 2012: 273). Dies entspricht 11 Prozent. Der Geldumsatz steigerte sich um 14,4 Prozent, was eine Summe von 12,5 Mio. Euro bedeutet, und liegt bei beachtlichen 99,5 Mio. Euro (2012: 87 Mio. Euro).

In der Preiskategorie bis 249.000 Euro sind zwar die Kauffälle gegenüber 2012 zurückgegangen (2013: 1.339; 2012: 1.401) und auch der Geldumsatz lag im Vorjahr höher (2013: 163,9 Mio Euro; 2012: 166,9 Mio. Euro). Dennoch macht dieses Segment den Löwenanteil (rund 58 Prozent) am gesamten Geldumsatz des Karlsruher Wohnungsmarktes aus.

Segment der Wohn- und Geschäftshäuser

Das Segment der Wohn- und Geschäftshäuser in Karlsruhe erwirtschaftet in 2013 einen gesamten Geldumsatz von 62,1 Mio. Euro durch den Verkauf von 49 Objekten. Eine Immobilie wurde somit im Jahresvergleich weniger verkauft, dennoch stieg der Geldumsatz um 103,3 Prozent (2012: 30,5 Mio. Euro). Besonders die preisintensiven Segmente ab 1 Mio. Euro gehen positiv aus dem Jahr 2013 hervor. Zwischen 1 Mio. Euro und 1,5 Mio. Euro verkaufen sich elf Objekte – vier mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg entsprechend um 57,1 Prozent auf 13,8 Mio. Euro (2012: 7,9 Mio. Euro). Auch in der Preiskategorie von 1,5 Mio. Euro bis 3 Mio. Euro sind positive Entwicklungen zu beobachten. Die Zahl der Kauffälle stieg von einem Objekt auf sieben, während der Geldumsatz um 412,2 Prozent auf 11,8 Mio. Euro kletterte (ein Plus von 9,5 Mio. Euro). Auch in der Preisklasse über 3 Mio. Euro wurden im Segment der Wohn- und Geschäftshäuser im Gegensatz zum Vorjahr zwei Objekte veräußert. Sie erbrachten gemeinsam einen Geldumsatz von 22,7 Mio. Euro.

In den unteren Preiskategorien sind die Kauffälle rückläufig. Besonders zwischen 500.000 Euro und 749.999 Euro war 2013 ein Rückgang von 13 Kauffällen gegenüber 2012 zu verzeichnen, der Geldumsatz ging um 69 Prozent von 11,7 Mio Euro auf 3,6 Mio. Euro zurück Lediglich im Segment 250.000 bis 499.999 Euro konnten 4 Immobilien mehr veräußert werden (2013: 16; 2012: 12). Die Geldumsätze stiegen entsprechend um 33 Prozent an (2012: 6 Mio. Euro; 2013: 4,2 Mio Euro).

Fazit

Der Luxusimmobilienmarkt in Karlsruhe profitiert im Jahr 2013 von einer leichten Steigerung der Kauffälle – besonders beim gehobenen Wohnungseigentum und Wohn- und Geschäftshäusern wird dies deutlich. Damit geht auch der Anstieg des gesamten Geldumsatzes um 5,6 Prozent einher. Diese Steigerung im Luxussegment kann den Einbruch der Kauffälle im unteren Preissegment ausgleichen.

„Der Luxusmarkt hat im Jahresvergleich deutlich angezogen und beeinflusst die Gesamtumsätze sehr positiv. Mit seiner Wirtschaftskraft ist Karlsruhe in der Metropolregion Oberrhein natürlich ein wichtiger Standort und von Investorenseite sehr interessant. Unternehmer siedeln sich an und möchten entsprechend wohnen. Nicht umsonst sind Unternehmen wie Michelin, DM oder EnBW schon seit Jahren in Karlsruhe angesiedelt“, so Annekathrin Bethke, Geschäftsführerin bei Dahler & Company. Das Maklerunternehmen setzt seinen Schwerpunkt der Immobilienvermittlung auf das gehobene und luxuriöse Wohnsegment. „Wir wollen uns mit Dahler & Company vermehrt in Städten aufstellen, in denen wir ein großes Potenzial für hochwertige Immobilien beobachten. Besonders Karlsruhe ist deshalb sehr attraktiv. Dafür sind wir konstant auf der Suche nach Partnern, die die Dahler & Company Philosophie leben“, so Bethke. Um das Potenzial zu erschließen, wurde ein Lizenzsystem geschaffen, das sich flexibel an verschiedene Standortgrößen anpassen lässt und Lizenznehmer in ihrer Arbeit unterstützt als auch wichtige Freiheiten gibt.

(Redaktion)


 


 

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