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Yiid verschafft lang ersehnte Einheit für Online - Identitäten

Die Anzahl der verschiedenen Netzwerke wächst und wir als Mitglieder stehen vor der Herausforderung, die Möglichkeiten jeder einzelnen Community auszuschöpfen. Da schien es an der Zeit, dass jemand eine Plattform erfindet, die alle anderen Netzwerke in sich vereint. Yiid, entwickelt von Marco Ripanti, bietet einen ständig aktuelle Übersicht über alle Online-Aktivitäten.

XING, LinkedIn, Facebook, Lokalisten, Wer kennt wen, Studivz und und und. Ohne soziale Netzwerke scheint sowohl privat als auch geschäftlich nichts mehr zu gehen. Social Communitys ermöglichen dem Internet-begeisterten User einen schnellen und unkomplizierten Weg neue Geschäftskontakte zu knüpfen oder mit Freunden und Bekannten auch trotz straffen beruflichen Zeitplans in Verbindung zu bleiben.

Doch auf der anderen Seite stellt sich in Anbetracht des wachsenden Angebots an Netzwerken die Frage, wie man den Anforderungen noch gerecht werden kann. Denn mit Xing oder Facebook alleine ist es schon lange nicht mehr getan. Tendenziell werden heute immer mehr Communitys parallel zueinander genutzt, so dass im Fall der Fälle ein weiterhelfender Kontakt nur einen Mausklick entfernt ist. Zudem scheint ein möglichst großer „Freundeskreis“ das persönliche Portfolio enorm aufzuwerten.

Nichtsdestotrotz beansprucht diese Art von digitaler Aufwertung jede Menge Zeit, denn schließlich wollen die Kontakte gepflegt werden. Durchschnittlich investieren wir drei bis fünf Stunden pro Woche in verschiedenen social Communitys – je nach persönlicher Intention (ein Produktionsmitarbeiter sieht sicherlich weniger Sinn in einer digitalen Vernetzung als ein Marketingleiter).
Und auch die angesetzten drei bis fünf Stunden sind nur Schätzwerte, über die so Mancher nur schmunzeln kann.

Yiid: Einfaches und schnelles Managen der persönlichen Online-Daten

Marco Ripanti zum Beispiel ist so ein Jemand. Der Chef von Ekaabo, eine Agentur, die im Auftrag von Organisationen verschiedene Netzwerke im Internet knüpft und betreibt, ist begeisterter Netzwerkler. Ripanti ist Mitglied von über 400 Communitys, die er hauptsächlich aus beruflichem Interesse regelmäßig bis sporadisch besucht, sozusagen auf neue Ideen „screent“. Richtig aktiv ist er in circa zehn Communitys.
Bei einer solchen Intensität an Online-Aktivitäten lag es nahe, nach einer Möglichkeit zu suchen, die die Verwaltung der persönlichen Daten im Netz einfacher und vor allem schneller gestalten lässt. Damit war die Idee für Yiid geboren.

Yiid, ein OpenID Anbieter, steht für Your Internet IDentity und ist so etwas wie eine riesige Meta-Community, die die verschiedenen Communitys miteinander vereint.
Die Plattform funktioniert wie ein Sammler, der alle offenen Standarts unterstützt und automatisiert sämtliche durch den User genutzte Communitys in einer zentralen Online-Identität bündeln soll. Bei Yiid angemeldet, können Mitglieder alle Netzwerke, in denen sie angemeldet sind, in einem Profil vereinen, mit denen der Freunde und Bekannte teilen, sehen welche Netzwerke diese sonst noch benutzen, und somit schnell und übersichtlich die ansonsten zeitaufwendige Internet-Aktivität Identitäten managen.

Kurz: Bei Yiid soll im Internet alles zusammen laufen. Ein durchaus ehrgeiziges Ziel, das sich das Weinheimer Team um Marco Ripanti gesetzt hat.

Und wie funktioniert die neue Sammler-Datenbank?

Die Registrierung auf Yiid.com ist kostenlos und geht relativ schnell und einfach. Anmelden kann man sich mit oder ohne Online-Identität. Im ersten Fall meldet man sich über einen bereits bestehenden Community-Account an. Als noch jungfräulicher Netzwerkler funktioniert die Anmeldung über die E-Mail-Adresse.
Jedes Mitglied erhält kostenlos eine Vanity URL, mit der sich die User bei allen OpenID unterstützenden Portalen anmelden können. Einmal registriert, sind alle genutzten Netzwerke des Internets über den Yiid-Account zu erreichen und umgekehrt. Das hat für den User den Vorteil, dass das lästige Anlegen einer Vielzahl von Zugangsnamen und Passwörtern entfällt. Weiter ist es dank Activity Streaming möglich, Statusmeldungen, die in angeschlossenen Communitys gepostet wurden, auf Yiid zu vereinen und anderes herum, eine auf Yiid gepostete Meldung mit nur einem Klick an die verschiedenen Pinnwände der gewünschten Netzwerke zu verteilen.
Andere Funktionen sind die zentrale Verwaltung sämtlicher Online-Kontakte durch einen Adressenimport sowie einen Schnellzugriff auf alle vom User genutzten Netzwerke mittels Icondarstellung auf der persönlichen Profilseite.

Besonders erwähnenswert: Lebensläufe von Xing oder LinkedIn können in das Yiid-Profil mit eingebunden werden. Dies erweist sich als enormer Vorteil bei der Jobsuche, da das Yiid-Profil durch eigene URL einen hohen Google Rank erreicht und zudem bis jetzt bereits in deutscher, englischer, französischer und türkischer Sprache erreichbar ist.

Trotz der offenen Politik, die Ripanti und sein achtköpfiges Yiid-Team betreiben, wurde bei der Umsetzung des Portals auch an die Privatsphäre sowie an die Datensicherheit gedacht: Das Mitglied entscheidet selbst über den Datenaustausch und kann wählen, welche Aktivitäten für Kontakte sichtbar sein sollen.

Theoretische Wunderplattform: Yiid fehlt der letzte praktische Schliff

Das alles hört sich so einfach an, dass man sich fragt, warum vorher noch niemand auf die Idee gekommen ist. Tatsächlich birgt die Innovation noch ungelöste Probleme: Obwohl es Yiid bereits seit April 2009 gibt und bislang über 5.500 User (auch aus dem Ausland) angemeldet sind, ist das Konzept noch nicht ganz ausgereift.

Damit Yiid perfekt funktionieren kann, ist das Sammler-Portal von der Unterstützung der verschiedenen Netzwerke abhängig. Diese müssen ihre Daten frei zugänglich machen, Yiid also den Zugriff auf die gespeicherten Daten erlauben, damit die Mitglieder vom uneingeschränkten Zugriff auf die verschiedenen Netzwerke profitieren können. Realisiert wurde die Umsetzung des OpenID Konzepts aber bereits von Yahoo oder Facebook.

Fazit: Noch ist das Potenzial, dass definitiv in der Yiid-Idee steckt, nicht ausgeschöpft. Doch das Team arbeitet an der Verbesserung von Features und Usabilty, um Funktion und Reichweite weiter auszudehnen, damit der Slogan „Unify your social Identities – Vereine Deine sozialen Identitäten“ in naher Zukunft realisiert werden kann.

Update: Zum aktualisierten Unternehmensportrait gelangen Sie hier

(Katharina Loof)


 


 

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