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Drogeriekette

Das Ringen um Schlecker hat ein bitteres Ende

Jetzt ist es doch passiert: Schlecker wird endgültig abgewickelt. Die monatelange Suche nach einer akzeptablen Lösung zur Rettung der Drogeriekette fand ein abruptes und für die Beschäftigten schmerzliches Ende. Über 13.000 Mitarbeiter stehen vor ihrer Entlassung.

Potenzielle Schlecker-Interessenten hätten inakzeptable Angebote abgegeben, erklärte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Die vorliegenden Angebote waren auch deshalb so niedrig angesetzt, weil viele Kündigungsklagen gegen Schlecker eingereicht wurden.

Diese um die 4.500 eingereichten Klagen hatten nicht zuletzt Nicolas Berggruen von einem vernünftigen Angebot abgehalten. Der Mann an der Karstadt-Spitze galt als größte Hoffnung auf rettende Investitionen.

Während also an über 13.000 Beschäftigte im Juni die Kündigungen verschickt werden, haben 1.100 Mitarbeiter von SchleckerXL und 4.000 Angestellte bei der Schlecker-Tochter Ihr Platz wohl mehr Glück. Sie landen in den Armen eines Investors, laut Insidern ist es die Münchner Dubag. Außerdem werden wohl die Filetstücke unter den Filialen an die Konkurrenz gehen, Rossmann beispielsweise hat Interesse bekundet.

Den Mitarbeitern gekündigt, die Immobilien aufgegeben, den Warenbestand aufgelöst: Das große Aufräumen beginnt in der kommenden Woche. Die Hiobsbotschaften rund um Schlecker, die Spekulationen um immer neue Investoren haben dafür gesorgt, dass die Mitschuld der Inhaberfamilie Schlecker am Niedergang in den Hintergrund gedrängt wurde. Der Wandel zu großen, modernen und hellen Ladenflächen, wie ihn die Konkurrenz längst vollzogen hat, wurde schlicht verschlafen. Und als er in Angriff genommen wurde, fehlte bereits das Geld für großflächige Investitionen.

(Redaktion)


 


 

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