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  • 23.12.2014, 07:52 Uhr
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  • Nordbaden
Wohneigentum

Staatliche Förderung beim Eigenheim

Über eine Million Mieter in Deutschland planen, Wohneigentum zu erwerben. Vor allem junge Familien hätten gerne ein Haus, in dem sie ihren Nachwuchs groß ziehen können. Ob das Wohneigentum gebaut oder gekauft wird, ist den meisten nicht wichtig - die Finanzierung spielt die größte Rolle.

Wer sich einen Hausbau nicht leisten kann, sucht nach günstigen Kaufangeboten. Um die Koten weiterhin zu senken, gibt es verschiedene Möglichkeiten, was Wohneigentum staatlich zu fördern - direkt beim Kauf oder Bau, aber auch später bei Renovierungsarbeiten. Künftige sowie derzeitige Eigenheimbesitzer sollten sich darüber informieren, da sie durch die Förderungen einiges Geld vom Fiskus zurückerhalten können.

Wohn-Riester

Diese Förderung ergibt sich aus der Riester- Rente . Aus diesem Grund können nur gesetzlich Rentenversicherte sowie Beamte diese in Anspruch nehmen - Selbstständige, die für ihre eigene Altersvorsorge sorgen, sind daher von dieser Förderung ausgeschlossen. Es gibt allerdings Einschränkungen bei der Beantragung:

  • Die geförderte Immobilie muss in Deutschland liegen
  • Der Eigentümer muss sie selbst nutzen
  • Der Eigentümer muss seinen Hauptwohnsitz dort haben

Um die maximale Förderung zu erzielen, sind vier Prozent des Bruttoeinkommens aus dem Vorjahr als Tilgung des Darlehens zu zahlen - dieser Betrag darf allerdings höchsten 2100 Euro betragen. Außerdem gilt für Wohn-Riester die gleiche Regel wie auch für die Renten aus diesem Programm: Die Darlehensraten sind fiktive Sparbeiträge, die mit zwei Prozent verzinst und auf die im Rentenalter Steuern erhoben werden. Die Raten können bis zum 85. Lebensjahr oder auf einen Schlag bezahlt werden. Im letzten Fall gewährt der Staat einen Steuererlass von 30%. Soll die Immobilie doch wieder verkauft werden, müssen die genutzten Spar- und Fördermittel in einen Neukauf oder einen neuen Riester- Vertrag fließen. Passiert dies innerhalb von vier Jahren nicht, sind die erhaltenen Zulagen zurückzuzahlen.

KfW- Darlehen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau ist staatlich und fördert Hausbau und -modernisierungen. Auch Eigentumserwerb und Energiespar-Investitionen fallen unter die Förderungen. Dies bedeutet, dass sowohl Häuslebauer als auch Käufer davon profitieren können - sofern die Eigentümer selbst in die Immobilie einziehen. Der Kredit der KfW-Bank beträgt höchstens 50.000 Euro - kann aber bis zu diesem Betrag 100% der anfallenden Kosten decken, wenn diese förderfähig sind. Dazu zählen unter anderem die Kosten für

  • das Grundstück
  • den Bau
  • die Außenanlagen
  • die Modernisierung
  • die Instandsetzung
  • den Umbau

Das Grundprinzip bei dieser Förderung ist: Je mehr eine Immobilie dem Neubaustandard entspricht oder sich diesem annähert, desto höher ist das KfW-Darlehen. Die Kredite sind zinsgünstig und laufen bis zu fünf Jahre tilgungsfrei - danach haben sie eine Laufzeit von 35 Jahren. Der Zins selbst kann für fünf bis zehn Jahre festgeschrieben werden, je nach Wunsch des Kunden. Es werden zudem nicht nur energiesparende Maßnahmen in dem KfW-Programm mit Förderungen bedacht: Auch Barrierefreiheit wird durch Zinszuschüsse belohnt in dem Programm „Altersgerecht umbauen“. Bei jeder baulichen Maßnahme am Eigenheim lohnt sich daher der Blick in die Programme der Kreditanstalt, um herauszufinden, ob eine Förderung möglich ist.

Kommunenförderung

Viele Kommunen unterstützen Familien dabei, ein Haus zu bauen oder zu kaufen. Besonders, wenn das Jahreseinkommen nicht allzu hoch ist, sind oftmals Förderungen zu finden. Die Zuschussarten variieren allerdings in den unterschiedlichen Kommunen, wie auch dieser Beitrag aufzeigt. Hier ist eine genaue Information im Vorfeld ratsam.

Eins ist zu bedenken: Die Antragssteller haben kein Recht auf die Kommunenförderung. Ist der Topf der Gemeinde leer, können sie den Antragsstellern kein Geld geben, womit diese leer ausgehen. Daher sollte diese Förderung zwar beantragt werden - ein Kauf oder Bau sollte aber im Zweifelsfall auch ohne die Finanzspritze möglich sein. Neben den Kommunen fördern teilweise auch die Länder den Bau oder den Kauf von Wohneigentum. Die bayrische Landesbodenkreditanstalt beispielsweise: Bei dieser werden Paare mit einem Kind gefördert, wenn sie unter 52.700 Euro im Jahr verdienen. Je nach Kinderanzahl steigt das Limit nach oben.

Staatsbeteiligung an Arbeitskosten für Handwerker

Reparaturen am oder im Haus fallen immer mal wieder an - was viele nicht wissen: Sie können die Handwerkskosten zum Teil von der Steuer absetzen und so Geld vom Fiskus zurückerhalten, wie auf bauen.de näher beschrieben wird. Dies gilt aber lediglich für die Arbeits- und nicht für die Materialkosten. Auf der Rechnung müssen daher beide Posten gesondert aufgeführt werden. Außerdem werden höchstens 1.200 Euro vom Fiskus zurückerstattet. Dafür müssen die Ausgaben belegt werden - eine Überweisung sowie die Rechnung sind vonnöten, eine Barzahlung würde das Finanzamt nicht anerkennen. Haushaltsnahe Dienstleistungen können ebenfalls abgesetzt werden - darunter fallen unter anderem die Kinderbetreuung, eine Haushaltshilfe oder eine Pflegekraft. Der Lohn für Minijobs, wenn beispielsweise eine 450-Euro-Kraft als Gärtner angestellt wird, kann ebenfalls bis zu 20% vom Fiskus wiedergeholt werden.

(Redaktion)


 


 

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