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Konzern Karlsruhe boomt

Kritiker warnen vor fehlender Transparenz

Hinter dem Konzern Stadt Karlsruhe steckt ein interessantes Wirtschaftsmodell, was neuste Erfolge aufweisen kann. Dabei war die Stadt selbst noch nie an so vielen kommunalen Unternehmen beteiligt und bisher wurden noch nie so viele Investitionen getätigt. Kritiker sehen hier die fehlende Transparenz, ohne der die hohen Gehälter der Geschäftsführenden verschleiert wird.

Derzeit ist die Stadt Karlsruhe an 31 kommunalen Unternehmen beteiligt mit mehr als 25 Prozent. Vor über zehn Jahren waren es nur 26 Unternehmen. Zu den drei wichtigsten privatrechtlichen GmbHs zählen das Stadtmarketing, der Karlsruher Verkehrsverbund und die Volkswohnung. Auch die Karlsruher Messe ist privatrechtlich organisiert. Aus einem aktuellen Bericht geht hervor, dass im letzten Jahr insgesamt 6.740 städtische Mitarbeiter bei den Tochterunternehmen einen Arbeitsplatz gefunden haben. Dies sind 62 Prozent aller Mitarbeiter der Stadt Karlsruhe.

Gehälter sollen offengelegt werden

Erste Bürgermeisterin Margret Mergen gab in einem Interview bekannt, dass die GmbH keinem öffentlichen Recht unterworfen ist und somit deutlich besser am Markt konkurrieren kann. Daher ergeben sich viele Vorteile für die Tochterunternehmen. Gleichzeitig kann es Kooperationen mit der Privatwirtschaft geben. Hier profitiert die Stadt Karlsruhe gleichzeitig von Fachwissen und Kernkompetenzen, die verschiedene private Partner mit sich bringen.

Kritiker sehen diese Mischform eher als unnötig an. Hier soll eine Intransparenz entstehen, die vor allem den Steuerzahler sehr belasten kann. Öffentliche Schulden könnten durch diese Mischform weiter verschleiert werden, warnen die Kritiker. Zudem arbeiten die kommunalen Unternehmen mit Steuergeldern und besitzen daher eine besondere Verantwortung. Aufsichtsräte können zu Verschwiegenheit verpflichtet werden und die Vergütung der Geschäftsführer städtischer Beteiligungsgesellschaften werden nicht bekannt gegeben.

(Florian Weis)


 


 

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