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Digitaler Ausweis

Der neue Personalausweis im Internet

Beim neuen Personalausweis im Scheckkartenformat, der ab dem 01. November 2010 den bisherigen Sichtausweis ablöst, werden die aufgedruckten Daten auf einem kontaktlosen Chip digital abgelegt. Die Karlsruher fun communications GmbH arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Services, der die benutzerzentrierten Identitätsverfahren Information Card und OpenID mit der eIDFunktion des neuen Personalausweises kombiniert.



Der Ausweis wird mit drei elektronischen Funktionen ausgestattet sein. Der hoheitlichen Ausweisfunktion, die ausschließlich den zur Identitätsfeststellung berechtigten Behörden (z.B. Polizei-, Grenz- und Zollkontrollen) vorbehalten ist, der elektronischen Signaturfunktion für das rechtsverbindliche Unterzeichnen elektronischer Dokumente und E-Mails sowie der eID-Funktion (auch elektronischer Identitätsnachweis oder Online-Ausweisfunktion genannt). Mit der eID-Funktion erhält der Bürger einen sicheren elektronischen Identitätsnachweis, mit dem er sich erstmals auch im Internet anmelden und ausweisen kann.

Um die eID-Funktion verwenden zu können, muss diese freigeschaltet sein. Ob die Funktion freigeschaltet wird, entscheidet der Bürger selbst entweder bei Abholung des Ausweises oder zu einem späteren Zeitpunkt. Bei Freischaltung der eID-Funktion erhält er automatisch per Post eine sechsstellige PIN. Für den Einsatz im Internet benötigt er zudem noch ein handelsübliches Lesegerät für Karten mit kontaktlos auslesbaren Chips. Hierfür stellt der Bund 24 Millionen über das Konjunkturförderprogamm bereit, zur Finanzierung eines „Starter-Kits“, bestehend aus einem Kartenlesegerät und einer Software. Dies soll dazu führen, dass Lesegeräte für die Nutzung des neuen Personalausweises im Internet mit der Ausgabe des Ausweises zur Verfügung stehen. Zahlreiche Funktionalitäten sind bereits seit letztem Jahr in der ersten Phase des Anwendungstests erprobt worden. Beispielsweise im Versicherungsbereich von der Antragsstellung über die Bestandsbetreuung bis hin zur Schadensabwicklung. Aber auch der Log-in zu einem geschützten Serverbereich, die Vereinfachung von Registrierung und Anlage von Benutzerkonten in Portalen oder die Altersverifikation im Internet ermöglicht der neue Personalausweis.

Die Karlsruher fun communications GmbH arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Services, der die benutzerzentrierten Identitätsverfahren Information Card und OpenID mit der eIDFunktion des neuen Personalausweises kombiniert. Bei beiden Technologien handelt es sich um offene internationale Standards, die dem Bürger die sichere Registrierung bei unterschiedlichen Anwendungen aus E-Business und EGovernment ermöglichen. Technisch realisiert wird dies jeweils über eine Serverlösung für Information Card und Open- ID, zur Ausgabe und Verwaltung der virtuellen Identitäten bei den Identitätsprovidern und der Abwicklung bei den angeschlossenen Relying Parties. Mit dieser Lösung nimmt fun communications am offenen Anwendungstest des Bundesministeriums des Inneren (BMI) teil.

Internetanwendungen aber auch Automaten und Lesegeräte, die den neuen Personalausweis unterstützen, werden ab November 2010 mit dem Logo, das sich auch auf der Rückseite des Sichtausweises befindet, gekennzeichnet. Die beiden sich ergänzenden Halbkreise stehen für das Prinzip des gegenseitigen Ausweisens zwischen Bürger und Anbieter und symbolisieren die Verwendung in der Online- und Offline-Welt.

weitere Informationen: www.fun.de www.cio.bund.de/ePA

(fun communications/Redaktion)


 


 

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