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Neues Institut

Fraunhofer IOSB - Systeme lösen Aufgaben

Das neue Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB entstand zum 01. Januar 2010 aus der Fusion der Fraunhofer-Institute für Optronik und Mustererkennung FOM am Standort Ettlingen und für Informations- und Datenverarbeitung IITB am Standort Karlsruhe.

Das Fraunhofer IOSB ist jetzt das mit Abstand größte Institut des Fraunhofer-Verbundes für Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) und das europaweit größte Institut für angewandte Forschung auf dem Gebiet der Bildgewinnung und -auswertung.

Das IOSB verfügt mit diesen drei Kernkompetenzen Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung über ein durchgängiges Kompetenzspektrum, das von der Objekt- und Sensorphysik über die Bildgewinnung und -auswertung bis zum Informations- und Wissensmanagement und zur Anthropomatik reicht. Es verbindet die Welt der Signale (die Bilderfassung) mit der Welt der Symbole und Daten, die zum Beispiel in Leitständen einer industriellen Produktion erscheinen.

Moderiert wird dieses Spektrum von der katalytisch wirkenden Kernkompetenz der Systemtechnik. Damit ist die Fähigkeit gemeint, komplexe Systeme zu analysieren, zu modellieren, zu entwerfen, zu optimieren, zu bauen, in Betrieb zu nehmen und nachhaltig erfolgreich zu betreiben.

Einige Beispiele für solche Systeme aus dem IOSB sind das mittlerweile bei der Bundeswehr mehrfach eingesetzte Bildauswertesystem ABUL für das unbemannte Aufklärungsflugzeug LUNA, das System AMFIS und der digitale Lagetisch für das Katastrophenmanagement, die automatische Schüttgutsortierung und Oberflächenprüfung oder auch das Leitsystem Povis.Agent®, das seit 2006 bei der Daimler AG insbesondere in den Werken Bremen und Wörth in der Automobilproduktion eingesetzt wird.

Die heutigen, meist sehr komplexen Aufgabenstellungen, erfordern einerseits spezielle ausgereifte Technologien zur Lösung unterschiedlicher Teilprobleme der Gesamtaufgabe. Andererseits kommt es auf das gut organisierte Zusammenspiel leistungsfähiger Einzel-Komponenten als Teil der Nutzen- und Wertschöpfung an. Hier entsteht ein neues Potenzial, denn mit wachsender Systemkomplexität wächst der zweitgenannte Anteil überproportional. Um dieses Potenzial zu heben, bedarf es fundierter Kompetenzen der  Automatisierungstechnik, des Software-Engineering, der Netzwerktechnik, des Informations- und Wissensmanagements, der Technologien für die Interoperabilität und natürlich des systematischen Designs von Mensch-Maschine Systemen.

Kompetenzträger des IOSB sind dreizehn Abteilungen und eine Forschungsgruppe, die als Bindeglied zum Lehrstuhl für Interaktive Echtzeitsysteme des Instituts für Anthropomatik an der Fakultät für Informatik des Karlsruher Institut für Technologie KIT fungiert. Die enge Vernetzung mit der Universität durch Diplomanden und Doktoranden einerseits und die intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschaft andererseits gewährleistet eine bedarfsgerechte Auftragserfüllung auf dem neuesten Stand der Technik. Die gesamte Kette von der Signalgewinnung über die Signalauswertung bis zur Integration in einsatzfähigen Systemen wird von den Abteilungen des IOSB lückenlos abgedeckt. Als Fraunhofer-Institut hat das IOSB den klaren Auftrag, seine Forschung anwendungsbezogen und damit am Bedarf von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern zu orientieren. Neben der wissenschaftlichen Spezialisierung bedarf es einer Fokussierung auf wissenschaftliche und gesellschaftliche Aufgabenstellungen, denn bestmögliche Lösungen brauchen nicht nur wissenschaftlich- technische Kompetenzen, sondern darüber hinaus auch fundiertes Branchenwissen.

Das IOSB konzentriert sich vornehmlich auf fünf Geschäftsfelder, auf denen die beiden Vorgängerinstitute seit langem arbeiteten:

  • Automatisierung
  • Energie, Umwelt
  • Inspektion und Sichtprüfung
  • Verteidigung
  • Zivile Sicherheit

(Fraunhofer IOSB / Redaktion)


 


 

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