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Wohnraummangel

Mieten und Immobilienpreise in Karlsruhe steigen

Der Ausbau der Karlsruher Universität sowie die insgesamt steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen erhöhen den bereits herrschenden Wohnraummangel.

Die dadurch steigende Wohnungsnachfrage wird nach Angaben des aktuellen Marktberichts des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmen für Gewerbeimmobilien, Engel & Völkers Commercial Karlsruhe, auch zu weiter steigenden Mieten führen. „Derzeit liegt die Mietspanne für einfache Lagen zwischen 4,50 und 6,00 Euro pro Quadratmeter“, berichtet Daniel Matrisotto, Leiter des Bereichs für Wohn- und Geschäftshäuser* bei Engel & Völkers Commercial Karlsruhe. In den sehr guten Lagen würden fast 11,00 Euro pro Quadratmeter erreicht.

Uni-Ausbau forciert Wohnungsnachfrage

Neben den etablierten Wohngegenden im Westen sind die Lagen in Universitätsnähe bei Investoren in Anlageimmobilien aufgrund der hohen Wohnungsnachfrage durch Studenten beliebt. Durch den Ausbau der Hochschule werden diese Lagen weiter aufgewertet. „Auch die Oststadt hat Entwicklungspotenziale“, prognostiziert Matrisotto. So entstehe dort mit dem „City Park“ ja fast ein neuer Stadtteil.

Immobilienpreise steigen

Vor diesem Hintergrund steigen kontinuierlich die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser und machen Karlsruhe für Investoren interessant. Während des vergangenen Jahres wurden 62 Wohn- und Geschäftshäuser in der ehemaligen Residenzstadt gehandelt. Das Umsatzvolumen betrug 78 Millionen Euro. Das durchschnittliche Verkaufsvolumen pro Immobilie lag 2010 bei mehr als 1,2 Millionen Euro und war damit das höchste der vergangenen Jahre. „Trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr sind dies immer noch sehr gute Werte, weil das Vorjahresergebnis mit 95 Transaktionen durch den Verkauf städtischer Objekte nach oben gepuscht wurde“, berichtet Daniel Matrisotto. Ohne diesen Sondereffekt läge das Umsatzvolumen für 2010 über dem des Vorjahres.

Investoren aus der Region

Die Akteure des Marktes kommen hauptsächlich aus Karlsruhe oder der näheren Umgebung. Bei den Investoren handelt es sich meist um Privatpersonen oder kleinere Unternehmen, die schon eigene Immobilien besitzen. „Doch auch Erstkäufer sind dabei, die Teile ihres Vermögens umschichten wollen“, so Matrisotto. Bauträger seien aufgrund der guten Nachfrage nach Eigentumswohnungen ebenfalls am Markt aktiv.

Nachfrage übersteigt das Angebot

Insgesamt ist die Nachfrage aber deutlich höher als das Angebot. Gekauft wird in allen innenstadtnahen Lagen. „Aber auch einfache Lagen sind für die Investoren interessant, wenn die Qualität der Objekte stimmt“, sagt Matrisotto. Gefragt seien hauptsächlich reine Mehrfamilienhäuser ohne gewerbliche Ladenflächen. Mischobjekte hätten eine deutlich längere Vermarktungsdauer, weil viele Investoren darin ein Nachvermietungsrisiko sähen.

Markt bleibt dynamisch

Für das laufende Jahr rechnet Engel & Völkers Commercial bei der Gesamtzahl der verkauften Wohn- und Geschäftshäuser mit einer ähnlichen Größenordnung wie 2010. „Das Umsatzvolumen wird trotz steigender Preise geringer sein, weil momentan kleinere Objekte gehandelt werden“, heißt es am Ende des Marktberichts.

*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.

(Engel & Völkers / Redaktion)


 


 

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