23.03.2010  16:29 Uhr

Innovationspreis 2010
Technologiefabrik Karlsruhe prämiert innovative Ideen

Karlsruhe. Die Technologiefabrik Karlsruhe hat am 23. März den „Innovationspreis 2010“ verliehen. Ausgezeichnet wurden das Institut für Technische Chemie des KIT (5.000 Euro) und die paymorrow GmbH (2.000 Euro).

Zudem wurde ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für eine gemeinsame Entwicklung des Instituts für Materialforschung III, des Instituts für Produktentwicklung Karlsruhe (beide am KIT) und des Kinderzentrums in Maulbronn vergeben. Mit dem Preis würdigt die Technologiefabrik innovative und richtungsweisende Ideen und Konzepte.

Dr. Hans Hubschneider und Ariane Durian vom Beirat der Technologiefabrik überreichten den Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für die Entwicklung des „R-GoPEN“ an Monika Jans, Jürgen Prokop und Jan Hoffmann., Copyright: Technologiefabrik Karlsruhe GmbH
Dr. Hans Hubschneider und Ariane Durian vom Beirat der Technolo­giefabrik überreichten den Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für die Entwicklung des „R-GoPEN“ an Monika Jans, Jürgen Prokop und Jan Hoffmann.

Vorausgegangen war die Ausschreibung des Wettbewerbs „Innovative Ideen gesucht!“, bei dem sich Unternehmen, Gründer, Forscher, Erfinder und Studenten bewerben konnten. Gesucht wurden technische Ideen, Lösungen und Konzepte, die sich durch einen hohen Innovationsgrad auszeichnen und einen großen Kundennutzen bieten. 

Aus der Vielzahl von Bewerbungen legte die Wettbewerbsjury, bestehend aus dem Beirat der Technologiefabrik, die Sieger fest. Die innovativen und richtungsweisenden Ideen der drei Preisträger überzeugten dabei besonders, so die Jury zu ihrer Entscheidung. Die Sieger erhalten nun Leistungen zur Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Produktideen im Wert von insgesamt mehreren tausend Euro. Mit den Gewinnern wurde gemeinsam vereinbart, welche Leistungen von der Technologiefabrik finanziert werden sollen.

Dr. Hanns-Rudolf Paur (Mitte), Dr. Andrei Bologa und Klaus Woletz vom Institut für Technische Chemie des KIT freuten sich über den Gewinn des ersten Platzes (5.000 Euro) beim Innovationswettbewerb., Copyright: Technologiefabrik Karlsruhe GmbH
Dr. Hanns-Rudolf Paur (Mitte), Dr. Andrei Bologa und Klaus Woletz vom Institut für Technische Chemie des KIT freuten sich über den Gewinn des ersten Platzes (5.000 Euro) beim Innovati­ons­wettbewerb.

Die Technologiefabrik fungiert seit über 25 Jahren als Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft und unterstützt Jungunternehmer in den ersten Jahren der Selbstständigkeit. Mit einer Bilanz von über 290 betreuten Unternehmensgründungen seit 1983 und einer Erfolgsquote von 97 Prozent garantiert die Technologiefabrik eine solide Basis für den Schritt in die Unabhängigkeit.

Die Ideen und Entwicklungen der Sieger im Überblick
Das Institut für Technische Chemie des KIT (Karlsruher Institut für Technologie) hat einen neuartigen elektrostatischer Rußabscheider für Kleinfeuerungsanlagen entwickelt der sich durch eine spezielle Korona-Entladung auszeichnet. Die Rußpartikel werden durch eine Korona-Entladung aufgeladen und können dann problemlos mit einer metallischen Spiralbürste bis zu 90 Prozent abgeschieden werden. Der Abscheider hat einen minimalen Druckverlust und beeinflusst die Kaminfunktion daher nicht. Er kann daher sogar auch leicht an bestehenden Kaminöfen nachgerüstet werden.

Die paymorrow GmbH wickelt als externer eCommerce-Servicer für Online-Händler die risikoreiche Bezahlart "Rechnungskauf" komplett ab. Als technische Grundlage wurde ein spezifisches, internetbasiertes System entwickelt, welches sich aus Schnittstellen (Plugins), Webservices, Risikomanagement-, Debitorenmanagement- und Abrechnungssystemen zusammensetzt. Über diese Plattform betreibt paymorrow eine bislang einmalige Kombination aus ePayment-Services und Kreditversicherungsleistungen, die für alle Beteiligten (Online-Käufer, Online-Händler und Servicer) eine Fülle von herausragenden Vorteilen bietet. 

Die Therapie graphomotorischer Schwierigkeiten bei Kindern im Vorschulalter stellt Therapeuten auch heute noch auf die Probe. Ohne genaue Analyse und Darstellung der Zusammenhänge ist es schwer, die Defizite der Kinder erfolgreich zu behandeln. Mit Hilfe des Diagnose- und Therapiestiftes „R-GoPEN“, einer gemeinsamen Entwicklung des Instituts für Materialforschung III, des Instituts für Produktentwicklung Karlsruhe (beide am KIT) und des Kinderzentrums in Maulbronn können alle beim Schreiben notwendigen Daten, wie die Anpress-, Klemmkräfte und Beschleunigungen, die auf den speziell entwickelten Stift wirken, kabellos an einen Computer übertragen werden. Damit lassen sich zukünftig graphomotorische Probleme besser diagnostizieren und eine jeweils angepasste Therapie durchführen.  


 

(Technologiefabrik Karlsruhe GmbH)

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Bild Nr. 1, 2, 3, 4 © Technologiefabrik Karlsruhe GmbH



 


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