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Umfrage IHK Karlsruhe

Verhaltene Zuversicht in den Unternehmen

Aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Karlsruhe

Die Wirtschaft in der TechnologieRegion Karlsruhe arbeitet sich langsam aus der Krise. Zum Jahresbeginn 2010 hat sich im Branchendurchschnitt sowohl die Beurteilung der Geschäftslage als auch die Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten weiter verbessert. Drei von vier Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Situation zumindest zufrieden. Auch die Personalplanungen sind weniger stark auf Beschäftigungsreduzierung ausgerichtet als noch vor einigen Monaten. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe (IHK).

Die positiven und negativen Urteile zur Geschäftslage halten sich fast die Waage. Aktuell bewerten 24 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut nach 22 Prozent im Herbst 2009. Jedes zweite Unternehmen zeigt sich mit der eigenen wirtschaftlichen Situation immerhin zufrieden. Weiterhin schlecht geht es 26 Prozent der Unternehmen, im vergangenen Herbst lag dieser Anteil noch bei 31 Prozent.

IHK-Präsident Bernd Bechtold: „Die verbesserte Geschäftslage in der Gesamtwirtschaft wird allerdings nicht von allen Wirtschaftszweigen getragen. Während sich in der Industrie, dem Großhandel und dem Dienstleistungssektor die Stimmung weiter aufgehellt hat, ist in der Bauwirtschaft und dem Einzelhandel bei der Mehrheit der antwortenden Unternehmen die aktuelle Situation nach einer kurzen Erholung im vergangenen Herbst abermals sehr angespannt.“

Beim Ausblick auf die kommenden zwölf Monate haben die Optimisten wieder die Oberhand gewonnen. Über alle Wirtschaftszweige hinweg rechnen 29 Prozent der Unternehmen mit besseren Geschäften (Herbst 2009: 25 Prozent). Jeder zweite Betrieb erwartet eine stabile Geschäftsentwicklung. Skeptisch geben sich 21 Prozent der Unternehmen (Herbst 2009: 24 Prozent). Hinter diesem Gesamtbild fallen die Erwartungen in den einzelnen Branchen jedoch recht unterschiedlich aus. Deutlich an Zuversicht gewonnen haben die Industrie und der Dienstleistungssektor. Dagegen haben die Baubranche und der Einzelhandel ihre Geschäftserwartungen massiv heruntergeschraubt.

Die langsam steigende Zuversicht lässt die Personalplanungen nicht mehr ganz so restriktiv ausfallen wie noch im vergangenen Herbst. Die große Mehrheit der Unternehmen wird versuchen, die derzeitige Personalstärke in den kommenden zwölf Monaten zu halten. Im Saldo am ungünstigsten fallen nach wie vor die Beschäftigungspläne in der Industrie und der Bauwirtschaft aus. Freundlicher ist das Szenario im Dienstleistungssektor, in dem wieder deutlich mehr Unternehmen Neueinstellungen als Entlassungen vorsehen.

Infolge der in den letzten Monaten erkennbaren konjunkturellen Erholungstendenz zeichnet sich eine leichte Verbesserung des Investitionsklimas ab. Die größte Rolle im Investitionsgeschehen spielt weiterhin der Ersatzbedarf gefolgt von Investitionen zur Kostenreduktion. Das Innovationsmotiv gewinnt nicht nur angesichts der Krisenzeiten immer mehr an Bedeutung; in der Investitionsgüterindustrie ist es sogar das zweitwichtigste Motiv für Investitionen.

An der regelmäßigen Trimesterumfrage der IHK Karlsruhe beteiligt sich eine repräsentative Auswahl von 1.085 Unternehmen aus den Bereichen Industrie (310), Bauwirtschaft (35), Groß- und Einzelhandel (200), Hotel- und Gaststättengewerbe (50) und dem Dienstleistungssektor (490).

(IHK Karlsruhe)


 


 

Bernd Bechtold
Industrie- und Handelskammer Karlsruhe
IHK
Geschäftsentwicklung

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