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Standortverlagerung

Logistisches Mammut-Projekt

Unternehmensstrategische Entscheidungen führten 2008 zur Auflösung des deutschen Standorts Ettlingen des US-Unternehmens Molex. Insgesamt mussten Produktionsanlagen von 3 europäischen Fertigungsstätten an Standorte rund um die halbe Welt verlagert werden. Der komplette Umzug aller Maschinen, Produktionsanlagen und Werkzeuge war die Aufgabe der Logistiker der Ettlinger Firma SCHOLPP.

„Molex-Stecker“ heißen im Fachjargon heute noch die Steckverbinder zur Spannungsversorgung in Computern; ihr Erfinder hatte sie und sein Unternehmen nach dem von ihm entwickelten Material genannt. Molex Elektro- und Elektronikstecker sind als Komponenten in einer Vielzahl von Branchen und für verschiedene Anwendungen zu finden: Neben der Automobilindustrie zählen Konsumgüter, Industrie- und Büroausrüstung, gebäudeinterne Verkabelung und Telekommunikation zu den Einsatzfeldern. Unternehmensstrategische Entscheidungen führten 2008 zur Auflösung des deutschen Standorts Ettlingen – und damit einhergehend zur Verlagerung der Produktionsanlagen von 3 europäischen Fertigungsstätten an Standorte rund um die halbe Welt: ins italienische Padua ebenso wie ins chinesische Chengdu oder in die USA nach Lincoln. Ein kompletter Umzug aller Maschinen, Produktionsanlagen und Werkzeuge stand also im Lastenheft der SCHOLPPLogistiker: Gewichte von 25 Kilogramm bis 25 Tonnen mussten hier bewegt werden.

Vom Palettenmaß bis zur Containergröße gab es eigentlich nichts, was es nicht gab. Das Hauptgewicht lag im wortwörtlichen Sinne auf 6 Produktionsstraßen und rund 20 großen Maschinen. Planung, Koordination, Abstimmung ergaben ein logistisches Mammutprojekt, das von allen Beteiligten an den internationalen Standorten ein Höchstmaß an Präzision und Verantwortlichkeit forderte. Und weil es trotzdem oft anders kommt als geplant, war auch ein hohes Maß an Flexibilität und Improvisationstalent der SCHOLPP-Planer gefragt. Aber selbst bei Verlagerungen per Luftfracht rund um die halbe Welt inklusive Verpackung und aller Zollmodalitäten hieß es bis jetzt am Ende immer: Alles just in time, die Maschinen sind eingebracht, die Produktion von Molex kann termingerecht weitergehen.

(Scholpp / Redaktion)


 


 

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