01.12.2011  10:27 Uhr

Wirtschaftsstruktur
L-Bank und F.A.Z.-Institut stellen „Investitionsführer Baden-Württemberg“ vor

Karlsruhe. Baden-Württemberg punktet mit Zukunftstechnologie

Baden-Württemberg ist der Forschungsriese Deutschlands und setzt auf Innovation, um neue Investoren ins Land zu holen. 27 Prozent aller in Deutschland Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten an Rhein, Neckar und Bodensee. Eine beeindruckende Zahl, die weit über dem Bundesdurchschnitt liegt: Denn insgesamt arbeiten nur knapp 14 Prozent aller deutschen Erwerbstätigen in dem Land im Südwesten. Schwerpunkte der aktuellen Entwicklung zeigt der neue Investitionsführer Baden-Württemberg, der von der L-Bank und dem F.A.Z.-Institut erstellt wurde.

„Baden-Württemberg ist weit mehr als das Land des Motoren- und Maschinenbaus mit Markennamen wie Daimler und Porsche“, sagte Dr. Manfred Schmitz-Kaiser, Mitglied des Vorstands der L-Bank, bei der Vorlage des neuen Investitionsführers in Stuttgart. „Auch weniger etablierte Zukunftsbranchen mit Spitzentechnologie entwickeln sich hierzulande hervorragend. Dazu gehören besonders die Biotechnologie und Elektromobilität. Die L-Bank als Staatsbank Baden-Württembergs ist auch hier Dreh- und Angelpunkt für die Förderfinanzierung. Kaum ein Bundesland bietet Investoren einen so breiten Fundus an Förderinstrumenten und Beratungsstellen wie Baden-Württemberg“, erklärte Dr. Schmitz-Kaiser bei der Jahrestagung baden-württembergischer Wirtschaftsförderer Ende November 2012.

Die Biotechnologie trägt als Querschnittssektor beispielhaft dazu bei, die Industrie insgesamt innovativer zu machen. Branchen wie die Medizintechnik, die Biopharmazie und die Umwelt- und Energietechnik würden so von einer erfolgreichen Biotechnologie profitieren. Der Leitfaden für Investoren identifiziert für Baden-Württemberg in diesem Bereich eine der höchsten Unternehmensdichten in ganz Deutschland. Zu den forschungs- und entwicklungsintensiven Branchen zählen die Zweige Fahrzeug- und Maschinenbau, Pharma- und Chemieindustrie, Umwelttechnik, Medizintechnik, Mess-, Steuer und Regelungstechnik.

Insgesamt betrachtet, punktet Baden-Württemberg wirtschaftlich mit seiner florierenden Industrie und einer intensiven Exportwirtschaft sowie mit weltweit agierenden Konzernen und einem starken Mittelstand. Viele dieser Hidden Champions sind Weltmarktführer, beispielsweise die Herrenknecht AG, der größte Hersteller von Tunnelbohrmaschinen. Die Struktur der baden-württembergischen Wirtschaft zeichnet sich zudem durch eine große Branchenvielfalt und eine enge Verzahnung dank innovativer landesweiter Netze und regionaler Cluster aus. Der Investitionsführer Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Interessenten den Weg zu weisen, wo und wie sich die regionalen Cluster vom Fahrzeug- und Maschinenbau über die Pharma- und Chemieindustrie bis hin zu den Aufsteigern Elektromobilität und Biotechnologie entwickeln.


 

(L-Bank / Redaktion)

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