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Klassik-Open-Air in Bruchsal

"Hervorragende Solisten von internationalem Rang konnten gewonnen werden"

Nicht weniger als zwölf Instrumental-Solisten, unterstützt vom Bruchsaler Barockensemble unter seinem Leiter Prof. Dr. Johann J. Beichel, stellen beim diesjährigen Klassik-Open-Air am Abend des 31. Juli um 20 Uhr auf der Gartenseite der Bischofsresidenz ihre Spielfreude unter Beweis.

Drei Fragen an den künstlerischen Leiter Johann J. Beichel

Frage:
Ist es nicht riskant, so viele Solisten im Rahmen eines Konzertes künstlerisch zu integrieren?

Beichel: Einerseits hat Georg Friedrich Händel bei seinen Concerti Crossi Opus 3 vielen Orchestermitgliedern solistische Partien zugedacht, andererseits kommt durch das hervorragend besetzte Orchester, das Bruchsaler Barockensemble mit seiner Konzertmeisterin Selma Heider-David, mit dem ich seit mehr als 25 Jahren zusammenarbeite, eine enorme Stabilität und Sicherheit in die Aufführungen. So kann ich mich ganz auf die Solisten und die Interpretation konzentrieren und erlebe bisher keinerlei Risiken auf der Orchesterseite. Wir waren ferner immer in der Lage, hervorragende Solisten mitunter von internationalem Rang zu gewinnen. Auch das bringt Ruhe in die Arbeit und ermöglicht Flexibilitäten in der musikalischen Gestaltung.

Frage:
Woher nehmen Sie die vielen guten Solisten? Sind Agenturen mit im Spiel?

Beichel: Nein. Durch meine Lehr- und Prüfertätigkeit an den beiden Musikhochschulen in Mannheim und Karlsruhe und die langjährige Mitarbeit in der Konzertorganisation entstehen viele Kontakte zur Profiklasse namhafter Instrumentalisten. Diese wiederum kennen Kolleginnen und Kollegen, und so erweitern sich Kontakte in konzentrischen Kreisen. Außerdem: Wer schon einmal in der unverwechselbaren und am späteren Abend illuminierten Kulisse des Bruchsaler Schlosses musiziert hat, kommt erfahrungsgemäß auch gerne wieder.

Frage:
Was sind Ihre Planungen für die Zeit nach 2011?

Beichel: In der Planung befinden sich zwei Programmkonzepte: Unserer Bruchsaler Barocktradition geschuldet werden Vivaldi und Händel mit ihrer klanglichen Opulenz in der Parallele zur optischen Opulenz des Bruchsaler Schlosses immer auf dem Programm stehen, und bei Vivaldi ist der Fundus interessanter Solokonzert bekanntlich unerschöpflich. Bei Händel sind Teile aus den Opern und Oratorien immer spannend und künstlerisch lohnend. In der Nähe zur Hofkirche könnte ich mir auch ein Konzert mit geistlichen Werken aus der Barockzeit vorstellen: Caldara, Pergolesi, Platti, um nur einige exemplarisch zu nennen, die schon zu Kardinal Schönborns Zeiten einen Bezug zur Bruchsaler Residenz hatten.

(Stadt Bruchsal / Redaktion)


 


 

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