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  • 16.02.2016, 12:58 Uhr
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Marketing

Außenwerbung: Eine unterschätzte Marketingmethode

In der Welt des Marketings sind seit Jahren große Veränderungen zu bemerken. Unternehmen sind verstärkt online tätig. Aus diesem Grund haben sie ihre Marketingmaßnahmen angepasst. Obwohl soziale Netzwerke und Blogs boomen, gibt es Disziplinen und Bereiche, wo klassische Werbung weiterhin effektiv ist.

Studie: Ausgaben für Außenwerbung bei Unternehmen weiterhin groß

Die Studie OMG Preview 2016 (PDF) der Organisation der Mediaagenturen gibt einen Einblick in die geplanten Werbeaufwendungen deutscher Unternehmen für das Jahr 2016. Die Ausgaben für die Bereiche Online und Mobile steigen bei 83 Prozent der Befragten. Auf dem zweiten Platz der Prioritätenliste befindet sich die Außenwerbung. Die Ausgaben für Außenwerbung werden bei zwei von drei Unternehmen (67 Prozent) steigen.

Sinkende Ausgaben gibt es im Bereich Verzeichnismedien sowie Anzeigenblätter. Auch die Bereiche Tageszeitungen, Zeitungssupplements, Wochen- und Sonntagszeitungen sowie Publikumszeitschriften sind von geringerem Interesse als im Vorjahr. Für den Hörfunk und das Filmtheater sind die Werbeaufwendungen dieses Jahr gleich. Im Bereich Fernsehen möchte jedes zweite Unternehmen mehr investieren.

Eine Herausforderung: Werben, ohne störend zu wirken

Die Wichtigkeit von Außenwerbung resultiert in neuen Herausforderungen für werbende Unternehmen. Durch die Informationsflut werden Verbraucher regelrecht mit Werbung bombardiert. Experten zufolge entwickeln viele Menschen eine Art Immunität für Werbung. Sie nehmen nur noch Reklamen wahr, die (unbewusst) in ihr Unterbewusstsein eindringen. Neuromarketing nennt sich diese Disziplin, die immer mehr Unternehmen nutzen.

Neben dieser Werbung gibt es auch Werbemittel, die genau das Gegenteil bezwecken: Der Verbraucher empfindet sie als störend. Die Herausforderung liegt heute darin, gesehen zu werden, ohne dabei die Zielgruppe zu belästigen. Dies erreichen Unternehmen, indem sie in Kreativität und neue Methoden investieren. Einige Anregungen gibt es im Anschluss.

Aufblasbare Logos: Mit großer Außenwerbung Aufmerksamkeit erzeugen

Menschen sind von Natur aus kuriose Lebewesen. Sie interessieren sich für unbekannte, interessant wirkende oder auffällige Dinge. Diese Eigenschaften machen sich Unternehmen zunutze, indem sie ihre Marketingmaßnahmen entsprechend konzipieren.

Wie auffällig Außenwerbung sein kann, zeigen die aufblasbaren Riesenlogos von no problaim, für die sich Unternehmen wie ProSieben, Pepsi und BP Helios entschieden haben. Die aufblasbaren Logos eignen sich für verschiedene Zwecke, zum Beispiel

  • als auffälliges Aushängeschild neben dem Unternehmensgebäude oder
  • als Sponsorenwerbung während einer Veranstaltung.

Der Vorteil der aufblasbaren Werbeträger ist ihr geringes Gewicht. Sie können leicht transportiert und an praktisch jedem Ort aufgestellt und befestigt werden. Dadurch eignen sie sich auch für unkonventionelle Standplätze, wo andere Werbeträger nicht infrage kommen.

Straßenbahnen: Seit einem Jahrhundert eine mobile Werbefläche

Etwas altmodischer als die angesprochenen Werbemöglichkeiten ist Werbung auf einer Straßenbahn. Die Badische Zeitung berichtet über die Straßenbahnen der Stadt Freiburg, die bald seit 100 Jahren als Werbefläche genutzt werden.

Als 1901 die erste Straßenbahn in Freiburg in Betrieb genommen wurde, war Werbung nicht gestattet. 18 Jahre später sieht die Situation anders aus: Die erste Reklame ziert die Wagendecke im Inneren der Straßenbahn. Der Grund für die 180-Grad-Wende: die Wirtschaftskrise.

Auch wenn die Einnahmen für die Stadt wichtig sind, gibt es gewisse Grenzen. Religiöse, sexistische sowie politische Werbung ist verboten. Selbes gilt für Alkohol über 15 Prozent. Für regionale Firmen, die nicht in diesen Bereichen agieren, sind Straßenbahnen eine interessante Werbefläche. Die öffentlichen Verkehrsmittel legen jeden Tag zahlreiche Kilometer zurück und werden von tausenden Menschen gesehen.

XXL-LED-Bildschirme: Großflächige Bildschirme an Fußballstadien

Bildschirme gehören nicht ganz zur traditionellen Außenwerbung. Sie sind ein eher junges Medium, welches angesichts neuer Technologien viel Potenzial besitzt.

Ein aktuelles Beispiel moderner Außenwerbung ist an der Außenfassade des Stadiums der spanischen Mannschaft RCD Espanyol de Barcelona zu sehen. Dort befindet sich ein 170 Quadratmeter großer Bildschirm. Durch die Positionierung des Stadiums in der unmittelbaren Nähe der Autobahn sowie einem großen Einkaufszentrum befindet sich der Bildschirm im Blickfeld tausender Menschen.

(Redaktion)


 


 

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