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Konjunktur

Auftragsbücher in der Industrie füllen sich

Die Wirtschaft der Region ist zuversichtlich. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage, an der sich über 500 Unternehmen beteiligt haben.

Die Wirtschaft aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar blickt zuversichtlich auf die nächsten Monate. In der Industrie füllen sich die Auftragsbücher in der zweiten Jahreshälfte wieder stärker. Dies sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage, an der sich über 500 Unternehmen der Region beteiligt haben.

Mit Optimismus blickt die Wirtschaft der Region auf die nächsten Monate. Die Geschäftserwartungen sind im Herbst in allen Wirtschaftszweigen günstig. Derzeit gehen 30 Prozent der Befragten von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation aus. 57 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung, 13 Prozent befürchten eine Verschlechterung. Die Geschäftserwartungen deuten demnach auf Wachstum in den nächsten Monaten hin. In der Industrie haben sich die Erwartungen deutlich verbessert. Grund dafür ist die erfreuliche Tendenz bei den Auftragseingängen. Sowohl bei den Bestellungen aus dem Ausland als auch aus dem Inland verzeichnen die Betriebe eine steigende Nachfrage. Auch der Handel schaut optimistisch auf die kommenden Monate. Im Einzelhandel dürfte dabei aufgrund des anstehenden Weihnachtsgeschäftes auch eine saisonale Komponente eine Rolle spielen.

Nach einer leichten Abschwächung im Frühsommer dieses Jahres steigt der IHK-Konjunkturklimaindex bei der aktuellen Umfrage um 4 Punkte wieder leicht an und erreicht einen Wert von 123 Punkten. Es sind die günstigeren Geschäftserwartungen, die den Indexwert zunehmen lassen.

Die Geschäftslage hat sich im Herbst, bezogen auf die Gesamtwirtschaft, kaum verändert. Der Saldenwert liegt unverändert zur Frühsommer-Umfrage bei +29 Punkten. „Auf den ersten Blick mag dieses Ergebnis wie ein konjunktureller Stillstand aussehen. Der Blick in die Wirtschaftszweige zeigt jedoch, dass Bewegung im Konjunkturbild ist“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke zu den Zahlen. Im Einzelhandel ist die Kauflust der Konsumenten wieder gestiegen und hat so zu einer deutlichen Verbesserung der Lage geführt. Der Einzelhandel profitiert dabei von witterungsbedingten Nachholeffekten. In der Industrie wird die Geschäftslage aufgrund von deutlich gestiegenen Exportumsätzen günstiger eingeschätzt als vor wenigen Monaten. Im Dienstleistungsgewerbe hat sich die Lage, ausgehend von einem hohen Niveau, leicht abgeschwächt. Aktuell melden 39 Prozent der Unternehmen aus dem IHK-Bezirk eine gute wirtschaftliche Situation. 51 Prozent der Befragten bezeichnen die Geschäftslage als zufriedenstellend und 10 Prozent als schlecht.

Bei der aktuellen Umfrage sorgt sich dennoch nahezu jeder zweite Befragte um den Inlandsabsatz. Zudem wird die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise als erhebliches Konjunkturrisiko wahrgenommen. Auch die steigenden Arbeitskosten sowie der sich in manchen Branchen bereits heute abzeichnende Fachkräftemangel bereiten den Unternehmen Sorgen. Zusätzlich werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen von den Befragten kritisch gesehen. Neben der europäischen Schuldenkrise haben sicherlich auch die Steuerpläne verschiedener Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl zu einer Verunsicherung der Wirtschaft beigetragen.

Die Beschäftigungspläne der Wirtschaft deuten darauf hin, dass die Beschäftigtenzahl im IHK-Bezirk in den nächsten Monaten konstant bleibt. Aktuell geben 17 Prozent der Befragten an, dass sie zusätzliche Mitarbeiter einstellen möchten. 67 Prozent der Unternehmen gehen von einem gleichbleibenden Personalbestand aus, 16 Prozent rechnen hingegen mit einer leicht rückläufigen Beschäftigtenzahl. Der Beschäftigungssaldo liegt mit +1 Punkt somit leicht im positiven Bereich.

(Redaktion)


 


 

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