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  • 03.01.2012, 09:34 Uhr
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  • Bielefeld/Ostwestfalen-Lippe
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Konjunktur OWL 2012

Abkühlung, aber keinen Einbruch

Zum Jahreswechsel zog Ortwin Goldbeck, Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), eine positive Bilanz des Jahres 2011 für Industrie, Handel und Dienstleistung und erwartet für 2012 eine leichte Abkühlung.

„Die Umsätze des Verarbeitenden Gewerbes in Ostwestfalen lagen von Januar bis Oktober 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit einer Steigerung um 15,5 Prozent deutlich im Plus. Die ostwestfälische Industrie insgesamt hat damit das hohe Umsatzniveau von 2008 wieder erreicht und sogar geringfügig übertroffen“, so Goldbeck. Im Ausblick auf das neue Jahr merkt Goldbeck an: „Wir rechnen damit, dass sich der kräftige Wirtschaftsaufschwung 2012 auch in unserer Region abkühlen wird. Wir stimmen aber nicht in ein allgemeines Krisengerede ein, sondern haben gute Gründe, weiterhin Wachstum in der Wirtschaft Ostwestfalens zu erwarten. Dabei dürfte die Binnennachfrage erneut zu einer wesentlichen Stütze der Konjunktur werden, wobei der private Konsum besonders vom stabilen Arbeitsmarkt profitiert.“
Für das kommende Jahr erwartet die IHK-Organisation deutschlandweit ein Wirtschaftswachstum von knapp einem Prozent, nach etwa drei Prozent in diesem Jahr. Der IHK-Präsident: „Das ist keine unnormale Entwicklung. Deutschland ist und bleibt der Stabilitätsanker in Europa. Die Unternehmen bewahren trotz der Schuldenturbulenzen einen kühlen Kopf.“ Die ostwestfälischen Betriebe wollen weiter einstellen und investieren. Der Grund sei die nach wie vor hohe Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands. Die Unternehmen hätten in schwierigen Zeiten Innovationen vorangetrieben und auch neue Märkte erschlossen. 

„Wenn zudem die Maßnahmen, die auf dem Euro-Gipfel beschlossen wurden, nun zügig umgesetzt werden und in der Praxis auch greifen, dann können sich die Wachstumsaussichten der Betriebe wieder stärker aufhellen“, so der IHK-Präsident. Probleme könnte allerdings der zunehmende Mangel an Fachkräften und Ingenieuren bereiten. „Wir werden alle gemeinsam daran arbeiten müssen, die Potentiale, die wir haben, zu halten und zu entwickeln.“ Der Mangel an Rohstoffen, wie seltene Erden, und die Energiewende sorgen ebenfalls für große Herausforderungen in der Wirtschaft. Goldbeck: „Deshalb stellen wir die Rohstoffproblematik sowie Themen wie Ressourceneffizienz und die Neuausrichtung der Energiepolitik im kommenden Jahr in den Mittelpunkt zahlreicher IHK-Aktivitäten.“

(Redaktion)


 


 

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