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Der Online-Marktplatz Chrono24 bekommt 21 Millionen Euro

Der Luxusuhren-Marktplatz Chrono24 befindet sich weiterhin auf Erfolgskurs. Im Juli hat Insight Venture Partners 21 Millionen Euro in das Unternehmen aus Karlsruhe investiert, das neue und gebrauchte Luxusuhren verkauft. Mit dem wachsenden Erfolg von Online-Marktplätzen gerät das traditionelle Filialgeschäft der Hersteller immer mehr unter Druck.

Noch ist Ebay im Onlinehandel mit Luxusuhren mit Abstand Marktführer – das würden sie gerne ändern: Die Geschäftsführer Tim Stracke und Dirk Schwartz von Chrono24. Die Zahlen der Karlsruher sind beeindruckend: Nach eigenen Angaben verkauften Händler über Chrono24 im vergangenen Jahr Luxus-Uhren im Wert von 550 Millionen Euro.

Zukunftsvisionen: Auf internationalem Kurs

Nun soll das Wachstum mit neuem Geld weitergehen: Bei seiner Serie-A-Finanzierungsrunde im Juli hat das Unternehmen aus Karlsruhe 21 Millionen Euro erhalten. Von dem Investment sollen unter anderem neue Vertriebs- und Kundenservice-Standorte in New York und Hongkong finanziert werden, immerhin sind auf der Plattform Käufer und Verkäufer aus rund 80 Ländern aktiv. Für die Karlsruher hat das neue Kapital nicht zu einem Machtverlust geführt: Die CEOs Tim Stracke und Dirk Schwartz sowie CTO Michael Krkoska besitzen weiterhin die Mehrheit an Chrono24.

Sicherheit geht vor

Nicht nur wegen seines Umsatzes hat sich Chrono24 in den letzten zehn Jahren einen Ruf in der Branche erarbeitet. Eine Rolex-Uhr für knapp 23.000 Euro im Internet zu bestellen – dazu braucht es Vertrauen in einen Online-Shop. Chrono24 bietet daher auch an, den Verkauf als Zwischenhändler abzuwickeln: Beim sogenannten "Trusted Checkout" ist Chrono24 für die gesamte Bestellung verantwortlich – von der Anfrage beim Händler über die Bezahlung bis hin zu einer möglichen Rücksendung. Falls die Ware nicht geliefert wird, bekommt der Kunde sein Geld von der Uhren-Plattform zurück.

Networking und Investitionen

Im besten Fall zahlt sich die Investition in eine edle Uhr aus. Immerhin werden weltweit jährlich Milliardenbeträge mit Uhren umgesetzt. Allein die Schweiz exportierte im vergangenen Jahr Uhren im Wert von rund 17,5 Milliarden Euro. Die wichtigsten Vertreter der Uhren- und Schmuckindustrie treffen sich im März 2016 auf der "Baselworld", der internationalen Messe für Uhren und Schmuck. Vorher aber lockt München mit edlen mechanischen Uhren – im Oktober dieses Jahres. Auf der MunichTime 2015 dürfen sich Uhrenliebhaber nicht nur über renommierte Uhrenmarken, sondern auch über erschwinglichen Luxus freuen. Immer mehr Besucher suchen dabei gezielt nach Uhren als Geldanlage.

Onlinehandel – Ein lohnenswertes Geschäft

Laut einer Studie von Bain & Company, die seit 2000 den Markt und die Ertragslage von weltweit führenden Luxusgüterherstellern und -marken untersuchen, haben Onlinekäufe im Jahr 2014 stark zugenommen. Neben Schmuck und Accessoires verzeichnen vor allem Uhren hohe Zuwachsraten – Der Markt gibt dem Erfolg von Chrono24 also Recht. Die Preise, die Käufer auf Plattformen wie Chrono24 erzielen können, liegen mitunter um 25 Prozent – und sogar mehr – unter den Empfehlungen der Hersteller. Es verwundert daher nicht, dass immer mehr Interessenten ins Netz abwandern.


Bildrechte: Flickr Rolex Day-Date 18038 hypo.physe CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

(Redaktion)


 


 

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