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Wechsel an das KIT

PTV-Mitarbeiter übernimmt Leitung des Karlsruher Instituts für Verkehrswesen

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Gelungene Symbiose von Wirtschaft und Wissenschaft: Dr.-Ing. Peter Vortisch wechselt von der PTV AG zurück an die Karlsruher Universität Karlsruhe.

Der Kreislauf schließt sich: Dr.-Ing. Peter Vortisch (45), Entwicklungsleiter für verkehrstechnische Software bei der PTV AG, übernimmt zum 1. Juli 2010 den Lehrstuhl für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). 

Vortisch übernimmt als dritter Institutsleiter seit Gründung den Lehrstuhl für Verkehrswesen am KIT. Er möchte die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, wie Verkehrstechnik, Verkehrsplanung und Informatik, in Zukunft stärken und sich intensiv mit den neuen Möglichkeiten der Verkehrstelematik auseinandersetzen. 

Wie viele andere Mitarbeiter der PTV auch, absolvierte Vortisch ein Studium an der Karlsruher Universität. Er studierte Informatik mit dem Nebenfach Verkehrswesen, arbeitete während der Studienzeit als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Verkehrswesen und anschließend sechs Jahre als festangestellter wissenschaftlicher Mitarbeiter. 1989 wechselte er in die Wirtschaft zur PTV. Dort prägte er maßgeblich die Entwicklung von Software zur Verkehrssimulation, Verkehrsmanagement und Verkehrstechnik und forcierte die internationale Geschäftsentwicklung, vor allem in USA und Indien. 

Die Entwicklung am Institut für Verkehrswesen
Seinen Anfang nahm das Institut 1962, als es von Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Leutzbach ins Leben gerufen wurde und 20 Jahre unter seiner Leitung stand. Erstmals wurde Verkehr intensiv mathematisch und theoretisch betrachtet und das traditionsreiche Thema mit den neuen Möglichkeiten der Informatik verknüpft. So entstand auch ein eigener Zweig zum Thema Verkehrssimulation. 

Sein Nachfolger Prof. Dr.-Ing. Dirk Zumkeller beschäftigte sich insbesondere mit der empirischen Mobilitäts- und Verkehrsverhaltensforschung. Der Verkehr wurde nicht mehr nur von der Nachfrageseite her betrachtet (es werden Straßen dorthin gebaut, wo Menschen hinwollen), sondern die Verkehrsplanung entwickelte sich zunehmend angebotsorientiert (Verkehr entsteht dort, wo Infrastruktur angeboten wird). 

Ab Juli 2010 setzt Vortisch neue Akzente. Er erklärt: „Ich werde mich industrienah mit allen Arten von Verkehr befassen. Mein Ziel ist es, Grundlagenforschung und Produktentwicklung, beispielsweise für Verkehrssimulationswerkzeuge, am KIT zu kombinieren. Durch Kooperationen mit der Wirtschaft verspreche ich mir Wachstum für das Institut wie auch die beteiligten Industriepartner.“ 

Wissenskreislauf par excellence
Von der Hochschule in die Wirtschaft und wieder zurück. So erhalten Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter von erfahrenen Professoren wertvolles Wissen aus der Praxis und können unter deren Anleitung neue Verfahren entwickeln und weiter erforschen. 

Ein Paradebeispiel dafür ist die PTV Planung Transport Verkehr AG, die vor 30 Jahren aus der Universität Karlsruhe hervorgegangen und weiterhin eng mit Forschung und Lehre verbunden ist. Das Unternehmen bietet kontinuierlich Plätze für Praxissemester und Diplomarbeiten an, stellte bisher fünf Lehrstuhlinhaber und unterstützt die Tätigkeit als Dozent bei mehreren Mitarbeitern. 

Der heutige Vorstandsvorsitzende Dr.-Ing. Hans Hubschneider legte bereits 1979, damals noch selbst Assistent am Institut für Verkehrswesen, den Grundstein für das weltweit erfolgreiche Unternehmen mit rund 700 Mitarbeitern. Hubschneider betont: „Verkehr und Mobilität sind zentrales Thema für unsere Gesellschaft. Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Lehre und Forschung bringt uns alle vorwärts. Ich begrüße und unterstütze den Austausch von qualifizierten Mitarbeitern.“

(PTV AG)



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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © PTV AG


 

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