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  • 07.05.2010, 09:24 Uhr
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  • Karlsruhe / Frankfurt
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Kooperatives Verkehrsmanagement

Bessere Informationen auf der Autobahn

Technologischer Meilenstein im Forschungsprojekt CVIS: Kooperatives Verkehrsmanagement optimiert Infofluss auf der Autobahn. Das Konzept für die intelligente Informationsverteilung sowie wichtige Softwarebausteine, z. B. für die Anzeige der Verkehrslage, haben die Verkehrsoptimierer der PTV AG aus Karlsruhe entwickelt.

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg: Neue Verkehrsmanagementsysteme ebnen zukünftig den Weg für bessere Verkehrsinformationen auf der Autobahn. Das belegen zukunftsweisende Technologien aus dem Forschungsprojekt CVIS (Cooperative Vehicle-Infrastructure Systems). Die Ergebnisse aus der Forschung wurden gestern live auf dem Testfeld Hessen (Drive-Center Hessen in Frankfurt a.M.), mit Fahrdemonstrationen der Öffentlichkeit präsentiert. Damit Verkehrsteilnehmer zukünftig besser informiert sind, werden verschiedene Quellen und Informationskanäle genutzt. Das Konzept für die intelligente Informationsverteilung sowie wichtige Softwarebausteine, z. B. für die Anzeige der Verkehrslage, haben die Verkehrsoptimierer der PTV AG aus Karlsruhe entwickelt.

Auf der Abschlusspräsentation zeigen die Projektpartner, das hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV), Daimler, Mat.Traffic sowie PTV, ihre Ergebnisse zu „kooperativen“ Systemen. Dabei geht es um Interaktion und Kommunikation zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Informationszentrale.

Das realisierte Konzept ist ein technologischer Meilenstein für das Verkehrsmanagement von Städten und Regionen. Denn erstmals werden Verkehrsinformationen verschiedenen Ursprungs zusammengeführt und gleichzeitig an alle beteiligten Informationssysteme wieder zurückgespeist.

Zentrale Datendrehscheibe ist die Verkehrsmanagementzentrale: Sie hat den Überblick über die aktuelle Verkehrslage durch die übermittelten Fahrzeugpositionen von Kontaktschleifen auf der Autobahn. Sie erhält auch Warnmeldungen über Störungen, die unterwegs vom Fahrzeug über EFCD (Enhanced Floating Car Data) übermittelt werden. Die Zentrale gibt diese Meldungen, z. B. „Stau voraus“, an ihre digitalen Informationstafeln und Schilderbrücken weiter, die diese wiederum über ein eingebautes Kommunikationsgerät, die sogenannten Road Side Unit (RSU) an die Fahrzeuge auf der Straße sendet. Damit ist der Meldungskreislauf geschlossen und alle Verkehrsteilnehmer sind optimal informiert.

Projektleiter Dr. Michael Ortgiese von PTV ist überzeugt: „Kooperativen Systemen gehört die Zukunft. Wir glauben daran, dass der Verkehr damit sicherer und effizienter gestaltet werden kann. Wichtige Informationen erreichen schneller den Fahrer. Wir können besser und genauer über die Verkehrsmeldungen informieren sowie erstmalig strategische Routenempfehlungen ins Fahrzeug bringen.“

Intelligente Informationskette mit Know-how von PTV
Das Konzept für die intelligente Informationsverteilung in CVIS hat die PTV AG erarbeitet. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Optimierung von Verkehr. Als Systemintegrator hat es für das Testgebiet Hessen die Netzwerkarchitektur – auf Basis des neuen Internetprotokolls in der Version 6 (IPv6) – erstellt und umgesetzt.

Hard- und Software für die straßenseitige Infrastruktur und die Fahrzeugplattform wurde aufgebaut und konfiguriert: Auf der Fahrzeugseite hat PTV Software für die Erkennung von Verkehrszuständen via EFCD sowie für die Anzeige von Informationen von Streckenbeeinflussungsanlagen entwickelt. Für die Verkehrsmanagementzentrale haben die Forscher die Visualisierung der Verkehrslage im Internet sowie die Anzeige der Fahrzeuge realisiert.

Das Projekt CVIS
Ziel des Forschungsprojekts ist es, durch die Anwendung kooperativer Technologien den Verkehrsfluss zu verbessern, mehr Sicherheit zu bieten und negative Umweltauswirkungen des Verkehrs zu verringern. CVIS wird von der Europäischen Union gefördert und läuft von 2007 bis Juni 2010. In zahlreichen Teilprojekten arbeiten über 60 internationale Partner aus den unterschiedlichsten Branchen. Im Rahmen der Teilprojekte COMO (Cooperative Monitoring) und CURB (Cooperative Urban Applications) wurden bereits Technologien für ein kooperatives Verkehrsmanagement im städtischen Raum entwickelt und getestet. Weitere Informationen zu kooperativen Systemen und neuen Car-to-X (C2X)-Technologien gibt es unter www.cvisproject.org

(PTV AG)


 


 

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