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Photovoltaik Karlsruhe

Solarkraftwerk speist nicht ins Netz ein

In Karlsruhe wird ein Solarkraftwerk entstehen, dass seinen Strom nicht in das öffentliche Stromnetz, sondern in die Forschungseinrichtung KIT einspeist. Es wird die größte dieser Art in Deutschland verwendete Anlage.

Eigenverbrauch für Forschungsprojekt

Das Karlsruher Institut für Technologie will mit der Anlage zeigen, dass es nutzbringend ist, große Solaranlagen für die Forschung zu nutzen. Gebaut wird die Anlage vom Solaranlagen- und Modulbauer Solarwatt aus Dresden. Sie entsteht auf dem Gelände, auf dem sich das ehemalige KIT-Forschungszentrum befindet. Die Anlage soll ca. zwei Prozent des Strombedarfs des KIT decken. Diese Einsparung entspricht insgesamt 200.000 Euro der Gesamtinvestitionssumme von 1,5 Millionen Euro. Derzeit geht man von einer Lebensdauer von 20 Jahren aus. Nach etwa 8 Jahren sollen die Kosten amortisiert sein.

Erforschung der Solarstromeinbindung

Der Präsident des KIT Professor Eberhard Umbach betonte, dass mit dem Forschungsprojekt ein wichtiger Schritt für die Energiewende in der eigenen Stromversorgung einhergehe. Man wolle vor allem der Frage nachgehen, wie der Solarstrom, der nicht dauerhaft und in unterschiedlichen Größenordnungen zur Verfügung steht, in das Stromnetz eingespeist werden kann.

Solarmodul-Freilandlabor eingerichtet

Parallel zu dem Kraftwerk baut das KIT ein Labor auf, in dem neue Module bezüglich ihrer Effizienz und Widerstandsfähigkeit getestet werden sollen. Ein wichtiger Aspekt soll dabei der Neigungswinkel sein, der eine optimale Energieausbeute gewährleistet. Ziel ist die Entwicklung von neuen Modulen mit Lebensdauern von bis zu 30 Jahren und höherer Leistung. Ein dritter Fokus soll auf der Untersuchung und Entwicklung von Energiepufferspeichern liegen, mit der sonnenarme Zeiten überbrückt werden können.

(Florian Weis)


 


 

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