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Abzug der britischen Truppen hat keine gravierenden Auswirkungen

(dapd) Der komplette Abzug der britischen Streitkräfte aus Deutschland bis 2020 wird nach Angaben des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen keine gravierenden Nachteile für die betroffenen Regionen haben.

Das berichtet das Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Freitagausgabe). Kurzfristig könnten zwar negative Effekte auftreten, aber der wirtschaftliche Beitrag der Standorte zur regionalen Wirtschaft sei zu gering, um langfristig Schäden zu verursachen, sagte Matthias Vorell vom RWI der Zeitung. Die betroffenen Gemeinden sollten den Abzug vielmehr als Zugewinn an Gestaltungsmöglichkeiten sehen.

Das RWI hatte nach Angaben der Zeitung die Auswirkungen der Schließung von 105 Standorten der Bundeswehr von 2003 bis 2007 auf die umliegenden Kreise und Gemeinden untersucht. Das Ergebnis: Kommunen, in denen Militärbasen im Zuge der Modernisierung der Bundeswehr verkleinert oder geschlossen wurden, erlitten auf längere Frist gesehen so gut wie keine Einbrüche bei Wirtschaftsleistung, privaten Einkommen, Beschäftigung und Steueraufkommen. Bei britischen Standorten würden Soldaten und Familien zudem zumeist die Möglichkeit des Einkaufs auf dem Stützpunkt nutzen. Somit sei die Nachfrage geringer sei als bei deutschen Kasernen.

Insgesamt geben die Briten zwölf Standorte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auf. Ursprünglich sollte der Abzug bis 2035 erfolgen, aus Kostengründen wurde dieser Schritt jedoch in dieser Woche von der britischen Regierung auf 2020 vorverlegt. 43.3000 Personen sollen dann Deutschland verlassen.

(dapd )


 


 

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