Weitere Artikel
Girls Day

Girls Day im Fraunhofer IOSB in Karlsruhe

Ein eher seltenes Bild im Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. 35 Mädchen im Alter zwischen 13 -15 Jahren bevölkern Werkstätten und Labore. Die insgesamt 7 Workshops waren nach Bekanntgabe sofort ausgebucht.


Mit blitzenden Augen, hoch konzentriert aber auch mit Gekicher lötet eine Gruppe in der Werkstatt ein eigenes Namensschild für die Tür und baut anschließend ein kleines Männchen mit blinkender Leuchtdiode. Einen Raum weiter wird erörtert, wie das menschliche Auge funktioniert und ausprobiert, was für Bilder entstehen, wenn man sie mit ganz unterschiedlichen Kameras aufnimmt, z. B. mit einer WebCam, InfrarotCam, einer DomeCam oder sogar mit einer StereoCam, die ein räumliches Bild erzeugt. In einem weiteren Workshop experimentieren die Besucherinnen mit Ihrer Stimme, die sie digital aufnehmen und anschließend im Computer verfremden und mit Effekten belegen. Anhand des Klangwellenprofils am Bildschirm lässt sich die Klangquelle erraten, z. B. die Geräusche eines Toasters, eines Mixers oder einer männlichen oder weiblichen Person.

Um Kameras geht es auch bei „Eye-Star“: Mittels eines Head-mounted displays ist eine Mini-Videokamera auf das Auge gerichtet und nimmt die Bewegungen der Pupille auf. Der Computer verfolgt und errechnet den Mittelpunkt dieses Kreises und weiß daher genau, wo der Benutzer auf dem Monitor oder der Projektionsfläche hinschaut. Die Pupille wird so zum Cursor und mit etwas Übung ist es möglich, den Computer über die Blickrichtung wie mit einer Maus zu steuern.

Im Medienlabor erfahren die Mädchen, wie sie mittels Software digitale Fotos verändern. Z. B. kann man eine Person am Rechner aus einem Bild freistellen und dann in einen anderen Hintergrund einfügen. So entsteht der Eindruck, die Person steht auf einer Wolke oder auf einer Wiese, obwohl sie in Wirklichkeit vor einer weißen Wand in einem Gebäude aufgenommen wurde.

Ein Computer ist nicht nur zum Arbeiten gemacht, er eignet sich auch zum Spielen. Aber wie kommt das Spiel in den Computer? Auch hier gibt es einen Workshop, in dem die Mädchen selber ein interaktives Spiel für den Computer entwickeln und natürlich sofort selbst ausprobieren. Bis der Computer allerdings gelernt hat, welche Objekte, Interaktionen und Bewegungen im Spiel auftauchen sollen, muss man ihn erst mal programmieren indem man ihm sehr viele Befehle erteilt und Regeln erstellt.

Im so genannten SmartControlRoom befinden sich die Mädchen in einem sensitiven Raum, der mit mehreren Kameras und Mikrofonen ausgestattet ist. Der Benutzer interagiert mit dem gesamten Raum per Gesten- und Sprachsteuerung, an einer großen Videowand werden ihm die Inhalte der Aufgabe angezeigt, die er im Raum im Team mit anderen oder auch alleine bearbeitet. Eigentlich ist dieser Raum als Lagezentrum für Kriseneinsätze konzipiert, für den Girls´ Day wird er aber kurzfristig in eine Spielumgebung umgewandelt, wo die Teilnehmerinnen per Gestensteuerung mit der Videowand „Pong“ spielen.

Eine weitere Besonderheit dieses Tages, ein Filmteam des SWR produziert derzeit für den Kinderkanal KIKA eine Doku über „Traumberufe“, einer davon ist „Wissenschaftlerin“ der im Fraunhofer IOSB gedreht wird. Unsere Filmwissenschaftlerin Marissa moderiert den Workshop im SmartControlRoom und das Filmteam begleitet die Mädchen durch den Tag.

Alle Mädchen sind begeistert und konzentriert bei der Sache. Angst vor Technik haben sie keine, im Gegenteil. Die Zukunft liegt in der Forschung.

(Fraunhofer ISOB)


 


 

Mädchen
Computer
Raum
Spiel
Workshop
Person
Kameras
Auge

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Mädchen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: